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epa09109379 Switzerland's Ruben Vargas (3-L) celebrates with teammates after scoring the 2-2 equalizer during the International Friendly soccer match between Switzerland and Finland in St. Gallen, Switzerland, 31 March 2021.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Vargas (11) war kaum auf dem Platz, da hatte er zum 2:2 ausgeglichen. Bild: keystone

Mit den Wechseln kam die Wende – die Schweiz schlägt Finnland knapp

Der Schweizer Nationalmannschaft gelingt im EM-Jahr 2021 der dritte Sieg im dritten Spiel. Nach den beiden Erfolgen zum Auftakt der WM-Qualifikation schlägt die SFV-Auswahl in einem unterhaltsamen Testspiel den EM-Teilnehmer Finnland 3:2.



Die eingewechselten Ruben Vargas mit einem satten Schuss aus gut 16 Metern (57.) und Haris Seferovic mit einem Kopfball (86.) drehten nach der Pause die Partie zugunsten der Schweiz und sorgten dafür, dass die Mannschaft von Vladimir Petkovic ihre schwarze Serie in Testspielen beendete. In den zuvor vier Nicht-Wettbewerbsspielen seit der WM 2018 in Russland hatte die Schweiz immer den Kürzeren gezogen: gegen England (0:1), Katar (0:1), Kroatien (1:2) und Belgien (1:2).

Wie in den beiden Spielen der WM-Qualifikation gegen Bulgarien (3:1) und Litauen (1:0) gingen die Schweizer auch gegen Finnland früh in Führung, Mario Gavranovic traf in der 21. Minute nach Vorarbeit von Xherdan Shaqiri und Djibril Sow zum 1:0. Zur Pause lag das Heimteam aber entgegen dem Spielverlauf zurück. Zwei Fehler in der Defensive nützten die Finnen eiskalt aus.

Der Treffer von Vargas zum 2:2. Video: SRF

«Drei Siege in drei Spielen, das ist top! Das sind Spiele, in denen man sich zeigen kann. Ich freue mich, dass es bei mir mit einem Tor geklappt hat. Von mir verlangt der Trainer, dass ich ins Eins-gegen-Eins gehe. Das ist auch meine Stärke. Das Team hat mich von Anfang an gut aufgenommen, die Mitspieler sagten mir immer, ich solle mir etwas zutrauen. Ja, vielleicht habe ich mittlerweile auch ein etwas anders Standing und traue mir noch mehr zu.»

Ruben Vargas, Torschütze

In Abwesenheit von Teemu Pukki – der finnische Top-Torschütze kam erst in der Schlussphase zu einem Kurzeinsatz – traf Joel Pohjanpalo zweimal für die Gäste, die im Juni ihre Premiere an einer EM-Endrunde feiern werden. Zuerst traf der Stürmer von Union Berlin per Kopf (30.), zehn Minuten später verwandelte er einen Foulpenalty souverän.

Shaqiri als Antreiber

In den Offensive vermochte die SFV-Auswahl besser zu gefallen. Unmittelbar nach dem 1:1 traf Gavranovic aus kurzer Distanz nur den Aussenpfosten, zudem vergab Zuber zweimal aus aussichtsreicher Position. Kurz vor dem 2:2 hatte bereits Denis Zakaria den Ausgleich auf dem Fuss.

Bei allen gefährlichen Schweizer Aktionen vor der Pause hatte Shaqiri die Füsse im Spiel. Der Liverpool-Spieler war sowohl beim 3:1 in Sofia (zwei Assists) sowie mit seinem Tor beim 1:0 gegen Litauen spielentscheidend. Gegen Finnland schien ihn die Captain-Binde in seinem 89. Länderspiel zusätzlich zu beflügeln. Er zeigte sich spielfreudig und war sich auch nicht zu schade, defensive Arbeit zu verrichten. Dass er den Corner verursachte, der zum 1:1 führte, war ein Schönheitsfehler.

