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Hitziges Duell: Luzern schlägt Sion trotz 3 (!) roten Karten

Gerangel zwischen Spieler und Staff des FC Luzern und des FC Sion im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion, am Samstag, 27. August 2022 in Luzern. (KEYST ...
Rudelbildung in Luzern: ein häufiges Bild beim Spiel gegen Sion.Bild: keystone

Luzern schlägt Sion trotz 3 (!) roten Karten +++ GC kassiert erste Saisoniederlage

27.08.2022, 22:36

Luzern – Sion 2:0

Vor zwei Wochen gerieten die Luzerner in St. Gallen unter die Räder. Gegen Sion sind die Innerschweizer von Beginn weg bereit und gewinnen dank zwei Toren von Dejan Sorgic verdient mit 2:0. Am Ende sind sie allerdings nur noch zu acht.

Als hätten sie es den St. Gallern abgeschaut: Die vor zwei Wochen beim 1:4 in der Ostschweiz mit dem Tempo überforderten Luzerner drückten diesmal von der ersten Sekunde an selber auf das Gaspedal. Dejan Sorgic traf nach anderthalb Minuten zum 1:0 und in der 25. Minute mit einem Kopfball, der via Latte knapp hinter die Torlinie fiel, ein weiteres Mal.

Für Sorgic waren es die ersten Tore in dieser Saison und der erste Doppelpack seit fast vier Jahren, als er für den FC Thun gegen Basel zweimal getroffen hatte. In Luzern konnte er die Erwartungen in den letzten Saisons nicht immer erfüllen. Gegen Sion war er an der Seite von Asumah Abubakar bis zu seiner Auswechslung stets gefährlich. Den dritten Treffer verpasste er kurz nach der Pause mit einem Lattenschuss.

Dass Sion nach der Gelb-Roten Karte gegen Martin Frydek über eine Halbzeit lange in Überzahl spielen konnte, fiel erst in der Schlussviertelstunde auf, in der mit Mohamed Dräger ein zweiter und mit Pascal Schürpf sogar ein dritter Luzerner vom Platz flogen. Die Gastgeber hätten da schon deutlicher führen müssen, doch Sions Keeper Heinz Lindner spielte stark auf. Ungewollt im Mittelpunkt stand auch Schiedsrichter Alain Bieri, der in einer intensiven, aber nicht brutalen Partie zehnmal Gelb und dreimal Rot zeigte.

FC Luzerns Ausumah Abubakar, Mitte, jubelt nach seinem Tor gegen Sions Torhueter Heinz Lindner, links, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion, am Samst ...
Abubakar bejubelt sein Tor gegen Sion.Bild: keystone

Luzern - Sion 2:0 (2:0)
10'000 Zuschauer. - SR Bieri.
Tore: 2. Sorgic (Burch) 1:0. 25. Sorgic (Gentner) 2:0.
Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Frydek; Gentner (62. Max Meyer), Jashari, Dorn; Kadak (46. Schürpf); Sorgic (62. Ardaiz/90. Jaquez), Abubakar (75. Leny Meyer).
Sion: Lindner; Lavanchy, Cavaré, Saintini, Baltazar; Araz (81. Zuffi), Grgic, Poha (53. Karlen); Itaitinga (81. Halabaku), Stojilkovic (68. Sio), Bua (68. Chouaref).
Bemerkungen: Luzern ohne Beloko und Loretz (beide verletzt). Sion ohne Cyprien (verletzt). 42. Gelb-Rote Karte gegen Frydek. 88. Gelb-Rote Karte gegen Dräger. 96. Rote Karte gegen Schürpf (Tätlichkeit).
Verwarnungen: 18. Poha (Foul). 29. Dräger (Foul). 38. Frydek (Unsportlichkeit). 38. Simani (Unsportlichkeit). 59. Müller (Unsportlichkeit). 63. Karlen (Foul). 92. Sio (Foul). 94. Cavaré (Unsportlichkeit).

