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epa08080535 Bayern's Joshua Zirkzee (L) celebrates after scoring a goal during the German Bundesliga soccer match between SC Freiburg vs FC Bayern Munich in Freiburg, Germany, 18 December 2019.  EPA/ARMANDO BABANI CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Zirkzee jubelt über den späten Siegtreffer gegen Freiburg. Bild: EPA

Das grösste Juwel der Bayern – so tickt Teenie-Matchwinner Joshua Zirkzee

Joshua Zirkzee braucht eineinhalb Minuten für sein erstes Bundesliga-Tor für den FC Bayern. Der 18-jährige Niederländer gilt als Riesentalent, der Matchwinner von Freiburg hat aber eine Schwachstelle.

patrick mayer / t-online



Es war kein besonders schönes Tor. Keines, dem eine filigrane Ballannahme oder eine geschmeidige Körperbewegung vorangegangen war. Rein damit, und fertig. So lässt sich das Bundesliga-Premieren-Tor von Joshua Zirkzee beim 3:1 (1:0) des FC Bayern München beim SC Freiburg wohl am besten zusammenfassen.

Es war ein allemal wichtiger Treffer. Denn, als Zirkzee den Ball gegen SCF-Torwart Mark Flekken reinstocherte, war sein Arbeitgeber gerade drauf und dran, wieder nicht zu gewinnen und damit im Meisterschaftskampf mit RB Leipzig, Gladbach und dem BVB gänzlich ins Hintertreffen zu geraten.

Genialer Einfall von Hansi Flick

Doch dann hatte Hansi Flick einen dieser genialen Einfälle, die im Fussball gerne mit der weniger charmanten Metapher «glückliches Händchen» umschrieben werden. Der Interimstrainer der Bayern brachte in der Nachspielzeit beim Stand von 1:1 den erst 18-jährigen Stürmer Zirkzee, der zuvor nicht eine Bundesliga-Minute absolviert hatte, dann aber nur eineinhalb Minuten brauchte, um offiziell als Torschütze gelistet zu werden.

Glück? Zufall? Von wegen. Der junge Niederländer gilt als das grösste Juwel des Rekordmeisters. «Ich dachte: Wenn noch eine Flanke kommt, kann er sie rein machen. Er ist ein Stürmer, macht das sehr gut. Er ist seit drei Wochen im Training dabei, seine Entwicklung ist bemerkenswert», sagte Flick bei «Sky» über seinen jungen Matchwinner. «Bleiben wir aber alle mal besser auf dem Boden. Es gibt noch viel zu tun für ihn.»

Bayern-Fans sehnen sich nach einem wie Joshua Zirkzee

Es sind diese Sätze, die Fussballtrainer gerne sagen, wenn es ihnen zu schnell geht. Die Sichtweise der Bayern-Fans in München ist aber eine andere. Dort, wo die Ultras der «Schickeria» sich an späten Feierabenden treffen um Fahnen zu nähen und Choreos für die Arena einzustudieren.

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Zirkzees später Matchwinner im Video. Video: streamja

Hier, wo mancher ältere Fan seit Jahren an die idyllische Säbener Strasse kommt, um bei öffentlichen Trainingseinheiten neuen Stoff für Stammtischrunden zu sammeln. Sie sehnen sich nach eigenen Talenten, die den Durchbruch schaffen, nach den Müllers, den Lahms, den Schweinsteigers, den Alabas. Damit sie sagen können: Er ist ja einer von uns, «mia san mia».

«Wir arbeiten bei Bayern München daran, dass an Talenten auch was nachkommt», meinte Flick dann auch in Freiburg. Der 54-jährige Badener grinste erleichtert. Seit er als Interimstrainer übernommen hat, steht die schnellstmögliche Integration der Nachwuchsspieler bei ihm ganz oben auf der Agenda. Das betont der Mann, der immer noch nicht weiss, wie lange er Chef bleiben darf, auf fast jeder Pressekonferenz, selbst dann, wenn er nicht danach gefragt wird.

Joshua Zirkzee steht für eine zweite Transferstrategie des FC Bayern

Mit Zirkzee hat nun schon der zweite Bayern-Profi nach Alphonso Davies (19 Jahre) unter 20 Jahren seine Reife unter Beweis gestellt. Zirkzee ist ferner das Paradebeispiel für eine parallele Transferstrategie des Klubs: Supertalente für vergleichsweise hohe Ablösesummen nach München transferieren, um ihnen hier die letzten Prozente mit auf den Weg geben.

Im Sommer 2017 war Zirkzee zum FC Bayern gewechselt, der FC Arsenal und Manchester United sollen sich um ihn bemüht haben. Doch für eine nicht bezifferte Ausbildungsentschädigung ging es stattdessen von Feyenoord Rotterdam nach Deutschland.

Niko Kovac nahm Joshua Zirkzee mit auf die USA-Reise der Bayern

Der seinerzeit erst 16-jährige Stürmer zahlte schnell zurück. In der U17- und U19-Bundesliga erzielte er in 32 Spielen 27 Tore, in der UEFA Youth League, der Champions League für Nachwuchsteams, waren es vier Treffer bei sechs Einsätzen. Im Sommer 2018 nahm ihn Flicks Vorgänger Niko Kovac dann mit auf die USA-Reise – Zirkzee traf prompt in seinem ersten Einsatz für die Profis gegen Paris Saint-Germain.

Sein früherer Trainer Holger Seitz, heute Leiter des Nachwuchs-Campus, bescheinigte ihm «ein Gesamtpaket, das nur ganz wenige andere haben». Die Physis von 1,93 Metern paart er mit Schussgewalt, Zug zum Tor und Kopfballstärke.

Zirkzee hat eine Schwachstelle

Doch Zirkzee hat auch eine Schwachstelle: Es ist seine jugendliche Unbeherrschtheit. Im U17-Finale gegen Borussia Dortmund liess er sich im Juni 2018 zu einer Tätlichkeit hinreissen, als seine Mannschaft 2:3 zurücklag. Und im April sah er in einem Spiel für die Bayern-Amateure die Rote Karte nach einer Tätlichkeit, als er in der Regionalliga gegen Viktoria Aschaffenburg gegen gleich zwei Gegenspieler die Ellenbogen ausfuhr. Ein impulsives Genie.

In München verzeihen sie ihm das. Allzu gross ist die Hoffnung, dass gerade er ein Versprechen von Vereinspatron Uli Hoeness erfüllt. «Ich bin ganz sicher, dass wir in spätestens drei Jahren ein, zwei Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum haben, die am Samstag Stammspieler sind», hatte Hoeness im Herbst 2018 laut Fussball-Portal goal.com bei einer Präsidiumssitzung des FC Bayern gesagt.

Mehr als ein Jahr ist vergangen. Jetzt hat ein Spieler aus dem Campus die Bayern zumindest vor dem nächsten Rückschlag im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bewahrt.

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Nach seinem Treffer war Zirkzee sicher etwas durch den Wind

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Staedy 19.12.2019 16:21
    Highlight Highlight Müssen wir uns dies in der Schweiz antun mit jedem der ein Tor erzielt hat?
  • Mario 66 19.12.2019 14:50
    Highlight Highlight Gerade mal 3 min auf dem Bitz und schon wird gehyped wie es nur geht (watson und andere auch). Lasst den Jungen mal ankommen, alles andere ist boulevardjournalismus

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