Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

YBs Christian Fassnacht, 2. von links, trifft mit dem Kopf zum 2:0, Zuerichs Torhueter Yanick Brecher, links, bleibt ohne Chance, im Schweizer Fussball Cup 1/8 - Finalspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Zuerich, am Mittwoch, 30. Oktober 2019  im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Viel Betrieb vor FCZ-Torhüter Yanick Brecher. Bild: KEYSTONE

YB lässt FCZ keine Chance ++ Basel siegt in extremis ++ Cup-Schreck Winti haut Thun raus



Young Boys – Zürich 4:0

Der FC Zürich verpasste in den Achtelfinals des Schweizer Cups den Coup gegen Meister Young Boys. Die Berner setzten sich im Stade de Suisse auch aufgrund der grösseren Effizienz einmal mehr mit 4:0 durch.

Die Gäste aus Zürich büssten in Bern für kleine Fehler hart. Ein ungenauer Rückpass von Simon Sohm eröffnete Nicolas Moumi Ngamaleu in der siebten Minute die Möglichkeit zum 1:0, dieser liess sich die Chance alleine vor Yanick Brecher nicht entgehen. Als sich die Gäste bereits in der Pause wähnten, schlug Christian Fassnacht (45.) nach einem Corner zu und erzielte per Kopf das 2:0. Der Zürcher in Reihen der Berner sorgte damit vor der Pause einen herben Dämpfer bei den Gästen, die sich für einen grossen Aufwand nicht hatten belohnen können.

Das Team von Ludovic Magnin, der die Partie aufgrund einer Sperre von der Tribüne aus beobachten musste, hätte vor der Pause durchaus auch Tore erzielen können - oder in Person von Blaz Kramer gar müssen. Nach 20 Minuten hatte der 23-jährige Slowene, der noch am Sonntag beim 3:2-Sieg gegen Basel zum Matchwinner avanciert war, den Ausgleich auf dem Fuss. Sein Schuss aus rund acht Metern geriet allerdings zu ungenau, um den stark aufspielenden YB-Goalie David von Ballmoos zu bezwingen.

Young Boys - Zürich 4:0 (2:0)
13'547 Zuschauer. - SR Jaccottet. -
Tore: 7. Moumi Ngamaleu 1:0. 45. Fassnacht 2:0. 73. Sörensen 3:0. 91. Nsame 4:0.
Young Boys: Von Ballmoos; Janko (81. Lotomba), Sörensen, Zesiger, Garcia; Fassnacht, Gaudino, Aebischer; Moumi Ngamaleu (79. Spielmann); Assalé (76. Bürgy), Nsame.
Zürich: Brecher; Rüegg, Nathan, Omeragic, Kololli; Domgjoni, Sohm (68. Popovic); Tosin, Marchesano (79. Janjicic), Schönbächler; Kramer (64. Ceesay).
Bemerkungen: Young Boys ohne Camara, Hoarau, Lauper, Lustenberger, Martins, Sierro und Sulejmani (alle verletzt). Zürich ohne Aliu, Charabadse, Hekuran Kryeziu, Mirlind Kryeziu, Winter und Mahi (alle verletzt). (sda)

Lausanne Ouchy – Basel 1:2

Titelverteidiger FC Basel mühte sich in die Cup-Viertelfinals. Beim Unterklassigen Stade Lausanne-Ouchy drehten die Basler die Partie nach einem 0:1 Rückstand in den Schlussminuten zum 2:1.

Mit letzter Not verhinderten die Basler die Fortsetzung einer schwarzen Woche. Am Sonntag hatte das Team von Marcel Koller nach der 2:3-Niederlage beim FC Zürich in der Meisterschaft die Tabellenführung an die Young Boys abtreten müssen, im Cup verhinderten die Basler einen noch schlimmeren Dämpfer nur mit viel Mühe. Fabian Frei (76.) und Noah Okafor in der letzten Minute der Nachspielzeit drehten die Partie für den grossen Favoriten, nachdem Allan Eleouet die Heimmannschaft nach einer Stunde in Front gebracht hatte.

Stade-Lausanne-Ouchy's forward Allan Eleouet, center, celebrates his goal with teammates defender Jeremy Maniere, left, and midfielder Michael Perrier, right, after scoring the 1:0, during the Swiss Cup Round of 16 between FC Stade-Lausanne-Ouchy and FC Basel, at the Stade de Colovray stadium, in Nyon, Switzerland, Wednesday, October 30, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Die Tore in Nyon kamen erst nach den Interventionen der beiden Trainern zustande. Während mit Eleouet und Okafor zwei Joker trafen, ging auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Fabian Frei auf einen eingewechselten Spieler zurück. Der 20-jährige FCB-Angreifer Edon Zhegrova war nach schöner Einzelleistung für den entscheidenden Pass auf Frei zuständig.

