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Fussball-Nati vor dem letzten Cut: Das sind die Wackelkandidaten

Trainer Murat Yakin kommt zu einer Pressekonferenz der Schweizer Fussball Nationalmannschaft im Vorbereitungscamp zur Europameisterschaft, am Montag, 3. Juni 2024, in St. Gallen. (KEYSTONE/Peter Klaun ...
Nationaltrainer Murat Yakin muss bis am 7. Juni entscheiden, wer mit der Schweiz an die EM fährt. Bild: keystone

Fussball-Nati vor dem letzten Cut: Das sind die Wackelkandidaten

Nach der Trainingswoche in St. Gallen steht das Schweizer Nationalteam vor dem ersten ihrer zwei Testspiele. Gegen Estland (Dienstag 20.15 Uhr) dürfte Trainer Murat Yakin einigen Wackelkandidaten die Chance geben, sich zu beweisen.
03.06.2024, 13:44
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Die EM in Deutschland rückt näher und mit ihr auch die Deadline für die Abgabe der definitiven Kaderliste. Diese muss bis am Freitag, 7. Juni, bei der UEFA eingereicht werden. Nach dem ersten Schnitt am vergangenen Donnerstag stehen noch 33 Spieler im provisorischen Aufgebot von Yakin. Da an der Endrunde ein Kader von maximal 26 Spielern erlaubt ist, müssen mindestens sieben Akteure das Nationalteam wieder verlassen.

Zwei davon stehen bereits fest: die Torhüter Marvin Keller und Pascal Loretz. Die beiden 21-Jährigen durften erste Erfahrungen in der A-Nationalmannschaft sammeln, werden aber nach dem Testspiel gegen Estland die Heimreise antreten. Yakin hat sich bereits auf das Goalie-Trio um Yann Sommer, der als Nummer eins gesetzt ist, Gregor Kobel und Yvon Mvogo festgelegt. Nur eine Verletzung könnte an der Zusammenstellung noch etwas ändern.

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iKobel spielte am vergangenen Wochenende mit Dortmund im Champions-League-Final. tBild: www.imago-images.de

Und sonst? Vor dem Testspiel am Dienstag lässt sich Yakin noch nicht in die Karten blicken. «Die Spieler haben gegen Estland nochmals die Chance, sich zu zeigen.» Eine «B-Elf» wird der Trainer aber nicht aufstellen. «Es wird eine Mischung aus bereits etablierten und frischen Kräften sein», so Yakin, der vor allem in der Offensive noch Alternativen sucht, falls Breel Embolo nicht rechtzeitig fit werden sollte.

Mehrere Wackelkandidaten

Am Donnerstag hatte Yakin vier Verteidiger nach Hause geschickt, drei davon wegen Verletzungen. Damit stehen nur noch neun Abwehrspieler im Kader. Der Nationaltrainer wird sich davor hüten, erneut ohne Alternativen an ein Turnier zu gehen. Für die WM in Katar hatte er nur sechs gelernte Verteidiger mitgenommen, und war nach Ausfällen im Achtelfinal prompt in Personalnot geraten. Deshalb dürfte es sich bei den restlichen Spielern, die nicht mit an die EM genommen werden, vor allem um Mittelfeldspieler und Angreifer handeln.

Ardon Jashari im Training der Schweizer Fussball Nationalmannschaft im Vorbereitungscamp zur Europameisterschaft, am Donnerstag, 30. Mai 2024, in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Für Luzerns Jashari wäre es die erste EM.Bild: keystone

Dennoch ist davon auszugehen, dass mindestens ein Spieler aus dem Abwehr-Trio Kevin Mbabu, Leonidas Stergiou und Albian Hajdari noch abreisen muss. Letzterer bestritt am Sonntag mit Lugano den Cupfinal und wird daher wie seine Teamkollegen Renato Steffen und Uran Bislimi nicht in Luzern auflaufen. Auch Gregor Kobel, Andi Zeqiri und Noah Okafor standen am Wochenende noch im Dienst ihrer Klubs und werden das Testspiel als Zuschauer verfolgen.

Aus Mittelfeld und Sturm gehören Fabian Rieder, Ardon Jashari, Filip Ugrinic, Kwadwo Duah und Steven Zuber zu den Wackelkandidaten, die für einen Einsatz gegen Estland infrage kommen. Sie alle zählten während der Qualifikation nicht oder nur selten zum Kader. Dies gilt zwar auch für Vincent Sierro, der Mittelfeldstratege von Toulouse hat beim Testspiel im März gegen Irland jedoch überzeugt und von Yakin bereits eine Garantie erhalten. Auch, weil der EM-Einsatz von Denis Zakaria im zentralen Mittelfeld aufgrund seiner Verletzung fraglich ist.

Estland als Aufbaugegner?

Yakin hat bereits angekündigt, dass er das zweite Testspiel am Samstag gegen Österreich (in St. Gallen) als Hauptprobe für die EM sieht. Entsprechend ist das Duell mit Estland die letzte Chance, Spieler zu testen, die bisher keine grosse Rolle im Nationalteam gespielt haben.

In dieser Hinsicht sind die Esten dankbare Gegner: Die Nummer 123 der Welt wartet seit fast eineinhalb Jahren auf einen Sieg, die Qualifikation schloss das Team mit dem Schweizer Trainer Thomas Häberli mit bloss einem Punkt auf dem letzten Platz der Gruppe ab. Aufgrund des Abschneidens wurde Häberlis Vertrag aufgelöst, das Spiel in Luzern ist für den Luzerner sein letztes als estnischer Nationaltrainer.

«Wir werden das Spiel machen und Lösungen finden müssen, die gegnerische Abwehr zu überwinden», sagt Yakin. Damit tat sich die Nationalmannschaft in der Qualifikation bekanntlich schwer. Nun haben die Spieler die Chance, die Favoritenrolle besser anzunehmen und wieder positive Emotionen zu sammeln. (sda)

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