DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Dirigiert er bald in Bordeaux? Vladimir Petkovic.
Dirigiert er bald in Bordeaux? Vladimir Petkovic.
Bild: keystone

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.
27.07.2021, 06:5327.07.2021, 13:18
Etienne Wuillemin / CH Media

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind vielleicht Ihr schönster Sieg. Niemand wird Ihnen diesen je nehmen.

Sie kennen auch die dunkle Seite des Sports. Wenn im Moment der Niederlage Schuldige gesucht werden und Zweifel herrschen. Ganz am Anfang Ihrer Ära, im September 2014, sind wir zusammen in Maribor auf einer Holzbank am Waldrand gesessen, zwei Niederlagen aus zwei Spielen zum Start, das war die Bilanz – die Schweiz hatte Fragen.

Aber Sie hatten schon damals die Gelassenheit, zu sagen: Es kommt schon gut! Irgendwann, Sie waren so sehr überzeugt davon, würde der nächste Schritt gelingen.

Petkovic vor der EM zu Besuch bei Bundespräsident Guy Parmelin.
Petkovic vor der EM zu Besuch bei Bundespräsident Guy Parmelin.
Bild: keystone

Ich gebe es zu: Manchmal sind die Zweifel daran gewachsen, nie so sehr wie an jenem Mittwochabend in Rom, beim 0:3 gegen Italien. Danach haben Sie in einem offenen Brief in den Zeitungen von CH Media einen Appell ans Schweizer Volk gerichtet: «Fussballspieler und Trainer haben Gefühle, Sorgen, Ängste und Freuden wie alle anderen. Wir sind genauso verletzlich.» Und auch: «Nicht immer erfüllen wir, was von uns erwartet wird.»

Sie haben um die Solidarität und die Unterstützung der Schweiz gebeten. Kaum jemand hätte in diesen Momenten wohl daran gedacht, welch wunderbare Wende diese EM-Reise noch nehmen wird.

Nun möchten Sie nach Bordeaux. Eines ist klar: Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung und Wertschätzung kämpfen. Nun haben Sie sich diese verdient. Und die ganze Fussball-Welt hat dabei zugesehen. Möge dieser letzte Eindruck haften bleiben. Viel Glück in Frankreich!

Herzlich,
Etienne Wuillemin

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese Phrasen werden wir an der EM bestimmt zu hören bekommen – DAS ist wirklich gemeint

1 / 12
Diese Phrasen werden wir an der EM bestimmt zu hören bekommen – DAS ist wirklich gemeint
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Fan-Stimmen zum bitteren EM-Aus der Schweiz

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

GC bleibt dank Traumtor an den FCZ Frauen dran – drei Teams noch sieglos

Vierter Sieg im vierten Spiel – die FCZ Frauen bleiben auf Rang 1 der Women's Super League. Gejagt werden sie von den Stadtrivalinnen von GC, während am anderen Tabellenende Aarau, Lugano und Yverdon weiter auf den ersten Erfolg warten. Durchs Band setzten sich in der 4. Runde die Heimteams durch.

Ein Sieg zum Auftakt gegen Meister Servette, danach sieben Treffer gegen YB und gar acht gegen Yverdon – der Motor der FCZ Frauen lief gleich zu Saisonbeginn bereits auf Hochtouren. Doch gegen den FCSG geriet er ins Stottern.

Die Ostschweizerinnen liessen auf dem Heerenschürli nur wenig zu und hatten nach 55 Minuten die grosse Gelegenheit, in Führung zu gehen: Valeria Iseli schob den Ball nach einem Ausflug von FCZ-Goalie Livia Peng mit dem Aussenrist an den Pfosten. Anstatt 0:1 aus FCZ-Sicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel