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Kylian Mbappé soll es in Paris nicht mehr so richtig gefallen – sein Traumziel ist Real Madrid.
Kylian Mbappé soll es in Paris nicht mehr so richtig gefallen – sein Traumziel ist Real Madrid.
Bild: keystone

Mbappé und Kane wollen unbedingt weg – mit diesen 6 Methoden klappt es bestimmt

Verträge werden im modernen Fussball kaum noch über die gesamte Laufzeit eingehalten. Die neuesten Stars, die ihre Klubs trotz laufenden Arbeitspapiers vorzeitig verlassen wollen, sind Harry Kane und Kylian Mbappé. Um einem Wechselwunsch zusätzlich Ausdruck zu verleihen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten.
18.08.2021, 11:3018.08.2021, 14:16

Harry Kanes Wechselwunsch ist bereits seit Längerem bekannt. Der Stürmer will unbedingt zu Manchester City und dort um Titel spielen. Nun soll auch Kylian Mbappé eine Transferforderung bei seinem Klub angebracht haben. Doch weder Daniel Levy, Präsident der Tottenham Hotspur, noch PSG-Chef Nasser Al-Khelaifi wollen ihre Stars abgeben.

Harry Kane würde sich gerne von den Spurs verabschieden.
Harry Kane würde sich gerne von den Spurs verabschieden.
Bild: keystone

So bleiben Kane und Mbappé nur zwei Möglichkeiten: Sie könnten sich an ihren Vertrag halten, den sie selbst unterschrieben haben. Das wäre im heutigen Fussballgeschäft aber zugegebenermassen eher langweilig. Zum guten Glück bietet sich noch eine weitere Option: Der Engländer und der Franzose könnten sich nämlich auch an einer der folgenden Methoden versuchen, um sich so irgendwie von ihren Fesseln zu befreien.

Das Trikot des Rivalen

Eine einfache, aber sehr effiziente Methode, wenn es darum geht, nicht nur den Klub, sondern auch dessen Fans zu verärgern, präsentierte Didier Lamkel Zé. Der Stürmer von Royal Antwerpen kam im Januar 2021 im Trikot des Rivalen RSC Anderlecht ins Training. Damit wollte er einen Wechsel zu Panathinaikos Athen erzwingen. Er kündigte zudem an, am nächsten Tag in einem Trikot des Stadtrivalen Beerschot zu erscheinen, was er jedoch nicht tat. Ein halbes Jahr später will der Kameruner Antwerpen immer noch verlassen und wurde für sein Verhalten inzwischen suspendiert.

Beim 24-Jährigen lief es also nicht ganz so wie gewünscht. Vielleicht wäre es im Falle der wechselwilligen Superstars aber anders. Harry Kane für einmal im Arsenal-Trikot zu sehen, würde zumindest einem Teil der Fussballfans in London Freudenschreie entlocken und Kylian Mbappé im Trikot von Olympique Marseille könnte auch für einen endgültigen Bruch zwischen dem Stürmer und dem Klub sorgen.

Die Eigentor-Drohung

Wenn Kane Rot aber nicht so steht oder Mbappés Grösse gerade nicht erhältlich ist, könnten sie auch damit drohen, ihrem jeweiligen Klub willentlich zu schaden. So geschehen bei William Gallas, als er im Sommer 2006 einen Wechsel von Chelsea zum Stadtrivalen Arsenal erzwingen wollte. Die «Blues» erhoben nach dem Wechsel schwere Vorwürfe gegen den Franzosen. Gallas habe sich zuerst geweigert im FA-Cup-Halbfinal aufzulaufen und liess sich zu Beginn der nächsten Saison nicht im Trainingslager blicken.

Keine Lust mehr auf Blau – Gallas wollte Chelsea unbedingt verlassen.
Keine Lust mehr auf Blau – Gallas wollte Chelsea unbedingt verlassen.
Bild: IMAGO / Baering

Das Fass zum Überlaufen brachte aber die Drohung des Franzosen vor dem ersten Saisonspiel, dass er ein Eigentor schiessen oder absichtlich eine rote Karte holen würde, falls er spielen müsse. Gallas verneinte einen solchen Vorfall später, doch könnte eine solche Taktik definitiv von Erfolg gekrönt sein. Schliesslich wissen Mbappé und Kane bekanntlich, wo das Tor steht.

Der Kampf mit Mitspielern

Bei einem dringenden Wechselwunsch kann auch das Verbreiten schlechter Stimmung nützlich sein. So schreibt der ehemalige englische Fussballer Robbie Savage bei BBC: «Jeder Spieler kann in der Kabine oder beim Training für Chaos sorgen.» Wenn man sich schlimm genug verhalte und die Mitspieler negativ beeinflusse, könne der Trainer dies nicht ignorieren. Eine besonders effektive Art dazu ist ein Kampf mit einem Mitspieler.

