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Zuerichs Torhueter Yanick Brecher, Mitte, nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Zuerich im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Samstag, 4. Mai 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Hängende Köpfe bei den Spielern des FCZ nach der Niederlage gegen Basel. Bild: KEYSTONE

Die Zahlen sprechen für den FCZ, die Form nicht

Wäre die Barrage nicht wieder eingeführt worden, wäre das Geschehen in der Super League langweilig. Aber die Strichkämpfe halten alle in Atem, die Fans ebenso wie sieben von zehn Mannschaften.



In den vier verbleibenden Runden kann noch sehr viel passieren, aber das Spiel der Spiele ist zuerst einmal Neuchâtel XamaxZürich an diesem Samstagabend. Der Neunte und der Achte liegen nur noch einen Punkt auseinander.

Zieht man die Zahlen zurate, sieht es für den derzeit Drittletzten, den FCZ, einigermassen gut aus. In den bisherigen 15 Saisons der Super League (seit 2003/04) war der Vorletzte nach 32 Runden in neun Fällen, also zu 60 Prozent, identisch mit dem Vorletzten am Schluss der Saison. Zurzeit ist Xamax dieser Neunte in der Tabelle.

Der FCZ war letztmals im Frühling 2016 in einen Abstiegskampf verwickelt. Es ging damals ausschliesslich gegen den Direktabstieg des Zehnten. In der 33. Runde erlebten die Zürcher mit einem 0:4 daheim gegen Lugano ein Debakel, das zum Trainerwechsel führte. Sami Hyypiä wurde abgesetzt, Uli Forte übernahm für die letzten drei Runden. Es folgte ein 0:3 in St.Gallen, und nach einem 2:2 in Sitten konnten die Zürcher den Abstieg in der letzten Runde nicht mehr aus eigener Kraft abwenden.

«Es wird ein Spiel mit extrem viel Nervosität.»

Ludovic Magnin, Trainer FCZ

Das 3:1 gegen Vaduz nützte nichts mehr, Zürich stieg ab. Nur drei Jahre sind seither vergangen, aber nur drei Spieler des heutigen Kaders waren auch im Kader des Absteigers: Alain Nef, Marco Schönbächler und der damalige Ersatzgoalie Yanick Brecher. Also ist die Mannschaft, die in diesen Wochen das Schlimmste verhindern muss, weitgehend unbelastet.

So wenig Erfolg wie Stadtrivale GC hatte der FC Zürich in diesem Frühling beileibe nicht. Aber auch nicht so viel, dass er die Abstiegsgefahr bannen konnte. Noch nach 25 Runden betrug die Reserve zum zweitletzten Platz elf Punkte. Seither siegten die Zürcher einzig noch daheim gegen das ebenfalls angeschlagene Sion (1:0), während Xamax Sieg für Sieg und Punkt für Punkt näher kam.

Zürichs Trainer Ludovic Magnin – er muss das Spiel auf der Tribüne verfolgen und sich an der Linie von René van Eck vertreten lassen – macht sich auf einen hart umkämpften Match gefasst. «Es wird ein Spiel mit extrem viel Nervosität», sagt der Romand. «Keine Mannschaft wird befreit spielen.» Ob er damit recht haben wird, ist fraglich, denn die Neuenburger haben in diesem Frühling auf überzeugende Weise und unverkrampft mehrere Spiele gewonnen, in denen es für sie um viel ging.

Magnin bleibt optimistisch

Magnin blickt zurück: «Wir hatten uns mit dem Sieg gegen Sion ein bisschen Luft verschafft, aber durch die Niederlage in Basel ist die Luft wieder dünner geworden. Die Lage ist schon seit Wochen sehr ernst.» Danach gefragt, wer im Spiel auf der Maladière der Favorit sei, sagte Magnin: «Wer Favorit ist, spielt keine Rolle. Aufgrund der Rückrundentabelle ist es wahrscheinlich Xamax. Andererseits dürfen wir das nicht gelten lassen. Wir stehen immer noch einen Punkt vor Xamax.»

Magnin musste an der Medienkonferenz des FCZ auch sagen, ob er mit einem Punkt zufrieden wäre. Seine Antwort: «Man muss abwarten. Es ist nicht ein Spiel, in dem es um alles oder nichts geht, das müssen wir uns bewusst sein. Wir haben noch vier Partien. Und wir spielen noch gegen vier Direktkonkurrenten, das ist der positive Punkt am Restprogramm.»

Die Super-League-Spiele vom Samstag im Überblick:

Neuchâtel Xamax – Zürich

Statistik: Dieses Spiel der Runde, eine brisante Sache, findet schon am Samstag statt. Wenn Xamax gewinnt und Sion am Sonntag in St.Gallen punktet, wird sich Ludovic Magnins FCZ allein auf dem zweitletzten Platz wiederfinden. Ein Zürcher Verein wäre dann abgestiegen, der zweite in grosser Gefahr. Die Zahlen machen das Team von Trainer Stéphane Henchoz zum eindeutigen Favoriten. Xamax holte in den letzten 13 Runden 23 Punkte, Zürich 12. In den letzten vier Runden lautet das Punkteverhältnis 10:3 für die Neuenburger.