Switzerland's players with scorer Mario Gavranovic and captain Xherdan Shaqiri, from left, cheer after scoring during a friendly soccer match between Switzerland and Finland, at the Kybunpark stadium in St. Gallen, Switzerland, Wednesday, March 31, 2021. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Torschütze Gavranovic feiert mit Shaqiri das 1:0. Bild: keystone

Shaqiri war bei Spielbeginn neben Nico Elvedi der einzige Spieler, der bereits gegen Litauen in der Startaufstellung gestanden hatte, sie wurden in der Pause durch Granit Xhaka und Manuel Akanji ersetzt. Von Petkovics unbestrittenen Stammspielern kam nach gut einer Stunde auch noch Seferovic ins Spiel, der seinen Kurzeinsatz mit dem 21. Treffer im 73. Länderspiel krönte.

«Ich bin zufrieden, wie es gelaufen ist. Wir haben ein paar Fehler gemacht, aber alles in allem war es ein positives Spiel. Der Sieg ist das Wichtigste, aber ich bin auch froh, dass ich ein weiteres Tor für die Schweiz erzielt habe. Wenn viele Spieler das erste Mal zusammenspielen, kann das schwierig sein. Aber bei uns sind viele schon lange dabei, deshalb hatten wir keine grossen Probleme. Wir kennen die Ideen des Trainers schon lange, es sind seit vielen Jahren die gleichen. Ich akzeptiere meine Rolle. Ich habe gelernt, dass ich nichts mache, wo ich nichts beeinflussen kann. Was ich aber machen kann: Mich vorbereiten, damit ich bereit bin, wenn ich gebraucht werde.»

Mario Gavranovic, Torschütze

Nicht alle Ergänzungsspieler nutzen ihre Chance

Von der zweiten Garde vermochten in erster Linie die Torschützen Gavranovic und Vargas sowie Christian Fassnacht zu gefallen. Der YB-Spieler bereitete beide Tore nach der Pause vor. Eray Cömert und Jonas Omlin sahen beim ersten Gegentreffer nicht gut aus, Djibril Sow gab zwar den Assist zum 1:0, verschuldete aber mit einem Ballverlust und einem ungestümen Einsteigen im Strafraum das 1:2. Loris Benito zeigte links in der Dreierkette eine solide Leistung, Edimilson Fernandes blieb unauffällig.

Die Live-Highlights der Partie. Video: SRF

Für die Schweiz war es der letzte Test, bevor es ernst gilt. Beim nächsten Zusammenzug nimmt die SFV-Auswahl in der letzten Mai-Woche die unmittelbare Vorbereitung auf die EM in Angriff. Dann stehen noch zwei Testspiele gegen die USA und Liechtenstein an, bevor die Nationalmannschaft in der EM-Vorrunde auf Wales, Italien und die Türkei trifft.

Schweiz – Finnland 3:2 (1:2)
St.Gallen. – SR Schüttengruber (AUT)
Tore: 21. Gavranovic (Sow) 1:0. 30. Pohjanpalo 1:1. 40. Pohjanpalo (Foulpenalty/Foul Sow an Valakari) 1:2. 57. Vargas (Fassnacht) 2:2. 86. Seferovic (Fassnacht) 3:2.
Schweiz: Omlin; Elvedi (46. Akanji), Cömert, Benito; Zakaria (55. Vargas); Mbabu (46. Xhaka), Sow (76. Widmer), Fernandes, Zuber; Shaqiri (46. Fassnacht); Gavranovic (67. Seferovic).
Finnland: Jörönen (46. Mäenpää); Soiri, Ivanov, Ojala, O’Shaughnessy, Pirinen; Valakari (77. Schüller), Lam (65. Kamara), Taylor; Pohjanpalo (77. Pukki), Forss (65. Lod).
Bemerkungen: Schweiz ohne Schär, Steffen, Mehmedi und Omeragic (alle verletzt) sowie Sommer (private Gründe). 31. Pfostenschuss von Gavranovic. Verwarnungen: 44. Valakari (Foul). 68. Xhaka (Reklamieren). (ram/sda)

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