Robbie Savage spielte unter anderem bei Derby County.
Robbie Savage spielte unter anderem bei Derby County.
Bild: IMAGO / Colorsport

Savage beschreibt eine Auseinandersetzung mit dem Torhüter seines Teams. Dieser konfrontierte den Mittelfeldspieler, der den Klub verlassen wollte, woraufhin Savage ihm eine blutige Lippe verpasste. Auch Neymar legte sich in Barcelona mit einem Mitspieler an, als er zu Paris wechseln wollte. Würde Mbappé, der von seinem neuen Teamkollegen nicht besonders begeistert sein soll, Lionel Messi mit einer Ohrfeige begrüssen, dürfte einem Wechsel nach Madrid wohl nichts mehr im Wege stehen. Von Sergio Ramos sollte er aber besser die Finger lassen.

Die Krankschreibung

Sollten die beiden wechselwilligen Stars sich nicht getrauen, solch grosse Geschütze aufzufahren, können sie auch auf Hilfe von aussen hoffen. Dabei könnte eventuell die Psychologin von Hakan Calhanoglu Unterstützung bieten. Als der damals 20-Jährige den Hamburger SV nur wenige Monate nach seiner Vertragsverlängerung verlassen wollte, verweigerte der Klub ihm zunächst einen Wechsel.

Doch anstatt ins Training zurückzukehren, liess sich der Türke für vier Wochen krankschreiben. Er habe Angst vor dem Trainingsstart: «Man weiss ja, wozu einige Menschen in der Lage sind.» Für die HSV-Verantwortlichen war er ebenso wenig erreichbar wie für eine Untersuchung in Hamburg. Diese Massnahmen zeigten Wirkung: Der HSV akzeptierte das Angebot von Bayer Leverkusen und liess Calhanoglu ziehen.

Da ging es Hakan Calhanoglu bereits wieder besser – endlich durfte er mit Leverkusen in der Champions League spielen.
Da ging es Hakan Calhanoglu bereits wieder besser – endlich durfte er mit Leverkusen in der Champions League spielen.
Bild: Bongarts

Der Verzweiflungsstreik

Wenn alle Befreiungsversuche scheitern, haben die armen Superstars nur noch die Möglichkeit eines Streiks. So fragte auch Ousmane Dembélé nach seinem Wechsel zum FC Barcelona: «Was hätte ich machen sollen?» Der damals 20-Jährige streikte sich 2017 vom BVB zum spanischen Weltklub. Über Wochen blieb der Franzose dem Training in Dortmund fern und war für die Verantwortlichen nicht erreichbar. Am Ende knickte der Bundesligist ein und liess Dembélé ziehen – die Ablösesumme von rund 135 Millionen Euro machte dies wohl etwas leichter.

Dieses Trikot hatte sich Ousmane Dembélé hart erkämpft.
Dieses Trikot hatte sich Ousmane Dembélé hart erkämpft.
Bild: AP/AP

Dembélé reiht sich damit in eine lange Liste erfolgreicher Arbeitsverweigerer ein. Dimitri Payet erzwang so seinen Wechsel von West Ham zu Marseille, Luka Modric konnte sich so aus Tottenhams Zwängen befreien und auch Antoine Griezmann hat vorgemacht, wie man sich erfolgreich zu seinem Wunschverein quengelt. Harry Kane hat auch bereits einige Einheiten ausgesetzt, ist seither aber wieder ins Training zurückgekehrt. Um mit dieser Methode Erfolg zu haben, braucht es wohl etwas längeren Atem.

Der Ich-bin-dann-mal-weg

Doch auch das Fernbleiben von Training und Spielen bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. In diesem Fall müssen die Fussballer ihr Glück selbst in die Hand nehmen. So wie Peter Odemwingie, der von West Bromwich zu den Queens Park Rangers wechseln wollte. Obwohl es noch keine definitive Einigung zwischen den Klubs gab, verabschiedete der Nigerianer sich am letzten Tag des Wintertransferfensters 2013 von seinen Mitspielern und setzte sich ins Auto in Richtung London.

Die Transfer-Saga um Peter Odemwingie war live zu verfolgen.

Beim Trainingsgelände von Queens Park angekommen, begann er Autogramme zu unterschreiben und gab Sky Sports sogar ein Interview. Der Transfer platzte aber noch, da sich die Klubs nicht endgültig einigen konnten, und so musste der damals 31-Jährige die Rückfahrt antreten. Harry Kane und Kylian Mbappé könnten damit aber mehr Erfolg haben. Denn haben City-Coach Pep Guardiola oder Real-Madrid-Trainer Carlo Ancelotti einen Spieler dieses Formats erst einmal auf dem Trainingsgelände, lassen sie ihn wohl kaum wieder gehen.

Am Ende benötigt ein Transfer die Einwilligung von beiden Klubs sowie dem Spieler, doch mit diesen Methoden wird eine Einigung wohl einfacher. Wie auch immer die beiden vorgehen, wir wünschen Harry Kane und Kylian Mbappé jedenfalls viel Glück beim Realisieren ihrer Träume.

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