Thun – Lugano

Statistik: Beim FC Thun, der vor nicht allzu langer Zeit dem FC Basel den 2. Platz streitig machte, geht nichts mehr. Die Treffsicheren vergeben Chancen, die Punkte kamen seit Mitte Februar nie mehr im Triopack. Elf Runden sind seither vergangen. Und jetzt kommt der FC Lugano nach Thun, der wie der letzte Gegner Xamax im Aufwind ist – gestärkt von zehn Spielen am Stück ohne Niederlage. Die letzten drei Direktbegegnungen in der Stockhorn Arena werden den Berner Oberländern auch nicht Mut machen. Sie holten daraus nur zwei Punkte.

Rangliste: 1. Young Boys 32/82 (85:30). 2. Basel 32/62 (61:39). 3. Lugano 32/41 (45:44). 4. Thun 32/40 (54:53). 5. Luzern 32/40 (47:54). 6. St. Gallen 32/39 (42:54). 7. Sion 32/37 (45:52). 8. Zürich 32/37 (37:47). 9. Neuchâtel Xamax FCS 32/36 (41:57). 10. Grasshoppers 32/24 (28:55). (viw/sda)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jong & Hässig 11.05.2019 16:27
    Highlight Highlight Am 2. Juni steigt der FCZ im Brügglifeld ab. 😍
  • Stambuoch 11.05.2019 14:58
    Highlight Highlight FCZ & GCZ nach unten, das wäre lustig :)
  • Salaud 11.05.2019 14:07
    Highlight Highlight Mit Ceesay vorne... ojemineh...hoffe, dass Kololli von Anfang spielt und sich von seiner Fussverletzung erholt hat...wer sonst ?
    • Pümpernüssler 11.05.2019 18:16
      Highlight Highlight 2.mio für den absolut schlechtesten stürmer der liga....
  • Puce98 11.05.2019 10:20
    Highlight Highlight Xamax ist zwar deutlich besser in Form, allerdings fehlt heute mit Nuzzolo ihr wichtigster Spieler...
  • Bio Zitronensaft 11.05.2019 09:41
    Highlight Highlight Was für eine Aussage des Trainers... das soll kein alles oder nichts Spiel sein?
    Mehr „um alles oder nichts“ kann es eigentlich nicht gehen.
    Aber das ist natürlich auch ein Weg, die Mannschaft zu motivieren...

    NOOOT
  • make_love_not_war 11.05.2019 09:03
    Highlight Highlight das experiment mit Ludo war von beginn an ein riesenmissverständnis und ist definitiv gescheitert. das einzige was dieser irrwisch vorzuweisen hat, wie er einen verein schritt für schritt in den abgrund führen kann.. jeder objektive beobachter muss sich einfach fragen, wie es möglich ist, auf dem dritten platz liegend, den trainer zu wechseln und diesen unprofessionellen psychopathen an die linie zu verpflanzen, der unattraktiven, beileibe nicht auf den nachwuchs setzenden fussball spielen lassend, taktisch chaotisch und an der seitenlinie sich wie ein verwöhntes goldküstenteenie verhaltend
    • Zanzibar 11.05.2019 10:24
      Highlight Highlight Naja, so kritisch sehe ich das nicht. Platz 3 bis 9 sind so eng beieinander, das Niveau ist so ausgeglichen schlecht... da glaube ich nicht dass beim FCZ alles falsch läuft. In der Super League ist man mit 5 schlechten Spielen sofort am Abgrund und dann mit 5 guten wieder vorne dabei. In der Super League werden die Trainer immer viel zu schnell ersetzt.
      Aber den Rausschmiss von Forte habe ich auch nicht verstanden, da gebe ich dir recht.
    • Neunauge 11.05.2019 11:53
      Highlight Highlight Ich hinterfrage da mehr die Clubleitung. Die hat eine Tradition von seltsamen Entscheide.

      Wer mag sich noch an Fringers Verpflichtung erinnern. Rausschmiss eines Trainers mitten in der Saison und dann die Verpflichtung eines neuen Trainers - ab nächster Saison. Das war mithin das Seltsamste, was ich bisher an Trainerentscheidungen gesehen habe.

      Auch die verspätete Verpflichtung Fortes geht auf eine ältere Zürcher Tradition zurück. 😉
    • Lukakus 11.05.2019 11:58
      Highlight Highlight Für deinen Namen hast du ganz schön viel Wut in dir. Vielleicht unterscheidest du dich gar nicht so von Ludo.

      Erinnere dich bitte auch an Hinrunde und EL im letzten Jahr.

      Meiner Meinung nach ist Palsson das Problem. Seit der Captain weg ist, scheint der FCZ chaotisch und unmotiviert.

      Der FCZ braucht einen Spieler, der die Führung übernimmt.
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