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Super League: YB feiert den 17. Meistertitel der Klubgeschichte

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So feierte YB den 17. Meistertitel der Klubgeschichte
YB hat mal wieder geschafft! Die Berner Young Boys holen den 17. Meistertitel der Klubgeschichte, den sechsten in den letzten sieben Jahren.
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«Nie selbstverständlich» – YB feiert ausgelassen den 17. Meistertitel der Klubgeschichte

Nun steht es auch mathematisch fest: Die Young Boys sind zum 17. Mal Schweizer Meister. Den letzten Schritt machen sie mit einem 1:0-Auswärtssieg bei Servette.
20.05.2024, 20:2020.05.2024, 21:34
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Selbst der Stadion-DJ hatte wohl das Gefühl, er müsse die Akteure irgendwie wachrütteln. Als die 22 Spieler nach der Pause aufs Feld zurückkamen, liess er «We Will Rock You» aus den Lautsprechern dröhnen. Nützen tat es wenig die Partie blieb flau und hatte auch wegen einiger geschonter Spieler etwas von Kehrausstimmung.

Den Young Boys konnte dies herzlich egal sein. Nachdem sie den Meistertitel bereits am letzten Donnerstag nach jedem menschlichen Ermessen eingetütet hatten, reichte ein Punkt, um diesen auch rechnerisch sicherzustellen – respektive auch gar keine mehr, da Lugano in Zürich schon früh im Rückstand lag.

Maximaler Ertrag mit minimalem Aufwand

Und am Ende waren sie eben einmal mehr das kleine Quäntchen effizienter und abgeklärter als der Gegner. Sie kamen nicht im Schlafwagen zum Titel, sondern verdienten sich mit einer Standardsituation sogar noch den Auswärtssieg bei einem der lange Zeit härtesten Konkurrenten. In der 73. Minute war es Innenverteidiger Mohamed Camara, der eine Cornerflanke von Lukas Lakomy mit dem Kopf verwertete.

Es war einer von nur wenigen Höhepunkten. Für Feuerwerk hatten im halbleeren Stade de Genève mehrheitlich nur die rund 2500 nach Genf gereisten YB-Fans gesorgt. Auch sonst versammelte sich auf der Tribüne deutlich mehr Weltklasse als auf dem Rasen. Novak Djokovic, der am Mittwoch seinen ersten Einsatz beim Geneva Open haben wird, dürfte vom Gebotenen nicht übermässig beeindruckt gewesen sein.

Die Stimmen zum YB-Titel

David von Ballmoss:

«Die letzten Wochen hat wir einige Chancen, heute haben wir den Sack endlich zugemacht. Das können wir nun in vollen Zügen geniessen. Unsere Fans sind unglaublich, so viele haben den Weg hierher auf sich genommen. Jetzt freuen wir uns auf die Heimreise nach Bern. Ich hoffe, der Tag geht noch lange und endet möglichst spät.»
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Fabian Lustenberger:

«Sicher speziell, so aufzuhören. Es ist unglaublich viel Genugtuung, Stolz und Freude dabei. Nächste Woche haben wir noch das Heimspiel. Es wird sicher eine ruhige Woche, wir müssen nicht mehr rechnen. Aber am nächsten Samstag wird es sicher noch einmal emotional.»
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Sandro Lauper:

«Ich bin unglaublich froh, mir fehlen gerade etwas die Worte. Es ist eine grosse Genugtuung, dass wir am Ende doch wieder die beste Mannschaft der Schweiz sind, denn wir mussten oft auch unten durch.»
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Joël Magnin (Trainer):

«Die Mannschaft hat in den letzten zwei Monaten das umgesetzt, was ich von ihr verlangt habe. Jetzt lassen wir es krachen. Ich möchte auch Raphael Wicky zu seiner Arbeit gratulieren, er war über zwei Drittel der Saison fürs Team verantwortlich. Als wir übernommen haben, haben wir ein paar Prinzipien verändert. Aber die Mannschaft hat das gut aufgenommen. Die Mentalität innerhalb des Teams war toll.»
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Cedric Itten:

«Fantastisch! Jetzt haben wir es endlich geschafft und müssen nicht mehr rechnen. Alle sind mega happy, denn ein Titel ist nie selbstverständlich. Lusti und Loris sind beim Feiern meistens im Lead. Ich lasse mich überraschen und freue mich auf das, was kommt.»
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Mohamed Camara:

«Wir wussten, dass wir nochmals eine gute Leistung zeigen müssen, um den Titel heute feiern zu können. Das haben wir gemacht, haben uns gegenseitig Kraft gegeben. Jetzt geniessen wir es, mit den Fans hier und später auch in Bern feiern zu können.»
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Der Genfer Anthony Racioppi im YB-Tor musste praktisch gar nie eingreifen, bei Bendeguz Bollas vermeintlichem Treffer in der 22. Minute war der Flankengeber Stevanovic im Offside gestanden. Auf der Gegenseite war YB nach nur 86 Sekunden der Führung nahe gekommen, als Joel Mvuka scharf zur Mitte flankte und Anthony Rouiller den Ball an den eigenen Pfosten lenkte. Später zischte auch noch ein Freistoss von Kastriot Imeri knapp am Genfer Tor vorbei.

Servette ging die Luft aus

Mehr brauchte YB allerdings auch nicht zu tun, nach einer schwierigen Saison mit einer Trainerentlassung ist man zum sechsten Mal in den letzten sieben Jahren Meister. Servette ging am Ende einer guten Saison die Luft etwas aus - ausserdem lag der Fokus vielleicht bereits auf dem Cupfinal gegen Lugano.

Das Telegramm

Servette - Young Boys 0:1 (0:0)
13'224 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 73. Camara (Lakomy) 0:1.
Servette: Frick; Magnin, Rouiller, Bronn, Mazikou; Douline (46. Tsunemoto), Ondoua; Bolla (67. Antunes), Stevanovic, Cognat; Nishimura (58. Guillemenot).
Young Boys: Racioppi; Janko, Camara, Husic, Persson (74. Ugrinic); Lakomy (74. Niasse), Lauper (80. Lustenberger); Mvuka (46. Colley), Imeri (65. Ganvoula); Elia, Itten.
Bemerkungen: Verwarnungen: 87. Niasse. (pre/sda)

Die Tabelle

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lowend
20.05.2024 20:41registriert Februar 2014
Herzliche Gratulation ins Wankdorf! YB hat es wieder geyoungboyst. Let's get the party started! 💛🖤
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Frank Kraschinsky-Rickenbacker
20.05.2024 21:01registriert Mai 2024
Cedric Itten hätte sich eine Nomination in den Schweizer Kader mehr als verdient. Er ist ein Spieler, der auf dem Boden geblieben ist und in vielen Spielen entscheidend gewesen ist. YB soll trotzdem den Titel feiern. Sie waren die Besten und haben die Meisterschaft verdient.
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