DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06585632 Real Madrid's Cristiano Ronaldo celebrates scoring during the UEFA Champions League round of 16 second leg soccer match between Paris Saint Germain (PSG) and Real Madrid in Paris, France, 06 March 2018.  EPA/Christophe Petit Tesson

Ronaldo ist wieder ganz der Alte: 2018 hat er in 11 Spielen 15 Tore erzielt. Bild: EPA/EPA

Krise? Längst abgehakt! Cristiano Ronaldo ist wieder ganz der Alte

Die erste Saisonhälfte lief alles andere als berauschend, doch pünktlich zur heissen Phase scheint Cristiano Ronaldo wieder voll da zu sein. Seine Torquote ist beeindruckend, die nächsten Rekorde wackeln. 



Im Champions-League-Achtelfinal hat es Cristiano Ronaldo mal wieder all seinen Kritikern gezeigt: In den zwei Partien gegen Paris St-Germain erzielte der 33-jährige Portugiese drei der fünf Real-Tore. Beim 2:1-Sieg im gestrigen Rückspiel gelang ihm in der 51. Minute der wichtige 1:0-Führungstreffer. Es war ein typisches Ronaldo-Tor: Vor der Flanke löste er sich von seinen beiden Gegenspielern und nickte dann unwiderstehlich ein.

abspielen

Ronaldo stellt mit seinem 1:0 die Weichen für den Real-Sieg. Video: streamable

So feierten Ronaldo und Co. in der Kabine

Überhaupt ist Ronaldo derzeit in Topform. Im Jahr 2018 hat der fünffache Weltfussballer in elf Spielen bereits 15 Treffer erzielt. Zum Vergleich: Dauerrivale Lionel Messi kommt seit dem Jahreswechsel auf 13 Tore, die Premier-League-Topskorer Harry Kane und Mohamed Salah haben heuer 11- beziehungsweise 9-mal eingenetzt.

Gegen den PSG hat sich ausserdem wieder einmal gezeigt, dass die Champions League Ronaldos Wettbewerb ist. Mit 117 Treffern in 148 Spielen ist er längst die Nummer eins in der ewigen Bestenliste der Torjäger. Auch in diesem Jahr liegt er in der Torschützenliste der Königsklasse wieder klar an der Spitze: In acht Spielen hat er zwölfmal getroffen, in jeder Partie mindestens einmal.

Wettbewerbsübergreifend hat der Europameister in der Champions League nun sogar neunmal hintereinander getroffen. Damit hat er den Rekord von Ruud van Nistelrooy eingestellt, dem dieses Kunststück in der Saison 2002/03 für Manchester United geglückt ist. Trifft Ronaldo auch im ersten Viertelfinal – der Gegner wird erst am 16. März bekannt –, würde sich der Portugiese die nächste Rekordmarke in der Königsklasse schnappen.

Auch in der Liga trifft Ronaldo momentan nach Belieben. Zehn Tore gingen alleine in den letzten sieben Meisterschaftsspielen auf sein Konto und Real holte dabei 19 von 21 möglichen Punkten.

Zu langsam? Zu schwach im Abschluss?

So selbstverständlich, wie diese Zahlen bei Ronaldo mittlerweile klingen, sind sie aber in keinster Weise. Im Herbst 2017 waren der Portugiese und damit auch Real in eine tiefe Krise gestürzt. Die lange letzte Saison mit dem Confed Cup, die Geburt der Zwillinge sowie die Schwangerschaft seiner Freundin Georgina gingen nicht spurlos an ihm vorüber. An Weihnachten hatte Ronaldo in der Liga erst vier Treffer auf seinem Konto und die Madrilenen die Titelverteidigung längst verspielt.

Natürlich wurde die Real-Krise an Ronaldos Ladehemmung festgemacht. Er habe die beste Zeit hinter sich, monierten seine Kritiker. Die Gründe für sein Formtief waren schnell eruiert: Ronaldo habe an Geschwindigkeit eingebüsst, hiess es. Als anschaulicher Beweis diente ein Sprintduell im Stadtderby am 18. November gegen Atlético, bei dem Ronaldo gegen den gleichaltrigen Rechtsverteidiger Juanfran chancenlos blieb.

abspielen

Juanfran läuft Cristiano Ronaldo ab. Video: streamable

Aus der mangelnden Endgeschwindigkeit resultiere auch die schwache Effizienz im Abschluss, so die Experten weiter. Statistiker hatten festgestellt, dass Ronaldo zwar öfter aufs Tor schiesse als zu seinen besten Zeiten, aber eben kaum mehr treffe.

