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Claudius Schäfer in Ittigen vor den Medien.
Claudius Schäfer in Ittigen vor den Medien. Bild: keystone

«Mutig und zukunftsgerichtet» – Liga-Boss Schäfer über den neuen Modus

Die Super League besteht ab 2023/24 wieder aus zwölf Teams und der Meister wird künftig in einem Playoff-Final ermittelt. Der Entscheid der Schweizer Profiklubs wird kontrovers diskutiert. Claudius Schäfer, der CEO der Swiss Football League, nimmt Stellung.
20.05.2022, 17:1920.05.2022, 17:38

Über die Debatte

«Die Klubvertreter haben emotional, aber sachlich diskutiert. Es war nie gehässig. Nach der Abstimmung haben sich alle Klubs hinter den demokratisch gefällten Entscheid gestellt und sich bereit erklärt, bei der Vorbereitung der Zukunft mitzuhelfen.»

«Wir haben das Potenzial für zwölf Klubs in der Super League. Und dafür braucht es einen Modus, den wir heute bestimmt haben. Es gibt bei zwölf Teams nur ein Modell mit künstlichem Eingriff.»

Über künstlich erzeugte Spannung

«Das neue Format ist mutig und zukunftsgerichtet. Klar, es kommen auch Risiken auf uns zu, aber das gehört dazu, wenn man Fortschritte erzielen will. Ich möchte klarstellen: Es geht hier nicht um Leben und Tod, sondern um Fussball. Wenn sich nach ein paar Jahren herausstellt, dass wir den falschen Weg eingeschlagen haben, kann man auch wieder auf den heutigen Entscheid zurückkommen.»

Über sportliche Fairness

«Der Klub, der nach 32 Spieltagen auf Rang 10 liegt, muss fünf Spiele gewinnen, um doch noch in den Europacup zu kommen. Wer das schafft, ist tauglich für den K.o.-Wettbewerb, der ihn im Europacup erwartet. Ich denke nicht, dass der neue Modus uns weniger wettbewerbsfähig im Europacup macht.»

Über Erfahrungen anderer Ligen mit einem ähnlichen Modus

«Die Rückmeldungen, die wir von direkt den Ligen, die den Modus verändert haben, erhielten, waren durchwegs positiv. Natürlich kann es sein, dass unter den Klubs die Meinungen unterschiedlich sind. Wir haben erfreulicherweise sehr viele Zuschauer seit dem Ende der Pandemie. Wir glauben, dass die Playoff-Spiele die Stadien füllen werden.»

Über die Gegenwehr der Fans

«2017 haben wir die Fans eingeladen, bei der Ausarbeitung eines neuen Modus mitzumachen. Die Resonanz war sehr gering. Wir von der Liga finden, wirtschaftliche Fragen müssen die Entscheidungsträger in den Klubs behandeln. Sie tragen die finanzielle Verantwortung, nicht die Fans.»

«Bei uns sind viele Wortmeldungen eingetroffen, vor allem negative Voten. Diesen Stimmen haben wir erklärt, warum wir auf dieses Modell gekommen sind. Danach gab es bei vielen Kritikern Verständnis. Die Diskussion ist wichtig. Es gibt natürlich Fans, für die sind Playoffs per se ein rotes Tuch. Das ist schade, können wir aber nicht ändern.»

Bei den meisten Fans kommt der neue Modus schlecht an.
Bei den meisten Fans kommt der neue Modus schlecht an.Bild: imago

Über den Sonderfall FC Vaduz

«Der FC Vaduz, sollte er in Zukunft wieder in der Super League spielen, darf nicht an den Europacup-Playoffs und an Meisterplayoffs teilnehmen. In einem solchen Fall würden die Meisterplayoffs nicht stattfinden.»

Über den TV-Partner

«Wir haben ‹Blue› frühzeitig in die Gespräche mit einbezogen. Die Gespräche liefen sehr gut, weil das neue Modell sehr attraktiv ist. Der aktuelle Vertrag wird durch die Modusänderung nicht verletzt.»

Über die Zukunft der Challenge League

«Wir werden im Herbst über die Zukunft der Challenge League diskutieren. Dann wird es auch um die Auflagen für die Klubs gehen, mit der Möglichkeit, dass künftig mehr Klubs aus der Promotion League in den Profifussball wollen und können.» (ram)

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215 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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The Moose
20.05.2022 12:39registriert März 2019
Ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch etwas mutlos, man hätte auch gleich den Rasen durch ein Eisfeld ersetzen können und den Ball durch eine Gummischeibe.
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Janis11
20.05.2022 12:34registriert Mai 2015
Ich hätte nie gedacht dass sich so eine Idee durchsetzen kann. 12 Teams finde ich ok, aber Playoffs hat mMn nichts mit einer Fussballmeisterschaft zu tun.
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Bringyourlight
20.05.2022 12:33registriert März 2021
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