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LONDON, ENGLAND - AUGUST 04:  A general view during the Men's Football Quarter Final match between  Mexico and Senegal, on Day 8 of the London 2012 Olympic Games at Wembley Stadium on August 4, 2012 in London, England.  (Photo by Ezra Shaw/Getty Images)

Im Londoner Wembley findet der Final der EM 2020 statt.
Bild: Getty Images Europe

9 Fakten zur EM 2020: Sie wird in 13 Ländern gespielt und sogar Liechtenstein könnte dabei sein

Die EM-Endrunde 2020 wird vor allem logistisch kompliziert. Das Turnier wird nämlich in 13 Ländern durchgeführt. Viele Details sind noch unklar – aber erneut werden Fussballzwerge die Qualifikation schaffen.



Wie der Spielplan aussehen soll, will die UEFA ab Dezember diskutieren. Erschwerend für den terminlichen Überblick kommt hinzu, dass vor der nächsten EM auch noch die erste Ausgabe der Nations League über die Bühne geht. Diese Testspiel-Serie soll im Herbst 2018 und im Juni 2019 stattfinden. Die wichtigsten Fragen zu den beiden Anlässen:

Wo findet die EM 2020 statt?

Die UEFA hat 13 Spielorte in 13 Ländern ausgewählt. Die Gruppenspiele sowie Achtel- und Viertelfinals finden über den ganzen Kontinent verteilt statt: In Amsterdam, Baku, Bilbao, Brüssel, Budapest, Bukarest, Dublin, Glasgow, Kopenhagen, München, Rom und St.Petersburg. Die Halbfinals und der Final werden im Wembley in London ausgetragen.

Spielorte EM 2020

In diesen 13 Städten wird 2020 gespielt.
bild: wikipedia

Wer hat wie oft Heimrecht?

Wenn sich ein Team aus einem der zwölf Länder (ausser England/London) für die Endrunde qualifiziert, kann es zwei Gruppenspiele sowie allenfalls einen Achtel- oder Viertelfinal vor eigenem Publikum absolvieren. Pro Gruppe gibt es zwei Spielorte. Die beiden Städte dürften jeweils nach geografischen Gesichtspunkten zusammengeführt werden. Denkbar ist beispielsweise, dass eine Gruppe in Dublin und Glasgow spielen wird, eine andere in Brüssel und Amsterdam.

In welchem Modus wird gespielt?

Es werden sich wieder 24 Teams für die EM qualifizieren. Der Modus bleibt gleich. Dass vier der sechs Gruppendritten in die Achtelfinals kommen, wird also auch in vier Jahren so sein. Womöglich nimmt die UEFA Anpassungen am Spielplan vor, damit keiner der Gruppendritten sportlich benachteiligt wird. Giorgio Marchetti, der Turnierdirektor der EM 2016, sagte zumindest: «Es gibt Dinge, die wir verbessern können.»

Als Gruppendritter zum Titel: Portugals Feier in die Heimat

Wie läuft die Qualifikation für die EM 2020?

Die Qualifikation sieht zehn Gruppen vor (5 x 5 Teams; 5 x 6 Teams). Die zehn Gruppensieger und die zehn Zweiten sind qualifiziert; sie stehen im November 2019 als EM-Teilnehmer fest. Die restlichen vier Plätze werden in Barrage-Spielen im März 2020 ausgespielt. Die insgesamt 16 Teilnehmer an dieser Barrage werden über die Nations League (siehe Punkt 5) ermittelt. Wegen ihr beginnt die EM-Qualifikation nicht im Herbst 2018, sondern erst im Frühling 2019.

Was ist die Nations League?

Die Idee kommt vom suspendierten UEFA-Präsidenten Michel Platini. Er will mit diesem Wettbewerb die Testspiele aufwerten. Die 55 Verbände werden aufgrund des UEFA-Rankings in vier Divisionen eingeteilt. In der Division A und B sind jeweils 12 Teams, die pro Kategorie in vier Gruppen à drei Teams eingeteilt werden. Die Division C besteht aus 14 oder 15 Teams, die Division D aus 16 oder 17 Mannschaften (zum Zeitpunkt der Einführung der Nations League war der Kosovo noch nicht UEFA-Mitglied; deshalb ging die UEFA von 54 Mannschaften aus).

epa05066638 Former French striker David Trezeguet shows the lot of Switzerland during the draw ceremony for the UEFA EURO 2016 at the Palais des Congres de la Porte Maillot, in Paris, France, 12 December 2015. The UEFA EURO 2016 soccer championship will take place from 10 June to 10 July 2016 in France.  EPA/YOAN VALAT

Gemäss der aktuellen Weltrangliste müsste es die Schweiz in die Division A zu den Topteams schaffen. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Wann wird Nations League gespielt?

Erstmals kommt diese Serie aufgewerteter Testspiele zwischen September und November 2018 zur Austragung. Jede Mannschaft spielt zweimal gegen jeden Gegner (4 oder 6 Spiele). Die Gruppenletzten steigen ab, die Gruppensieger steigen in die höhere Division auf. Die vier Gruppensieger der Division A bestreiten im Juni 2019 ein Turnier mit Halbfinals und Final um den Titel in der Nations League.

Wer kommt in die Barrage der EM-Qualifikation?

Die besten vier Teams jeder Division, die sich nicht über die reguläre Qualifikation für die EM 2020 qualifizieren, spielen im März 2020 innerhalb ihrer Division einen EM-Platz aus. Das bedeutet, dass auch von Europas schlechtesten Nationen mindestens eines an der EM-Endrunde 2020 dabei ist: Liechtenstein, Andorra oder Gibraltar vielleicht.

