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epa08778993 Ajax's Dusan Tadic (L) celebrates with teammates after scoring the first goal for his team during the UEFA Champions League Group D soccer match Atalanta BC vs Ajax at Gewiss Stadium in Bergamo, Italy, 27 October 2020.  EPA/PAOLO MAGNI

Jubel gegen Atalanta: Welche Ajax-Spieler bei Midtjylland auflaufen, ist offen. Bild: keystone

Ajax und Dynamo Kiew gehen nach positiven Corona-Tests die Spieler aus

Längst wissen wir, dass die Corona-Pandemie auch vor dem Sport nicht Halt macht. Doch die Show muss um jeden Preis weitergehen. Selbst wenn dann ein Team nur mit 13 Spielern zum Auswärtsspiel beim FC Barcelona reist.



Die Champions League wird zurecht als «Königsklasse» des Klubfussballs bezeichnet. Doch dieser Tage glänzt nicht alles. Die Corona-Pandemie beeinträchtigt auch diesen Wettbewerb. So muss etwa Bayern München heute Abend in Salzburg ohne den positiv getesteten Niklas Süle auskommen. Andere Teams trifft es wesentlich härter: Besonders Ajax Amsterdam und Dynamo Kiew.

Mit welcher Startelf Ajax heute gegen Midtjylland aufläuft, ist noch völlig offen. Denn die Niederländer mussten beim Trip nach Dänemark auf zahlreiche Spieler verzichten. Laut Medienberichten hatten sich elf «Ajaciden» mit dem Coronavirus infiziert, darunter Stammgoalie André Onana und sein Ersatz Maarten Stekelenburg.

Ajax-Trainer Ten Hag: «Wir spielen mit den Spielern, die hier sind. Das sind alles gute Fussballer.»

Entschärfung des Problems in den Stunden vor dem Anstoss?

Trainer Erik ten Hag schimpfte an der Medienkonferenz vor dem Spiel über die verschiedenen Testmethoden in den unterschiedlichen Ländern: «Wir spielen in einem europäischen Wettbewerb, aber die europäischen Länder haben wegen Corona unterschiedliche Vorschriften. Das ist merkwürdig und kein Fair Play.» Einige Spieler hätten keine Erlaubnis zur Einreise nach Dänemark erhalten: «In den Niederlanden dürfen sie spielen, aber nicht in Dänemark.»

Gestern am späten Abend hiess es dann, Torhüter Onana sowie Ryan Gravenberch und Dusan Tadic seien nachgereist. Ajax hofft, dass sie nach einem weiteren Test heute in Dänemark doch auflaufen können. Ansonsten muss der 20-jährige Kjell Scherpen ins Tor, der in dieser Saison noch keine Minute gespielt hat. Bei einer Verletzung oder einem Platzverweis müsste ihn ein Feldspieler ersetzen, denn Scherpen reiste als einziger Ajax-Goalie nach Dänemark.

Teenager soll Messis Schüsse abwehren

Eine weitere Reise hätten allfällige Nachrücker von Dynamo Kiew vor sich. Die Ukrainer laufen morgen Abend mit einer Rumpftruppe im Camp Nou auf. Für das Auswärtsspiel beim FC Barcelona machten nur 13 Akteure den Trip mit. Das Tor soll der dritte Goalie Dynamos hüten, ein 18-Jähriger.

Nun muss das nicht in jedem Fall in einem Debakel enden. Das beste Beispiel dafür lieferte Schachtar Donezk, das vor zwei Wochen durch Coronafälle arg geschwächt sensationell bei Real Madrid 3:2 siegte. Doch die Regel ist das nicht und Dynamo Kiew damit gegen Lionel Messi und Co. der noch krassere Aussenseiter als ohnehin.

Sechs Spieler wurden laut einer Dynamo-Mitteilung vom Montag vor dem Barça-Match positiv getestet. Die beiden Goalies Nummer 1 und 2 fallen mit positiven Tests bereits seit Ende Oktober aus. Youngster Ruslan Nescheret, der im Camp Nou zwischen den Pfosten stehen wird, hütete immerhin bereits am Wochenende beim 2:1-Sieg gegen Dnipro das Tor.

Gigantenduell als Krisengipfel

Der Schlager des Abends heisst heute Real Madrid gegen Inter Mailand. Die «Königlichen» aus Madrid stehen mit nur einem Punkt aus zwei Spielen unter Druck. Ihnen fehlt Verteidiger Eder Militao nach einem positiven Corona-Test. Auch Inter ist nicht im Strumpf. In den letzten sechs Pflichtspielen gab es nur einen Sieg für die «Nerazzurri».

epa08590477 Real Madrid's head coach Zinedine Zidane reacts during the UEFA Champions League Round of 16 second leg soccer match between Manchester City and Real Madrid in Manchester, Britain, 07 August 2020.  EPA/Peter Powell / POOL

Steht – wie immer, wenn Real nicht jedes Spiel gewinnt – in der Kritik: Trainer Zinédine Zidane. Bild: keystone

Paris Saint-Germain plagen vor dem Spiel am Mittwoch in Leipzig grosse Personalsorgen im Sturm. Nach Neymar und Mauro Icardi fällt beim französischen Meister auch Kylian Mbappé aus: Der 21-jährige Weltmeister leidet unter einer Verletzung in der rechten Kniesehne.

Zahlreiche Schweizer dürften heute zum Einsatz kommen. Borussia Mönchengladbach muss in der Ukraine gegen Schachtar Donezk ran. Torhüter Yann Sommer ist gesetzt, bei Verteidiger Nico Elvedi ist noch nicht klar, ob er rechtzeitig fit wird und Breel Embolo könnte wieder als Joker zum Einsatz kommen. Keine Einsatzzeit kann sich Michael Lang erhoffen, der in dieser Saison bisher keine Rolle spielt. Denis Zakaria hat nach seiner Verletzung noch Trainingsrückstand.

Okafor und Shaqiri wollen erneut glänzen

Noch offen ist, ob es Noah Okafor bei Salzburgs Heimspiel gegen Bayern München in die Startelf schafft. Eine bessere Bewerbung als die Leistung vom Samstag kann der junge Nationalspieler allerdings nicht einreichen: Beim 5:0-Sieg des österreichischen Meisters gegen WSG Tirol erzielte Okafor den ersten Hattrick seiner Profikarriere. Salzburg fehlt mit dem Sambier Patson Daka der Topstürmer wegen einer Oberschenkelverletzung.

Okafor posiert nach seinem Hattrick mit dem Matchball.

Zu einem Schweizer Duell könnte es in Bergamo kommen, wo Atalanta den FC Liverpool empfängt. Bei den Italienern gilt Remo Freuler als gesetzt, bei den Engländern drängte sich Xherdan Shaqiri zuletzt für weitere Einsätze auf. «Shaq kann auf dem Flügel spielen, er bringt alles dafür mit», liess sich Liverpool-Trainer Klopp nicht in die Karten blicken, «aber er ist ein vielseitiger, offensiver Spieler, der für uns auch schon im Zentrum agiert hat.» Gut möglich, dass der formstarke Shaqiri zumindest zu einem Teileinsatz kommt. «Ich bin glücklich, dass er zurück ist», sagte Klopp über seine offensive Allzweckwaffe, die zuletzt häufig verletzt ausfiel.

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