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epa09446848 Switzerland's national soccer team during a training session the day before the 2022 FIFA World Cup European Qualifying Group C match between Switzerland and Italy in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 04 September 2021.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Die Schweiz trifft heute in Basel auf Europameister Italien. Bild: keystone

Personelle Sorgen bei der Nati – und trotzdem eine grosse Chance, der WM näherzukommen

Seit über 28 Jahren ist die Schweiz gegen Italien ohne Sieg. Endet heute diese Negativserie, wäre dies ein grosser Schritt in Richtung WM 2022.



Italien war schon einmal der Büchsenöffner auf dem Weg zu einer WM-Teilnahme. Am 1. Mai 1993 stiess die Schweiz mit dem 1:0-Heimsieg in Bern gegen den späteren WM-Finalisten die Türe zur Qualifikation für die Endrunde in den USA weit auf. Dieser Coup vor mehr als 28 Jahren war der letzte Sieg der Schweiz gegen Italien. Seither gab es in neun Spielen fünf Niederlagen und vier Unentschieden – und bloss drei Schweizer Tore.

Ausser gegen England (letzter Sieg 1981) wartet die Schweiz gegen keinen anderen «Grossen» des europäischen Fussballs länger auf einen Sieg. Nicht gegen Frankreich (2021), nicht gegen Deutschland (2012), nicht gegen Spanien (2010). Und auch nicht gegen die Subtopper wie Portugal (2016), Belgien (2018), die Niederlande (2007) oder Kroatien (2012). Die Zeit ist also reif für einen Erfolg gegen Italien.

Ausverkauftes Stadion bei Schweiz - Italien

Das Spitzenspiel der Gruppe C in der WM-Qualifikation zwischen der Schweiz und Europameister Italien ist ausverkauft. Der SFV hat bis am späteren Samstagnachmittag alle 31'000 Tickets für die Partie im Basler St.-Jakob-Park abgesetzt.

Damit spielt die SFV-Auswahl vor der grössten Heimkulisse seit dem Rückspiel in der WM-Barrage gegen Nordirland im November 2017. Damals kamen 36'000 Zuschauer in den ausverkauften St.-Jakob-Park. In der EM-Qualifikation 2019 waren die 24'766 Fans gegen Irland im Stade de Genève in Genf der Bestwert.

Seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 hat die Schweiz zwei Testspiele mit Fans durchführen können. Im Oktober 2020 kamen 4500 Zuschauer in St. Gallen zum Duell mit Kroatien, am vergangenen Mittwoch verloren sich gegen Griechenland 3500 Zuschauer im St.-Jakob-Park.

Und ein solcher wäre auf dem Weg an die WM 2022 ein ähnlich grosser Schritt wie damals 1993 unter Roy Hodgson. Nach dem Punktverlust der Italiener am Donnerstag gegen Bulgarien wäre der Weg an die WM in Katar geebnet. «Wir haben eine grosse Gelegenheit. Aber wir nehmen Spiel für Spiel. Es ist noch ein weiter Weg, denn es bleiben danach immer noch viele Spiele. Ziel ist es, gegen Italien ein gutes Spiel zu zeigen, trotz der vielen Absenzen», sagte der neue Nationaltrainer Murat Yakin.

Nur noch die Hälfte dabei

Die vielen Absenzen! Mit den Abwesenheiten des Captains Granit Xhaka, der an Corona erkrankt ist, der gesperrten Remo Freuler sowie der noch nicht fitten Stürmer Xherdan Shaqiri und Breel Embolo fehlen vier Stammkräfte. Und weil auch Verteidiger Kevin Mbabu verletzt ist, ist fast die Hälfte der Startformation abwesend, die vor knapp drei Monaten an der EM in Rom den Italienern beim 0:3 so klar unterlegen war.

«Wir hatten definitiv keine einfache Woche»

Yann Sommer

Es ist also so, dass vor dem Spitzenkampf in der Gruppe C viel mehr neu ist im Nationalteam, als noch vor ein paar Tagen erwartet worden ist. Im Test gegen Griechenland gaben vier Schweizer ihr Debüt. In den letzten Tagen musste Yakin vier Spieler nachnominieren. «Wir hatten definitiv keine einfache Woche. Es ist vieles anders. Ein neuer Trainer und eine neue Mannschaftskonstellation», sagte Torhüter Yann Sommer, der in Abwesenheit von Xhaka und Shaqiri die Schweizer Auswahl als Captain auf den Platz führen wird.

epa09446847 Switzerland's goalkeeper coach Patrick Foletti (L) and goalkeeper Yann Sommer (R) during a training session the day before the 2022 FIFA World Cup European Qualifying Group C match between Switzerland and Italy in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 04 September 2021.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Yann Sommer wird gegen Italien als Captain auflaufen. Bild: keystone

Weniger Ballbesitz für Sommer

Für Sommer ist klar, dass unter den widrigen Umständen ein positives Resultat nur mit einem starken Kollektiv und intaktem Teamgeist möglich. «Die Kommunikation wird sehr wichtig sein, wir müssen einander vertrauen. Im Spiel müssen wir die Leader-Rolle von Xhaka auf verschiedene Spieler verteilen. Jeder steht in der Verantwortung, daran beteiligt zu sein, dass wir erfolgreich sein können.»

Yakin will beim 2:1-Sieg am Mittwoch gegen Griechenland in einzelnen Phase gesehen haben, was er von seiner Mannschaft verlangt hatte. «In den ersten 20 Minuten der beiden Hälften waren wir sehr gut. Da hat die Raumaufteilung gestimmt, auch wenn wir mit zwei verschiedenen Systemen gespielt haben.»

Der neue Coach verlangt von seinem Team wie Vorgänger Vladimir Petkovic eine solide defensive Ordnung und eine konstruktive Angriffsauslösung. Man wird in Zukunft aber eine Schweizer Mannschaft sehen, welche den Ball schneller in die gegnerische Platzhälfte bringen will. Yakin: «Ich wünsche mir, dass Yann Sommer als Torhüter weniger Ballbesitz hat als an der EM.» (zap/sda)

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Die Nati-Noten zum Testspiel gegen Griechenland

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Die Nati-Noten zum Testspiel gegen Griechenland
quelle: keystone / jean-christophe bott
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