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epa06828257 Switzerland's head coach Vladimir Petkovic attends their team's training session in Kaliningrad, Russia, 21 June 2018. Switzerland will face Serbia in the FIFA World Cup 2018 Group E preliminary round soccer match on 22 June 2018.  EPA/ARMANDO BABANI

Vladimir Petkovic will gegen Serbien einen Sieg. Bild: EPA/EPA

Vladimir Petkovic vor dem Duell gegen Serbien: «Mit einem Remis sind wir nicht zufrieden»

Vladimir Petkovic bleibt vor dem zweiten WM-Spiel gegen Serbien seiner Linie treu: «Mit einem Remis sind wir nicht zufrieden.» Doch die Schweizer könnten gegen die Serben mit einem Punkt leben.



Schon vor dem zweiten Spiel ist die Zeit des Rechnens angebrochen. Was ist der Punkt gegen Brasilien wert? Wäre ein weiteres Unentschieden gegen Serbien gut oder eher zu wenig? Noch gibt es zu viele Unbekannte in einer Gleichung, welche der Schweiz die Qualifikation für die Achtelfinals bringt, wenn sie denn aufgeht.

Switzerland's midfielder Steven Zuber, right, scores the goal to 1 :1 next to Brazil's midfielder Carlos Henrique Casimiro, left, during the FIFA soccer World Cup 2018 group E match between Switzerland and Brazil at the Rostov Arena, in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Zubers Tor gegen Brasilien ist nichts wert, wenn man gegen Serbien nicht punktet. Bild: KEYSTONE

Spielt das Team von Vladimir Petkovic auch gegen Serbien unentschieden, könnte es mit einem Sieg mit zwei Toren Differenz zum Abschluss gegen Costa Rica am kommenden Mittwoch die Qualifikation für die K.o.-Phase aus eigener Kraft schaffen. Mit grösster Wahrscheinlichkeit würde dann aber auch ein knapper Erfolg gegen Costa Rica reichen – je nach Ausgang der Partie Serbien – Brasilien.

Sollte die Schweiz gegen Serbien jedoch gewinnen, reicht gegen Costa Rica ein Unentschieden fürs Weiterkommen. Und wenn die Schweizer gegen Serbien verlieren? Dann sind sie nach menschlichem Ermessen ausgeschieden. Denn das würde bedeuten: Sie müssten darauf hoffen, dass Brasilien in den Partien gegen Costa Rica und Serbien höchstens drei Punkte holt und am Ende das schlechtere Torverhältnis hat.

«Wir haben gut begonnen und wollen jetzt diesen Weg weitergehen.»

Yann Sommer

Doch die Schweizer wollen nicht rechnen. Sie streben gegen Serbien den Sieg an, weil sie gemäss Petkovic «auf dem Platz die Favoritenrolle beweisen» wollen. Der Start gegen Brasilien ist gelungen, nun erwartet der Coach gegen Serbien eine weitere Steigerung. «Das erste Spiel ist immer das schwierigste, weil man nicht weiss, wo man steht. Wir haben gut begonnen und wollen jetzt diesen Weg weitergehen.» Für Torhüter Yann Sommer ist das 1:1 gegen den fünffachen Weltmeister «eine gute Basis», die dem Team Selbstvertrauen gibt.

Die Statistik ist allerdings für das Duell mit den Serben nicht auf Seiten der Schweiz. Bei den acht WM- oder EM-Endrunden der Neuzeit seit 1994 gab es im zweiten Spiel nur einen Sieg (4:1 gegen Rumänien, 1994). Von den übrigen sieben Partien gingen fünf verloren.

«Es wird ein physisches Spiel.»

Vladimir Petkovic

Für Petkovic zählt jedoch allenfalls die jüngste Vergangenheit. «An der EM in Frankreich war das zweite Spiel nicht so schlecht.» Vor zwei Jahren holte die Schweiz gegen Rumänien im zweiten Gruppenspiel ein 1:1, ein wegweisender Punkt für die Qualifikation für die Achtelfinals.

Switzerland's Valon Behrami, left, controls the ball as Brazil's Willian tries to stop him during the group E match between Brazil and Switzerland at the 2018 soccer World Cup in the Rostov Arena in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (AP Photo/Andrew Medichini)

Valon Behramis Einsatz ist auch gegen Serbien wieder gefragt. Bild: AP/AP

Wie damals in Paris gegen Rumänien erwartet die Schweiz auch in Kaliningrad ein robuster Gegner. «Es wird ein physisches Spiel. Wir müssen mehr rennen als der Gegner und an unserer Philosophie festhalten: Wir wollen das Tempo immer hoch halten», so Petkovic. Ob er dabei auf Valon Behrami zählen kann, der gegen Brasilien mit Adduktorenproblemen ausgewechselt worden war, liess er offen. Das dürfte taktisches Geplänkel gewesen sein. Es ist davon auszugehen, dass Behrami bereit ist.

Es ist auch anzunehmen, dass Haris Seferovic erneut spielt, auch wenn er zuletzt einen unbefriedigenden Auftritt an den nächsten reihte. Petkovic wird das Team nach dem erfolgreichen Auftakt nicht auseinanderreissen. Denn auch für ihn war das Unentschieden gegen Brasilien eben doch etwas mehr als bloss eine Punkteteilung oder «ein halbes Resultat», wie er zu sagen pflegt. Morgen gegen Serbien wäre es genau gleich. (abu/sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andre63 22.06.2018 11:44
    Highlight Highlight hopp 🇨🇭 auf gehts, kämpfen und siegen!
  • din Vater 22.06.2018 11:43
    Highlight Highlight Bin ein bisschen überrascht, dass die Erwartungen hier drin nach einem glücklichen Punktgewinn gegen Brasilien derart hoch sind, dass nun der Gruppensieg erwartet wird.
    Die Serben haben ein ähnlich starkes Team wie die Schweiz, in der Offensive sehe ich sogar Vorteile für die Serben.
  • Cillit Bang 22.06.2018 11:15
    Highlight Highlight Gruppenerster, dann bin ich erst richtig zufrieden. Machbar für die Schweiz sowieso.
  • Nicosinho 22.06.2018 10:29
    Highlight Highlight HOPP SCHWIIIIIZ, wir wollen den Gruppensieg und nicht weniger!!!! :-)
  • Pasch 22.06.2018 10:25
    Highlight Highlight Das Spiel dauert 90 Minuten und der Ball ist rund! :-)
  • Charivari 22.06.2018 09:46
    Highlight Highlight Wir müssen wegkommen von dieser "kleine Schweiz" Mentalität und aufhören uns kleiner zu reden, als wir eh schon sind. Dieses Team kann gegen Serbien gewinnen, und sollte das auch. Deshalb schliesse ich mich Petkovics Meinung an, mit einem Unentschieden sind wir nicht zufrieden.
  • DerSimu 22.06.2018 09:33
    Highlight Highlight Ich finde, wir sollten endlich unsere Erwartungen höher ansetzen. Die Schweizer Nati gehört nicht mehr zu den kleinen im Fussball. Das haben sie nun oft genug bewiesen.
    • l_l 22.06.2018 11:13
      Highlight Highlight Das ist Selbstschutz. Wenns dann mal nicht klappt, dann kann man sagen, dass das klar war.

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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