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Union Berlin: Polizeihund beisst Fans – Vorwürfe an Rotterdamer Polizei

Fussball, Herren, Saison 2021/2022, UEFA Europa Conference League (Gruppe E, 3. Spieltag), Feyenoord Rotterdam - 1. FC Union Berlin, vor dem Stadion waren auch nach Spielbeginn hunderte Fans von Union ...
Vor dem Stadion in Rotterdam waren auch nach Spielbeginn hunderte Fans von Union eingekesseltBild: IMAGO / Matthias Koch

Polizeihund beisst Fans – Union Berlin erhebt Vorwürfe an Rotterdamer Polizei

Rund um das Europapokalspiel des 1. FC Union Berlin bei Feyenoord Rotterdam hat es am Donnerstagabend insgesamt 75 Festnahmen gegeben. Das teilte die Polizei in den Niederlanden mit.
22.10.2021, 09:27
Ein Artikel von
t-online

Demnach habe eine Gruppe von insgesamt 59 Personen vor der Begegnung in der Europa Conference League, die die Berliner mit 1:3 verloren, die Konfrontation mit Feyenoord-Fans gesucht. Sie standen laut Polizei unter dem Verdacht, «offene Gewalt vorzubereiten», hiess es in einer Mitteilung. Die weiteren 16 Personen werden unter anderem des Vandalismus und des Besitzes von Feuerwerkskörpern verdächtigt.

Zudem berichtete die Polizei vom einem Angriff einer« kleinen Gruppe deutscher Rowdys» auf die Beamten. In Folge der Attacke wurde auch ein Polizeihund eingesetzt, der sowohl drei Union-Fans als auch einen Polizisten biss. Die vier Betroffenen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Verletzt wurden zudem ein Polizeipferd mit Reiter, weil sich das Tier durch Feuerwerkskörper erschreckte und fiel.

Der Fussball-Bundesligist teilte seinerseits mit, es sei zu chaotischen Szenen vor dem Einlass zum Gästeblock gekommen. Hunderte mitgereister Anhänger hätten vor den Toren des Stadions De Kuip nicht nur über enorm lange Wartezeiten geklagt, sondern auch über einen übertriebenen Polizeieinsatz und willkürliche Festnahmen. Die Anhänger berichteten in sozialen Medien von gezielten Angriffen der aggressiven Beamten.

«Es ist eine aus unserer Sicht katastrophale Einsatzsituation, wenn mehrere hundert Menschen mit Eintrittskarten bis zur Halbzeitpause nicht im Stadion sind. Dann kann irgendetwas nicht stimmen», sagte Unions Kommunikationschef Christian Arbeit: «Es gibt Bilder von zahlreichen Verletzten von einem offensichtlich sehr harten Polizeieinsatz. Das ist in der Gesamtheit einfach inakzeptabel.»

«Es gab beim Fan-Marsch gezielte Angriffe auf Köpfe der Beteiligten, am Einlass den Einsatz von Schlagstöcken und Hunden, mehrere Personen wurden gebissen, haben Platzwunden oder sind im Krankenhaus», sagte Andreas Lattenmann, dem Vorsitzenden von «Eiserne Hilfe». Er sprach von einem Einsatz «willkürlicher Art». Auch nach dem Spiel wurden die Berliner Fans rund eine Stunde im Gästesektor festgesetzt, ehe sie das Stadion verlassen konnten.

Union kündigte Gespräche sowohl mit den Verantwortlichen von Feyenoord als auch mit dem europäischen Fussballverband UEFA an. «Wir werden darüber reden müssen, wie so etwas auf europäischen Niveau passieren kann. So ist das nicht hinnehmbar», sagte Arbeit.

Die Rotterdamer Polizei ist dafür bekannt, äusserst rigoros gegen Fussballfans vorzugehen. (t-online, sid, bzu)

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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gantii
22.10.2021 11:11registriert Februar 2015
wenn ein Polizeihund so ausser Kontrolle ist, dass sogar ein Polizist gebissen wird, muss man sich schon über die Zustände bei den Polizeihundehalter gedanken machen..
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öpfeli
22.10.2021 11:00registriert April 2014
Ich werde nie verstehen, wieso Pferde eingesetzt werden. Ein Pferd ist ein Fluchttier, dazu noch (sehr) sensibel.
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harbourCity
22.10.2021 10:30registriert Januar 2021
Mit Fussballfans kann mans ja machen, das stört den gemeinen Bürger nicht und es gibt keinen Aufschrei. Sind ja eh alles gewaltbereite Kinderfresser.
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