Was Trump von der Teilnahme des Irans an der Fussball-WM in den USA hält
Der Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich seit dem Wochenende im Krieg gegeneinander. Es sei «unwahrscheinlich», dass man sich aufgrund dieser Tatsache auf die Weltmeisterschaften freuen könne, sagte Irans Fussballverbandspräsident deshalb.
Ein freiwilliger Rückzug hätte womöglich finanzielle Folgen für den Iran. Denkbar wäre auch ein Ausschluss durch die FIFA.
US-Präsident Donald Trump hat in dieser Frage offiziell nichts zu sagen. Wobei jeder um seine hervorragende Beziehung zu FIFA-Boss Gianni Infantino weiss.
Trump sagte nun zum US-Nachrichtenportal «Politico», was er von einer WM-Teilnahme des Irans hält. «Es ist mir wirklich egal», meinte der 79-Jährige. «Ich denke, der Iran ist ein sehr schwer angeschlagenes Land. Sie laufen auf Reserve.»
Dem Iran wurden bei der Auslosung der WM-Gruppen im Dezember drei Partien an der amerikanischen Westküste beschert. Im Grossraum Los Angeles stehen die Duelle mit Neuseeland und Belgien an, zum Abschluss geht es in Seattle gegen Ägypten.
Jenes Spiel war noch vor der Auslosung zum «Pride Match» ernannt worden, was hinterher weltweit für Schlagzeilen sorgte. Schliesslich sind der Iran und Ägypten zwei Länder, in denen es um die Menschenrechte von Personen der LGBTQ-Gemeinschaft schlecht steht.
Eine FIFA-Veranstaltung in Atlanta in dieser Woche liefert möglicherweise einen Hinweis über eine iranische WM-Teilnahme. Alle beteiligten Verbände hatten die Einladung an eine Planungssitzung angenommen – nur der Iran fehlte. Angesichts der aktuellen Situation hätte eine Teilnahme allerdings eine grössere Überraschung als das Fernbleiben dargestellt. (ram)
