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Bayern im Halbfinal der Champions League – das sagt Matchwinner Kimmich

Bayern's Joshua Kimmich celebrates after scoring his side's opening goal during the Champions League quarter final second leg soccer match between Bayern Munich and Arsenal at the Allianz Ar ...
Nach seinem Treffer macht Joshua Kimmich den Wawrinka.Bild: keystone

«Musste mir im letzten Jahr sehr viel anhören» – Bayern-Matchwinner Kimmich schlägt zurück

Bayern München steht im Halbfinal der Champions League. Joshua Kimmich entschied die Partie gegen Arsenal quasi im Alleingang. Danach wurde der deusche Nationalspieler ungewohnt deutlich.
18.04.2024, 06:48
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Ein Artikel von
t-online

Für Joshua Kimmich muss das 1:0 seines FC Bayern über den Arsenal am Mittwochabend eine doppelte Erlösung gewesen sein. Nicht nur buchten die Bayern den Einzug ins Halbfinale der Champions League, auch krönte sich Kimmich mit seinem Kopfballtreffer in der 64. Minute zum Mann des Spiels. Sein Treffer entschied die Partie gegen einen Gegner, der nur schwer zu knacken gewesen war.

Ausgerechnet Kimmich! An ihm hatte sich in den vergangenen Monaten viel Kritik entzündet. Zeitweilig war er zum Gesicht der Bayern-Krise geworden. Seine Leistungen schwankten ebenso bedenklich wie die seines Vereins. Mal Weltklasse, mal nicht so gar nicht so klasse.

«Habe sehr, sehr wenig Rückendeckung bekommen»

Bei einer Stammkraft wie dem 29-Jährigen kein Wunder; seit Jahren spielt er auf internationalem Niveau, bei Bayern als auch in der Nationalelf. 40, 50 Pflichtspiele kommen da schnell mal zusammen. Eine enorme Belastung.

«Es ist schon so, dass das Tor sehr, sehr gut tut», sagte er nach dem Spiel vor Journalisten. «Ich musste mir im letzten Jahr sehr viel anhören und habe sehr, sehr wenig Rückendeckung bekommen.» Da war durchaus ein Stück Verbitterung herauszuhören beim Triple-Sieger von 2020.

24.02.2024, Bayern, M
Kimmich sieht sich seit längerer Zeit heftiger Kritik ausgesetzt. Bild: keystone

Auf die Nachfrage, ob er mit seiner Kritik Leute aus dem Verein meine, sagte Kimmich: «Generell. Zu meiner Person hat sich ja Hinz und Kunz geäussert. Da war dann wenig da, der mal pro Kimmich war. Dementsprechend ist es ganz schön, wenn ich selber dafür sorgen kann, dass sich die Stimmung ändert.»

«Sehr stolz, dass der Abend so gelaufen ist»

Kimmich, daran darf erinnert werden, hat achtmal die Deutsche Meisterschaft gewonnen, dreimal den DFB-Pokal, je einmal die Europa League, die Klub-WM und die Champions League. Er war Europas Verteidiger des Jahres, ist seit Jahren Führungsspieler beim DFB. Man könnte diese Aufzählung weiterführen.

Dass auch Spieler seiner Güte vor Kritik nicht gefeit sind, gehört zum Geschäft. Dass sie sich von den Verantwortlichen offenbar alleingelassen fühlen, sollte allerdings zu denken geben. Zumal Spieler wie Kimmich sich in den Dienst der Mannschaft stellen, nichts weniger wird von Führungskräften verlangt. Doch diese Führungsqualität ist ihm zuletzt häufiger abgesprochen worden.

Den Einzug ins Königsklassen-Halbfinale gegen Real Madrid wertete Kimmich jedenfalls als Lohn dafür, nicht aufgegeben zu haben. Er sei «sehr stolz, dass der Abend so gelaufen ist». Über sein Tor und über den Einzug in den Halbfinal freue er sich. «Am Ende beweist es wieder mal, dass sich harte Arbeit immer lohnt.»

Es klang so, als meinte Kimmich ausnahmsweise einmal nur sich selbst. (ram/t-online)

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