Coiffeur-Besuche vor den Spielen und teure Outfits – viele Fussball-Profis legen mittlerweile auf und neben dem Platz grossen Wert auf ein gepflegtes Aussehen. Aus diesem Grund macht ein neuer Kleidungs-Trend derzeit viele Fans etwas stutzig: Immer häufiger laufen Spieler mit grossen Löchern in ihren Stulpen auf. So auch etwa beim EM-Spiel vom Sonntagabend zwischen England und Serbien, wo etwa bei Jude Bellingham, Bukayo Saka oder Connor Gallagher die ungewohnte Kleiderwahl nicht zu übersehen war. Diese sorgte auch in den sozialen Medien für Verwirrung – so wird darüber spekuliert, wie diese Löcher entstanden sind.
What we really want to know is, how did Jude Bellingham wreck his socks? They were both full of huge holes by the end of the first half.
— The Danelaw (@The_Danelaw) June 16, 2024
Millions of mums across England tomorrow:
— Iain (@iain_q_blank) June 16, 2024
"I don't care if Jude Bellingham does it, you are NOT cutting holes in a perfectly good pair of socks"
Tatsächlich sind die Löcher in den Socken keine Verbrauchsspuren – die Spieler schneiden diese selbst. Damit versuchen sie, den Druck auf die Wadenmuskulatur zu verringern. Da die Topspieler grundsätzlich in jedem Spiel mit neuen Stulpen auflaufen, sind diese ziemlich eng, weshalb sie mit den Löchern Schmerzen in der Wade oder Achillessehne verhindern wollen.
Ob diese Löcher tatsächlich etwas bringen, ist allerdings nicht klar. Sportwissenschaftler Prof. Dr. Veit Senner sagte beim Portal «FuPa», es handle sich wohl eher um einen psychologischen Effekt – aber: «Wenn man daran glaubt, hat es eine Wirkung, das hilft manchmal mehr als alles andere.»
Ein neues Phänomen sind die löchrigen Stulpen derweil nicht. Auf die Spitze getrieben wurden die Löcher einst von Ex-Valencia-Spieler Ezequiel Garay: Gemäss Medienberichten wurde der Argentinier einst in einem Spiel aufgefordert, seine Stulpen zu wechseln, weil diese nicht mehr der Kleiderordnung entsprechen würden.
(dab)