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Markus Babbel, neuer Cheftrainer des FC Luzern, an der Medienkonferenz vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Vaduz, in der Swisspor Arena in Luzern am Freitag, 17. Oktober 2014. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Markus Babbel provozierte seinen Abgang selbst mit harscher Kritik. Bild: KEYSTONE

Luzern trennt sich per sofort von Markus Babbel – Seoane übernimmt vorerst

Der FC Luzern trennt sich per sofort von Trainer Markus Babbel. Dies bestätigt der Verein an einer Medienkonferenz. Der 45-jährige Deutsche war seit Oktober 2014 für den FCL tätig.



Auch Assistent Patrick Rahmen muss gehen. Als Interimstrainer führt der U21-Coach Gerardo Seoane die Mannschaft durch die Vorbereitung auf die Rückrunde der Super League. Der FC Luzern will noch vor dem Start in die zweite Saisonhälfte Anfang Februar einen neuen Trainer präsentieren.

Der 39-jährige schweizerisch-spanische Doppelbürger Gerardo Seoane ist als Rothenburger ein Ur-Luzerner. Nach dem Ende seiner Karriere als Spieler 2010 war er im Nachwuchs des FCL tätig, zuletzt als Trainer der U21-Mannschaft in der 1. Liga. Seoane spielte von 1990 bis 1997 und von 2007 bis 2010 in Luzerns Fanionteam. Dazwischen war er unter anderem bei Sion, Aarau und GC unter Vertrag.

Der neue FC Luzern Trainer Markus Babbel, Mitte, und Assistent Gerardo Seoane, links, und Sportdirektor Alex Frei, rechts, beim ersten Training mit der Mannschaft, in der Swisspor Arena in Luzern, am Montag, 13. Oktober 2014. Der 42-Jaehrige Deutsche ist neuer Trainer des momentanen Schlusslichts der Super League. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Gerardo Seoane (l.) übernimmt interimsmässig. Bild: KEYSTONE

An der Pressekonferenz liess Sportchef Remo Meyer mehrere Szenarien offen. «Wir wurden von der Situation überrascht. Eine definitive Lösung haben wir nicht bereit.» Es sei das Ziel bis zum Trainingslager eine Lösung zu finden. «Seoane ist auf jeden Fall auch eine Option für eine langfristige Lösung», so Meyer.

Eskalation nach Babbels Kritik

Nach den Ereignissen der letzten Tage war Babbels Absetzung für den Vorstand unter Präsident Philipp Studhalter unausweichlich. Kurz vor Weihnachten hatte die Klubführung beschlossen, mindestens bis Ende Saison weiter mit Babbel zu arbeiten, dessen Vertrag im Juni 2018 ausgelaufen wäre. Vor zwei Tagen sagte dann Babbel in einem Gespräch mit der Luzerner Zeitung, dass er sein Engagement in der Innerschweiz nach dieser Saison beenden werde.

Durchhalteparolen!

Zugleich nahm der Deutsche kein Blatt vor den Mund, als er die Klubführung und allen voran den umstrittenen Geschäftsführer Marcel Kälin kritisierte. Babbel sagte sinngemäss, es sei sehr schwierig, in diesem Umfeld zu arbeiten. «Für mich passt die Zusammenarbeit so nicht mehr, ich kann mich nicht verbiegen», sagte der frühere deutsche Internationale, der als Trainer zuvor für den VfB Stuttgart, Hertha Berlin und Hoffenheim gearbeitet hatte.

Mit dem FC Luzern hat Babbel einen guten 3. Rang sowie zwei ordentliche 5. Plätze erreicht. Doch nach dem Abgang diverser Routiniers im letzten Sommer erlebten die Innerschweizer einen schwierigen Herbst. Nach der ersten Saisonhälfte ist der FCL in der Super League an zweitletzter Stelle klassiert, nur drei Punkte vor dem FC Sion.

Die Missstände im FCL sind offenkundig. Unter Kälin kündigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Bereichen im Dutzend. Jedoch brach Babbel mit seiner öffentlichen Kritik das Gebot, das besagt, dass ein Trainer nicht nur zu den Spielern und der Mannschaft loyal sein muss, sondern auch zum Klub - jedenfalls solange das Arbeitsverhältnis gilt.

Unter den jetzigen Voraussetzungen wäre eine erfolgreiche weitere Zusammenarbeit kaum möglich gewesen. Bernhard Alpstaeg, der einflussreiche und generell undiplomatische Geldgeber des FCL, goss in den letzten Stunden Öl ins Feuer. In einem Interview mit dem «Blick» liess er in schier beleidigender Art kein gutes Haar an Babbel. (abu/fox/sda)

Eventuell was für Babbel? Mit Gamen Geld verdienen

Video: srf/SDA SRF

Die Super-League-Trainer die am längsten auf den ersten Sieg warten mussten

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