November 2017: 55 Torschüsse, 1 Treffer

Mittlerweile längst kalter Kaffee! CR7 ist wieder ganz der Alte. Aber warum läuft es dem Stürmer-Star plötzlich wieder? Ronaldo selbst nannte zuletzt zwei Gründe. Privat mache ihn seine ständig wachsende Familie sehr glücklich. Trotzdem habe er immer noch sportliche Ziele, die ihn weiter antreiben würden, sich ständig zu verbessern. 

Ronaldos selbsternanntes Ziel ist es, Ende Jahr zum sechsten Mal Weltfussballer zu werden und damit Lionel Messi hinter sich zu lassen. Dazu braucht es Titel, nach der herbstlichen Krise in der Meisterschaft bleiben die Champions League und der WM-Titel übrig. Die Konkurrenz sollte sich vorsehen. 

Was wäre wenn? Die «Ballon d'Or»-Gewinner ohne Messi und Ronaldo

Unvergessene Champions-League-Geschichten

25.09.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

Link zum Artikel

23.05.2001: Oli Kahn hält im CL-Final gegen Valencia drei Elfmeter und wird endgültig zum Titan

Link zum Artikel

26.05.1999: Sheringham und Solskjaer – zwei Namen und du weisst sofort, worum es hier geht

Link zum Artikel

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

Link zum Artikel

25.05.2005: Liverpool schafft gegen Milan dank «sechs Minuten des Wahnsinns» und Hampelmann Jerzy Dudek die unglaublichste Wende aller Zeiten

Link zum Artikel

01.04.1998: Jauch und Reif lassen beim Torfall von Madrid jeden Aprilscherz alt aussehen

Link zum Artikel

18.04.2001: Das berühmteste Mannschaftsfoto der Welt wird geknipst – wie sich ein ehemaliger Boxer als 12. Mann unsterblich macht

Link zum Artikel

04.11.1992: Sion träumt von der Champions-League-Gruppenphase, kassiert trotz ansprechender Ausgangslage in Porto jedoch eine 0:4-Klatsche

Link zum Artikel

28.05.1980: Underdog Nottingham überrascht Europa erneut und sorgt für eine kuriose Bestmarke

Link zum Artikel

28.05.1997: Lars Ricken kommt, schiesst und macht Borussia Dortmund zum Champions-League-Sieger

Link zum Artikel

12.11.2002: Basel spielt 3:3 gegen Liverpool und Beni Thurnheer schwärmt: «Das müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

Link zum Artikel

18.03.2003: Der FC Basel schafft gegen Juve nur die «kleine» Sensation – für die grosse fehlen dann doch vier Tore

Link zum Artikel

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

Link zum Artikel

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

Link zum Artikel

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

Link zum Artikel

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

Link zum Artikel

21.05.2008: John Terrys fataler Ausrutscher: Im ersten rein englischen CL-Final stösst er Chelsea ins Tal der Tränen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Vom 2:5 zum 6:5 – GC holt sich im Cup-Halbfinal den wohl dramatischsten Derbysieg

3. März 2004: Bei GC macht sich im Derby nach gut 60 Minuten die Angst vor einer Kanterniederlage breit. Doch die Hoppers kommen zurück – und sorgen für eines der denkwürdigsten Cup-Spiele der Schweizer Fussballgeschichte.

63 Minuten sind im altehrwürdigen Hardtum gespielt, als sich für die heimischen Grasshoppers eine kolossale Blamage anzubahnen scheint. 2:5 liegen die Hoppers im Cup-Halbfinal zurück, ausgerechnet gegen den Stadtrivalen FC Zürich. Der FCZ, trainiert vom jungen Lucien Favre, hat von erstaunlichen Schwächen in der Hoppers-Abwehr profitieren können.

Schon früh liegt GC mit 0:2 zurück. Daniel Gygax trifft nach sechs Minuten zur Führung, der zweite Treffer ist ein Slapstick-Eigentor, verursacht …

Artikel lesen
Link zum Artikel