
Grönemeyer bei der Eröffnungsfeier der WM 2006 in Deutschland.
Herbert Grönemeyer erhebt schwere Vorwürfe gegen die Fifa im Zusammenhang mit seinem Eröffnungssong der WM 2006. Es geht auch um Schulden des Weltverbandes bei ihm.
03.06.2024, 13:5903.06.2024, 14:14
Das Sommermärchen der Weltmeisterschaft 2006 ist für Herbert Grönemeyer mittlerweile offenbar zu einer persönlichen Horrorgeschichte geworden. Denn der Musiker wurde für seinen Beitrag zum Turnier nicht bezahlt.
«Es sind fast 45'000 Euro, die sie meinen Musikern und mir schulden.»
Herbert Grönemeyer
«Ich bekomme immer noch Geld von der Fifa für den Auftritt bei der Eröffnungsfeier. Bis heute. Es sind fast 45'000 Euro, die sie meinen Musikern und mir schulden», sagte Grönemeyer in einem Interview mit dem Fussball-Magazin «11 Freunde».
Grönemeyer bezeichnet Fifa als "Gangsterverein"
Auch über die generelle Zusammenarbeit mit dem Weltverband sprach Grönemeyer und kritisierte diesen dabei offen. Der 68 Jahre alte Musikstar bezeichnete die Fifa als «Gangsterverein» und erklärte, dass der Verband offizielle Rechte an einer eigenen Melodie («O-e-o-e-o-e») besitze, die jeder Interpret des offiziellen Turnier-Songs in seinem Lied verwenden müsse. So profitiere die Fifa finanziell von jeder Turnierhymne.
Fast auf den Tag genau 18 Jahre ist es her, dass Herbert Grönemeyer die WM 2006 in Deutschland musikalisch eröffnete. Vor dem Auftaktspiel der Deutschen gegen Costa Rica performte er in der Münchener Arena den offiziellen WM-Song «Zeit, dass sich was dreht».
«Sie kamen in braunen Bomberjacken und liefen durch das Stadion – wie eine Gang.»
Herbert Grönemeyer
Trotz des Erfolgs des Liedes hat Grönemeyer gemischte Erinnerungen an diese Zeit. Auch was das Auftreten der Fifa-Verantwortlichen beim Eröffnungsspiel in München betrifft. «Sie kamen in braunen Bomberjacken und liefen durch das Stadion – wie eine Gang. Damals hatte ich so einen Hals auf die», so Grönemeyer, der die gesamte Zusammenarbeit als «ganz unangenehm» beschrieb. Trotz des ausstehenden Honorars hat Grönemeyer mit dem Thema abgeschlossen und fügte hinzu: «Ich habe den Song geschrieben, damit sich etwas dreht. Das hat lustigerweise funktioniert – nicht wegen des Liedes, es war einfach ein tolles Turnier.»
(t-online)
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Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.
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Er selber hat zumindest abgeschlossen damit. Aber gut macht er transparent, wie die geschäften. Hoffentlich ziehen sie bald weg aus der Schweiz!