Stade Lausanne-Ouchy - Basel 1:2 (0:0)
Nyon. - 750 Zuschauer. - SR Klossner. -
Tore: 63. Eleouet 1:0. 75. Frei 1:1. 93. Okafor 1:2.
Basel: Nikolic; Widmer, Cömert, Alderete, Riveros; Xhaka, Frei; Stocker (78. Pululu), Zuffi (63. Zhegrova), Bua (65. Okafor); Ademi.
Bemerkungen: Basel ohne Omlin, Van Wolfswinkel, Kuzmanovic, Ramires (alle verletzt). (sda)

Winterthur – Thun 1:0

Der FC Thun fand auch im Cup nicht zurück zum Erfolg. Das Schlusslicht der Super League unterlag im Achtelfinal dem FC Winterthur, dem Vierten der Challenge League, mit 0:1.

Für die Thuner wird die Lage immer unangenehmer. In den letzten zweieinhalb Monaten konnten die Berner Oberländer nur zweimal gewinnen, jeweils im Cup gegen Unterklassige. Auf der Winterthurer Schützenwiese reichte es diesmal aber auch gegen den zweitklassigen FCW nicht zum Sieg. Davide Callà sorgte in der 36. Minute mit einem intelligenten Abschluss für den entscheidenden Treffer. Die Winterthurer eliminierten damit nach St. Gallen den zweiten Super-League-Verein in dieser Cup-Saison.

Der Winterthurer Davide Calla jubelt nach dem 1-0  beim Fussball-Cup 1/8-Finalspiel FC Winterthur gegen den FC Thun in Winterthur am Mittwoch, 30. Oktober 2019.    (KEYSTONE/Walter Bieri)

Matchwinner Davide Calla. Bild: KEYSTONE

Thun stellte sich auf dem schwer bespielbaren Rasen dem Kampf, zeigte aber Schwächen in der Offensive. Erst nach der Pause erspielten sich die Thuner gute Möglichkeiten, die beste vereitelte Winterthurs Goalie Raphael Spiegel in der 49. Minute nach einem Kopfball von Simone Rapp. In den meisten Fällen stoppten die Winterthurer die Angriffe des Favoriten aber frühzeitig. Selber machten sie nach der Pause nur noch wenig fürs Spiel, hätten aber in den Schlussminuten nach zwei Kontern zum 2:0 kommen können. (sda)

Winterthur - Thun 1:0 (1:0)
5100 Zuschauer. - SR Hänni. -
Tor: 36. Callà 0:1.
Thun: Hirzel; Gelmi (66. Karlen), Havenaar, Sutter; Glarner, Tosetti, Stillhart, Castroman, Kablan (77. Hefti); Rapp (79. Munsy), Chihadeh.
Bemerkungen: Thun ohne Hediger, Ziswiler, Bigler, Salanovic (alle verletzt) und Righetti (krank). Verwarnungen: 21. Havenaar. 30. Kablan. 38. Sutter. 57. Stillhart. 81. Callà. 83. Hefti (alle Foul). (sda)

GC – Luzern 0:1

Der FC Luzern qualifizierte sich ohne zu brillieren für die Viertelfinals des Schweizer Cups. Bei Absteiger Grasshoppers setzten sich die Innerschweizer dank einem späten Tor von Stürmer Blessing Eleke 1:0 durch.

Acht Minuten vor Schluss nutzte Eleke einen der seltenen unorganisierten Momente in der GC-Abwehr zum Lucky Punch für den Oberklassigen. Eine Flanke von Ibrahima Ndiaye wurde von der GC-Abwehr nicht resolut genug geklärt, der Ball fand via Otar Kakabadse und GC-Goalie Mirko Salvi den Kopf des 23-jährigen Nigerianers, der den Ball per Kopf ins Tor bugsierte. Es war der späte Höhepunkt einer Partie, die wenig Sehenswertes geboten hatte.

Ein Klassenunterschied war im Letzigrund jedenfalls kaum auszumachen, weil das Heimteam die spielerischen Defizite durch ein gut funktionierendes Kollektiv kompensierte. Nur zweimal hatten sich die Grasshoppers vor der Pause mit Gefahr konfrontiert gesehen. Nach zehn Minuten, als sich Luzerns Angreifer Ndiaye im Duell mit GC-Goalie Mirko Salvi fallen liess – und Schiedsrichter Lionel Tschudi erst nach Konsultation der Videobilder seinen Penaltypfiff zurücknahm. Das zweite Mal zehn Minuten vor der Pause bei einem Lattenkopfball des späteren Matchwinners Eleke. (sda)

Grasshoppers - Luzern 0:1 (0:0)
2976 Zuschauer. - SR Tschudi. -
Tor: 83. Eleke 0:1.Luzern: Müller; Kakabadse, Knezevic, Lucas, Sidler; Voca, Grether; Males (78. Matos), Ndiaye, Eleke; Margiotta (89. Mistrafovic).
Bemerkungen: Luzern ohne Schwegler, Ndenge, Schulz, Arnold und Binous (alle verletzt). 36. Lattenkopfball Eleke. (sda)

