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UEFA-Regel zwingt Bodö/Glimt zu einminütiger Busfahrt

epa11624432 Jens Petter Hauge of Bodo/Glimt celebrates scoring the 3-1 goal during the UEFA Europa League soccer match between Bodo/Glimt and FC Porto, in Bodo, Norway, 25 September 2024. EPA/Mats Tor ...
Bodö/Glimt überraschte zum Europa-League-Auftakt den FC Porto.Bild: keystone

UEFA-Regel zwingt Bodö/Glimt zu einminütiger Busfahrt

Eine UEFA-Regel verursacht für die Fussballer von Bodö/Glimt nun eine kuriose Situation: Sie mussten eine einminütige Busfahrt absolvieren.
27.09.2024, 07:0827.09.2024, 07:08
Ein Artikel von
t-online

Der «grosse» Fussball treibt bisweilen seltsame Blüten, das hat nun auch der «kleine» norwegische Fussball-Meister Bodö/Glimt erfahren. Die Profis aus dem hohen Norden müssen wie alle anderen Kicker in der Europa League im Teambus zu ihren Heimspielen reisen – auch wenn der Anfahrtsweg nur 220 Meter beträgt.

Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Und das sah vor dem Auftakt in der Ligarunde am Mittwoch gegen den FC Porto (3:2) dann so aus: Die Spieler um die Frankfurter Leihgabe Jens Petter Hauge trafen sich zur Abfahrt um 17.05 Uhr vor dem Sitz der Regionalverwaltung – manche reisten mit dem Auto an, andere kamen zu Fuss. Exakt eine Minute später, um 17.06 Uhr, kam der Bus am Aspmyra Stadion an.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/blue Sport

Busfahrt für die TV-Kameras

Warum der ganze Zirkus? «Die UEFA will, dass wir uns versammeln. Deshalb machen wir das so», sagte Teammanager Truls Bjerke dem norwegischen Rundfunk NRK. Wie von der EM oder in der Champions League gewohnt, soll es Ankunftsbilder für die TV-Anstalten geben, mit Fussballern, die aus dem Bus steigen.

Die Kicker nehmen es achselzuckend hin. «Es geht ja um das Gemeinschaftsgefühl, darum, sich zum Spiel zu treffen. Das mit dem Bus ist vielleicht ein bisschen albern, aber so machen wir es uns halt ein bisschen gemütlich in den 30 Sekunden», sagte Verteidiger Villads Nielsen. Linksaussen Hauge ergänzte: «Uns wurde mitgeteilt, dass das nun mal so ist, also verschwenden wir keine weitere Energie darauf.» Aber ist das nicht seltsam? «Ja, aber so ist es halt.»

Zu Ligaspielen gehen einige der Spieler übrigens zu Fuss zum Stadion. Und: Ein Rückfahrticket brauchen sie in der Europa League auch nicht: Die Heimreise nach den Spielen erfolgt «individuell». Dabei dürften die Spieler besonders glücklich gewesen sein, schlugen sie zum Auftakt der Europa-League-Saison doch den grossen FC Porto mit 3:2. (abu/t-online.de)

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