Team Liechtenstein sings the national anthem prior to an UEFA Euro 2016 Qualifying group G soccer match between Liechtenstein and Moldova, on Sunday, June 14, 2015, in the Rheinpark stadium in Vaduz, Liechtenstein. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Liechtenstein an einer EM? Das klang bisher absurd, doch mit dem neuen Modus kann man sich das vorstellen.
Bild: KEYSTONE

Bleibt die Nations League bestehen?

Vorerst wird die Nations League zwei Mal stattfinden. Die zweite Austragung ist für Herbst 2020 und Juni 2021 (Final-Turnier) vorgesehen.

Was geschieht bis dahin?

Nun steht die Qualifikation für die WM 2018 auf dem Programm. Sie beginnt für die Schweiz gleich mit einem Knaller: In Basel empfängt die Nati am Dienstag, 6. September den frischgebackenen Europameister Portugal. Tickets sind ab Donnerstag, 14. Juli erhältlich.

Wenn er bis dahin wieder fit ist, kommt er nach Basel: So verlief Cristiano Ronaldos EM-Final

(ram/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ketchum 13.07.2016 12:01
    Highlight Highlight "Keinen Gruppendritten benachteiligen" ist nur dann annähernd möglich, wenn alle 12 Spiele der letzten Runde gleichzeitig stattfinden.
    Das passt aber nicht ins Konzept Den-Hals-nicht-vollkriegen-können.
  • MacB 12.07.2016 14:50
    Highlight Highlight Dass Baku überhaupt ausgewählt wurde, zeigt einmal mehr, wie tief der Fussball im Sumpf von Macht, Geld und Korruption steckt.

    Kein Mensch mit gesundem Menschenverstand würde für diesen Anlass Baku den Zuschlag geben. Es gibt viel relevantere Länder, die zudem auch näher sind und mit Fussball etwas zu tun haben.

    Genauso wie bei der WM in Katar oder die EM in Russland. Geld regiert den Fussball. SChade. Ich hoffe, die Fans wenden sich mal ein wenig ab, sodass es wieder in gesunde Bahnen gerät. Aber wie bei der Formel 1 habe ich wenig Hoffnung :(
  • ThePower 12.07.2016 12:32
    Highlight Highlight Das kann ja heiter werden, wenn dann gewisse Teams extra verlieren um durch den Abstieg in eine tiefere Divison ihre Chancen auf die EM-Teilnahme zu erhöhen..Toll gemacht, wirklich👏🏻👍🏻
    • MacB 12.07.2016 14:03
      Highlight Highlight Die Nations League wird eine Totgeburt.

      Und trotz Aufstockung auf 24 Teams wird dann ein EM-Platz an Andorra, Gibraltar, Liechtenstein vergeben, während ein vielfach besseres Team daheim bleiben kann. Dann gibts 3x 5:0 und der Gruppendritte freut sich bereits, dass er sicher weiter ist, da er Gibraltar in der Gruppe hatte.

      So ein Quatsch. Und die Undurchdachtheiten gehen ja weiter, siehe ThePower...
  • Tom Garret 12.07.2016 11:38
    Highlight Highlight Immer noch mehr und noch mehr.... Es reicht langsam. Und das sage ich als grosser Fussball Fan. Testspiele haben doch genau den Vorteil dass sieben keine Ernstkämpfe sind und zum Testen genutzt werden können (Neue Formation, Neue Spieler...). Finde das eine schlechte Entwicklung...
  • Fumo 12.07.2016 11:30
    Highlight Highlight Mag sein dass der Zweck der Nations League Geld ist, finde die Idee aber gut.
    In Italien hat die Nationalmannschaft für die FIGC (ital. Fussballverband) keinen Stellenwert mehr. Die zahlende Clubs sind viel wichtiger. Das war ja auch Contes Hauptkritikpunkt. Er musste auf Trainingseinheiten verzichten weil die Clubs die Spieler nicht freigaben.
    So könnte man jetzt endlich wieder mehr ins Nationalteam investieren, sei es Zeit sowie Geld.
  • Baba 12.07.2016 10:58
    Highlight Highlight Ökologischer Blödsinn! Nebst anderen Nachteilen...
  • Bulwark 12.07.2016 10:36
    Highlight Highlight Ich versteehe einfach nicht, wie man auf den Spielort Baku kommt. So weit weg von allen anderen Spielorten ist es sehr warscheinlich ein riesen Nachteil für jede Mannschaft, welche diese Reise zurücklegen muss.
    • PTL 12.07.2016 10:48
      Highlight Highlight Wegen des Geldes...
    • NWO Schwanzus Longus 12.07.2016 11:35
      Highlight Highlight Alle anderen Spielorte verstehe ich aber Baku hätte ich niemals ausgewählt nur schon weil es keine Fussball Tradition hat wie Städte ala Bilbao, Dublin, München.
    • Amboss 12.07.2016 12:02
      Highlight Highlight @DJ_Terror: Als ob Fussball-Tradition irgend einen Stellenwert hat...

      Fussball im Bereich der höchsten Ligen, sowie EM/WM ist Geld. Kohle. Zaster.
      Und Baku hat Erdöl. und Somit Geld. Also sind Baku Austragungsort.

      Willst du Fussball-Tradition, musst du in die unteren Ligen ausweichen.
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