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PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi und Kylian Mbappé.
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi und Kylian Mbappé.Bild: keystone

Mbappé über den PSG-Verbleib, ein Telefonat mit Reals Perez und den FC Liverpool

Kylian Mbappé wollte unbedingt zu Real Madrid wechseln. Zumindest letztes Jahr. In diesem Sommer hätte der Franzose ablösefrei gehen können und verlängerte nun doch in Paris. An einer Medienkonferenz erklärte der Stürmerstar seinen Sinneswandel.
24.05.2022, 10:4424.05.2022, 12:37

Es war die Transfer-Posse des vergangenen Sommers. Kylian Mbappé wollte von Paris Saint-Germain zu Real Madrid wechseln. Doch PSG schob dem Wechsel einen Riegel vor, schliesslich hatte der damals 22-jährige Superstar noch einen bis 2023 dotierten Vertrag. Da reichte auch die von Real angebotene Ablösesumme von 100 Millionen Euro nicht.

Nun sitzt Mbappé mit Präsident Nasser Al-Khelaifi an einer eigens wegen seiner Vertragsverlängerung einberufenen Pressekonferenz, strahlt in die Kameras und erklärt: «Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich heute hier sitze.» Dass er die Pariser im Sommer 2021 verlassen wollte, daraus macht er kein Geheimnis: «Die bestmögliche Entscheidung damals war für mich, zu gehen.»

Diese Entscheidung hat Kylian Mbappé nun revidiert. Er hat seinen Vertrag am Wochenende bis 2025 verlängert. An der Medienkonferenz erklärt der Franzose die Gründe für seinen plötzlichen Sinneswandel.

Kylian Mbappé über ....

... den Grund für seine Entscheidung

«Der Kontext ist jetzt anders. Dazu gehören natürlich die sportlichen Bedingungen. Am sportlichen Projekt hat sich etwas geändert.»

... seine Heimat

«Es ist mir auch wichtig, in Frankreich zu bleiben, wo ich aufgewachsen bin – das ist ein sentimentaler Aspekt. (...) Ich hoffe, dass die Real-Fans verstehen, dass ich in meinem Land bleiben möchte. Ich bin Franzose und als Franzose möchte ich hierbleiben und den Verein und die Liga voranbringen.»
Ist bei PSG wieder glücklich: Kylian Mbappé.
Ist bei PSG wieder glücklich: Kylian Mbappé.Bild: keystone

... seine Teamkollegen

«Bei PSG spielen viele sehr gute Spieler, aber bei Real auch. Das sind beides grosse Clubs, einzelne Spieler haben bei der Entscheidung nicht den Ausschlag gegeben. Mit solchen Spielern zusammenzuspielen, ist das, was ich immer wollte.»

... das Kapitäns-Amt

«Ich will mehr Verantwortung auf dem Feld übernehmen, habe aber keine Ambitionen, Kapitän zu werden. Das hat keine Priorität für mich. Es gibt in jeder Mannschaft nur einen Kapitän, unserer ist Marquinhos. Ich muss nicht Kapitän sein, um Verantwortung zu übernehmen.»
Captain Marquinhos und Mbappé.
Captain Marquinhos und Mbappé.Bild: keystone

... die Diskussionen um die Bildrechte

«Wir haben monatelang über das sportliche Projekt gesprochen und ein paar Minuten über die Bildrechte. Im Sponsoring hat sich viel geändert, in der Welt des Fussballs hat sich viel geändert. Ich will meine Karriere so gut managen wie möglich, nicht den Fussball revolutionieren.»

Hintergrund der Frage zu den Bildrechten war die Tatsache, dass diverse Medien berichteten, dass Real Madrid Mbappé die Bildrechte komplett überlassen würde, PSG allerdings nicht bereit gewesen sei, ihm diese ebenfalls komplett zu überlassen.

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi zum Thema

«Wir hatten nie ein Problem mit Kylian und seinen Bildrechten. Es gibt eine starke Verbindung zwischen dem besten Spieler der Welt und dem Club. Das können Sie jetzt noch nicht verstehen, aber in Zukunft werden Sie das.»
Nasser Al-Khelaifi spricht von einer starken Verbindung von Mbappé zu PSG.
Nasser Al-Khelaifi spricht von einer starken Verbindung von Mbappé zu PSG.Bild: keystone

... der Zeitpunkt seiner Entscheidung

«Die endgültige Entscheidung ist erst letzte Woche gefallen. Ich habe die Entscheidung der Mannschaft nicht mitgeteilt, weil der Verein es nicht wollte. Wir wollten es geheim halten, als Überraschung. Es war dann nicht mehr die ganz grosse Überraschung, weil ihr (die Journalisten, die Red.) es herausgefunden habt.»

... seine Zukunft ab 2025

«Wenn ich etwas im Fussball gelernt habe, dann, dass man nicht zu weit vorausschauen darf. Ich schaue jetzt nur auf meinen neuen Vertrag und fokussiere mich auf unser neues Projekt, auf eine neue Ära für den Verein, auf die nächsten drei Jahre. Aber ich weiss nicht, wo ich danach sein werde.»

In einem Interview mit «BBC Sport» erzählte Mbappé zudem von ...

... seinem Gespräch mit Real-Präsident Florentino Perez

«Als ich meine Entscheidung letzte Woche getroffen habe, rief ich als erstes Real-Präsident Florentino Perez an. Denn ich habe viel Respekt für ihn und den Club und wollte ihm persönlich mitteilen, dass ich nicht kommen werde. Um ein grosser Spieler zu sein, muss man ehrlich sein.»
Real-Madrid-Präsident Florentino Perez muss vorerst ohne Mbappé planen.
Real-Madrid-Präsident Florentino Perez muss vorerst ohne Mbappé planen.Bild: keystone

... einer möglichen Zukunft bei Real Madrid

«Der Traum Real Madrid ist nie vorbei. Das einzige ist, dass ich jetzt einen Vertrag für weitere drei Jahre unterschrieben habe. Du weisst nie, was in der Zukunft passiert. Ich habe aufgehört, an die Zukunft zu denken und nur noch an die Gegenwart.»

Bei «Telegraph Football» verriet Mbappé zudem, dass er auch ...

... mit Liverpool verhandelte

«Es waren nicht bloss Real Madrid und PSG. Ich war auch in Gesprächen mit Jürgen Klopp und Liverpool. Ich habe mit Liverpool gesprochen, weil es der Lieblingsklub meiner Mutter ist. Sie liebt Liverpool. Ich weiss nicht weshalb, da müsst ihr sie fragen.»

Dem französischen Sender TF1 verriet Mbappé, dass er auch mit ...

... Macron und Sarkozy gesprochen hat

«Emmanuel Macron und Nicolas Sarkozy haben mir geraten, in meinem Land weiterzumachen und weiter die Geschichte von PSG zu schreiben. Aber vor allem war es trotzdem meine Entscheidung. Ich bin froh über diese Entscheidung.»
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