Linth 04 – Sion 0:2

Der FC Sion qualifizierte sich dank dem 2:0 beim Erstligisten Linth für die Viertelfinals. Pajtim Kasami traf in der starken Anfangsphase der Walliser und machte in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer alles klar. Der 13-fache Cupsieger hatte nach der Pause den Match unter Kontrolle. Die besten Möglichkeiten zu einem Treffer boten sich dem Aussenseiter in der ersten Halbzeit: In der 22. Minute flog ein Schuss von Dejan Ilic nur knapp am Tor vorbei und nach einer guten halben Stunde hielt Sions Keeper Anton Mitrjuschkin einen Kopfball von Amar Sabanovic stark. (sda)

Sions Pajtim Kasami, links, umschlungen mit Linth's Filip Brezina, im 1/8-Finalspiel des Schweizercup zwischen dem FC Linth 04 und dem FC Sion, am Mittwoch, 30. Oktober 2019, in Glarus. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Pajtim Kasami kam auch bei schwierigen Bedingungen gut zurecht. Bild: KEYSTONE

Linth 04 - Sion 0:2 (0:1)
2700 Zuschauer. - SR Fähndrich. -
Tore: 10. Kasami (Lenjani) 0:1. 97. Kasami 0:2.
Sion: Mitrjuschkin: Maceiras, Ndoye, Abdellaoui, Lenjani; Zock (89. Facchinetti), Toma; Kasami, Grgic (75. Kouassi), Fortune; Doumbia (66. Uldrikis).
Bemerkungen: Sion ohne Sion ohne Rafael, Fickentscher und Khasa (alle verletzt). 45. Pfosten-Kopfball von Doumbia. 92. Gelb-Rote Karte gegen Ismaili (Linth). Verwarnungen: 12. Lenjani. 47. Kasami. 83. Uldrikis (alle Foul). (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

Schiedsrichter testen Videoassistenten VAR in der Praxis

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Brettspiel 31.10.2019 09:36
    Highlight Highlight Wenn die Tessiner Fernseh Zuschauer, eines Deutschschweizer Cuppduells, mehr zählen als die Fans im Stadion.
    Benutzer Bild
  • MitchBitch 31.10.2019 03:22
    Highlight Highlight Was die Berner alle 3 Tage mit all diesen Verletzten, und ohne gross rotieren zu können auf den Platz bringen ist schon ziemlich beeindruckend… 💛🖤
  • cada momento 30.10.2019 23:50
    Highlight Highlight linth 04 - sion ... 2700 zuschauer
    gc - fc luzern ... 2976 zuschauer

    rekordverdächtige besucherzahlen bei beiden spielen, aber im glarus dürft ihr euch freuen!
  • LarsBoom 30.10.2019 22:09
    Highlight Highlight Winti muss jetzt noch die Zürcher ehre im Cup retten!
    • Bullet-Tooth-Joni 31.10.2019 05:24
      Highlight Highlight Winti?!? Zürcher?!? Prinzip nicht verstanden.

      Ich jedenfalls kenne keinen Winterthurer der sich ernsthaft als Zürcher bezeichnen würde! Vor allem nicht als Fussballfan!

      Winti = gelebte Fussballkultur
      FCZ = erbärmliche, wohlstandsverwahrloste Knallwürstchen
      GC = nostalgischer Pseudo-Mob
    • Hipster mit Leggins 31.10.2019 09:48
      Highlight Highlight @jonas das getraust Du Dich auch nur in der Kommentarspalte herumzuposaunen. Sag' das mal vor der Aggro-Baseballschläger-PseudoHool-Fascho-Südkurve...
    • Bullet-Tooth-Joni 31.10.2019 12:07
      Highlight Highlight @HippsterMitLeggins:
      Nö! Das hab ich auch schon mit Mitgliedern der mittlerweile beschränktesten Kurve der Schweiz diskutiert! Einige ältere Mitglieder sind selbst ratlos und wissen nicht wie sie die Sache wieder in den Griff kriegen sollen...

      Deshalb funktioniert die Selbstregulierung in der Südkurve auch üüüüberhaupt nicht, die älteren Mitglieder werden nicht mehr respektiert und die Kurvenkultur geht komplett flöten! War auch beim FCZ nicht immer so...
    Weitere Antworten anzeigen

Kommentar

Das Ende der Berner Sportwelt wie wir sie kannten

Die Berner Kantonsregierung verbietet bis auf Weiteres Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen. Es ist das Ende des Berner Sportes mit den SCL Tigers, dem SC Bern, Biel und YB. Dieser Alleingang der Berner lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Eine Regierung dreht durch.

Zuerst einmal ein paar Reaktionen auf den Alleingang der Berner. Hockey-Ligadirektor Denis Vaucher ist fassungslos. «Wir haben alle Schutzkonzepte umgesetzt und es hat bei den Spielen nicht das kleinste Problem gegeben. Weil die Berner Regierung den Ausbau des Contact-Tracing verschlafen hat, gibt es nun diese Regelung.»

Wie es weiter geht, wird erst im Laufe des Montags bekannt. Die Klubs brauchen Zeit, um zu entscheiden, wie sie mit diesem Verbot von Fussball und vor allem von Hockey auf Berner …

Artikel lesen
Link zum Artikel