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epa06789606 Thomas Meunier of Belgium, Romelu Lukaku of Belgium and Axel Witsel of Belgium react after Romelu Lukaku of Belgium scores 1-0 during a friendly soccer match between Belgium and Egypt at the King Baudouin stadium in Brussels, Belgium, 6 June 2018.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Torjubel bei den «Roten Teufeln»: Thomas Meunier, Romelu Lukaku und Axel Witsel (von links). Bild: EPA

Zeigt Dauer-Geheimfavorit Belgien nun endlich einmal, was in ihm steckt?

Keine WM-Vorrundengruppe ist eine derartige Zweiklassengesellschaft wie die Gruppe G. Hier die hochdekorierten Stars aus Belgien und England, da die Nobodys aus Tunesien und Panama.



Wenn alles nach Plan verläuft, geht es am 28. Juni im letzten Gruppenspiel in Kaliningrad zwischen Belgien und England nur noch um den ersten Platz. Die Qualifikation für die Achtelfinals der WM in Russland müssten sich beide Favoriten mit den zwei budgetierten Siegen gegen Panama und Tunesien vorzeitig sichern. Diese etwas schale Ausgangslage wäre eigentlich unpassend, denn Belgien gegen England ist eine der ganz grossen Affichen der gesamten WM-Vorrunde – und ein Derby der Premier League.

«Belgien hat die bessere Premier-League-Auswahl als England», sagte kürzlich Alan Shearer auf BBC. Der frühere englische Topskorer liegt vielleicht nicht einmal falsch. Der Torhüter von Chelsea (Thibaut Courtois), der Captain von Meister Manchester City (Vincent Kompany, sofern er fit ist), das defensive Gewissen von Tottenham Hotspur (Moussa Dembélé), der Antreiber von Manchester City (Kevin de Bruyne), der Dribbelkünstler von Chelsea (Eden Hazard) und der Topskorer von Manchester United (Romelu Lukaku): Sie alle stehen an diesem 28. Juni in Kaliningrad nicht für England, sondern für Belgien auf dem Platz.

Manchester City's Vincent Kompany, right and Manchester City's Kevin De Bruyne celebrate after winning the English League Cup defeating Arsenal 3-0 in the final at Wembley stadium in London, Sunday, Feb. 25, 2018.(AP Photo/Tim Ireland)

Führten Manchester City zum englischen Meistertitel: Spielmacher Kevin de Bruyne und Abwehrchef Vincent Kompany. Bild: AP

Goldene oder verlorene Generation?

Das Potenzial der Belgier ist tatsächlich atemberaubend. Die hochklassige und starke Gruppe aus der Premier League wird ergänzt mit Spielern von Paris Saint-Germain, Napoli oder Monaco. Nicht wenige Experten zählen die Belgier daher zum erweiterten Kreis der WM-Favoriten und sehen sie fast auf Augenhöhe mit Deutschland, Spanien oder Brasilien.

Doch mit den Erwartungen ist es so eine Sache für diese Goldene Generation. Schon bei der WM 2014 und bei der EM vor zwei Jahren gaben die Belgier die Halbfinals als Mindestziel aus. Sie scheiterten aber zweimal in den Viertelfinals, und was fast noch schlimmer war: Sie enttäuschten spielerisch in beiden Turnieren. In Russland müssen Hazard, Kompany und Co. liefern. Sonst wird die goldene Generation von den wenig zimperlichen Medien in Belgien schnell als die verlorene Generation abgestempelt.

Wie weit kommt Belgien an dieser WM?

Kane ist Englands Top-Shot

Wenn es um schlechte Turniere und frühes Ausscheiden geht, wissen die Engländer besser Bescheid als fast alle anderen. Island oder Costa Rica hiessen die letzten Stolpersteine. Nur noch selten schafften es die Engländer zuletzt bei WM oder EM in die Top acht, von einem Halbfinal ganz zu schweigen. Der letzte liegt 22 Jahre zurück.

In Russland tritt England mit einer guten und jungen, aber keineswegs überragenden Mannschaft an. Die meisten Engländer spielen zwar bei den Top-Klubs der Premier League, stehen dort aber im Schatten der Weltstars aus dem Ausland – zum Beispiel aus Belgien. Eine Ausnahme ist Harry Kane, der für Tottenham in den letzten vier Saisons 135 Tore erzielt hat. Ein Wert, den sonst nur Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi erreichen.

Wie weit kommt England an dieser WM?

Pickford die Nummer eins

Harry Kane also ganz vorne – und ganz hinten? Es gehört zu jedem Turnier, dass der englische Keeper mindestens einmal schwer daneben greift. Joe Hart, der Hauptsünder der letzten Jahre, steht nach einer schlechten Saison nicht mehr im Aufgebot. Diesmal dürfte Jordan Pickford von Everton die Nummer eins sein. Der hat zwar erst drei Länderspiele absolviert, aber Nationalcoach Gareth Southgate kennt ihn aus der U21-Auswahl, die er bis zu seiner Beförderung im Herbst 2016 betreut hat.

Pickford mag talentiert sein, doch auch bei den Torhütern gilt: Vorteil Belgien. Während Pickford erst zwei Saisons in der Premier League absolviert hat, ist Thibaut Courtois ein hochdekorierter Torhüter. Er gewann mit Chelsea zwei Mal die Meisterschaft, einmal holte er mit Atlético Madrid den Titel und er stand vor vier Jahren im Final der Champions League.

FILE - In this Sunday, Sept. 3, 2017 filer, Belgium goalkeeper Thibaut Courtois celebrates at the end of the World Cup Group H qualifying soccer match between Greece and Belgium at Georgios Karaiskakis Stadium in Piraeus port, near Athens. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)

Der fast zwei Meter lange Courtois zählt zu den besten Torhütern der Welt. Bild: AP

Vergleiche zwischen Panama und Tunesien mit Engländern oder Belgiern kann man nicht einmal an den Haaren herbeiziehen. Die beiden Favoriten und die beiden Aussenseiter trennen Welten. Das sehen auch die englischen Buchmacher so: Für sie sind Panama und Tunesien zusammen mit Saudi-Arabien die grössten Aussenseiter der WM. (ram/sda)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Bill Dung
07.06.2018 10:34registriert June 2017
Belgien ist das neue Holland.
Die waren auch immer Geheimfavorit
454
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mrgoku
07.06.2018 10:08registriert January 2014
Belgien wird wie immer, irgendwo im Achtelfinale die Heimreise antreten...
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leu84
07.06.2018 10:52registriert January 2014
Belgien ist wie Portugal oder Spanien der 90er Anfang 00er. Supertalente aber keine Mannschaft. In der Offensive sind die meisten Egoisten. Hat man z. B. Bei Eden Hazard an der Euro 2016 gesehen
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