Servette – Grasshoppers 3:1

Servette schenkt den Grasshoppers ein Tor, kommt aber in der 6. Super-League-Runde doch noch zum verdienten 3:1-Heimsieg. Miroslav Stevanovic und Boubacar Fofana treffen in der letzten Viertelstunde.

In den ersten fünf Runden erzielte Servette nur drei Tore. Gegen die Grasshoppers hätten die Genfer ohne übermässig effizient zu sein, alleine in der ersten halben Stunde dreimal treffen können. Patrick Pflücke scheiterte mit einem direkten Freistoss am Pfosten, und Yoan Severin schoss aus fünf Metern übers leere Tor, um nur die besten zwei Torchancen aufzuzählen.

Und doch führte bis kurz vor der Pause und dem Ausgleich von Alexis Antunes der Gast aus Zürich. Aus dem Nichts heraus bewerkstelligte der Servettien Severin in der 22. Minute ungewollt die Zürcher Führung: Der Franzose spielte als letzter Verteidiger blind zu seinem Goalie Jérémy Frick, der aber nicht dort stand, wo vermutet: Der Ball flog ins eigene Tor.

Servette blieb trotz des peinlichen Gegentreffers drückend überlegen. Auch in der zweiten Halbzeit erspielte sich die Mannschaft von Alain Geiger viele Torchance. Erst ein Eckball gefolgt vom Volley von Stevanovic brachte mit dem 2:1 in der 79. Minute die Erlösung. Sekunden zuvor hatte GC, das das Spiel nach der späten Gelb-Roten Karte gegen Noah Loosli zu zehnt beendete, seine beste selbst herausgespielte Torchance vergeben, als Giotto Morandi nur den Pfosten traf. (sda)

Grasshopper's midfielder Giotto Morandi, left, looks desapointed during the Super League soccer match of Swiss Championship between Servette FC and Grasshopper Club Zuerich, at the Stade de Geneve sta ...
GC verliert erstmals in dieser Saison.Bild: keystone

Servette - Grasshoppers 3:1 (1:1)
6450 Zuschauer. - SR Wolfensberger.
Tore: 20. Severin (Eigentor) 0:1. 44. Antunes (Rodelin) 1:1. 79. Stevanovic (Valls) 2:1. 96. Fofana (Diba) 3:1.
Servette: Frick; Diallo (17. Bauer), Vouilloz, Severin, Clichy; Douline (91. Rouiller), Antunes (74. Valls), Cognat; Stevanovic, Rodelin (91. Diba), Pflücke (74. Fofana).
Grasshoppers: Moreira; Loosli, Margreitter, Seko; Herc (85. Kacuri); Bolla, Kawabe (85. Shabani), Pusic (61. Momoh), Schmid; Dadaschow (74. Schettine), Morandi (85. de Carvalho).
Bemerkungen: Servette ohne Bedia, Behrami und Cespedes (alle verletzt). Grasshoppers ohne Ribeiro (gesperrt), Abrashi, Hoxha, Jeong, Lei und Ndenge (alle verletzt). 10. Pfostenschuss von Pflücke. 45. Lattenschuss von Stevanovic. 78. Pfostenschuss von Morandi. 84. Gelb-Rote Karte gegen Loosli.
Verwarnungen: 16. Loosli (Foul). 42. Bauer (Foul). 65. Douline (Foul). 74. Bolla (Foul). 95. Valls (Foul). (abu/sda)

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Erbinho
27.08.2022 20:41registriert Juli 2014
Ich möchte gern mal die Erklärung von Herrn Bieri hören, wieso Frydek die erste gelbe Karte bekam... Wirklich was gemacht, hat er ja nicht und wenn er was unangebrachtes gesagt hätte, hätte es ja glatt rot sein müssen...
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mr. jones
27.08.2022 22:24registriert Januar 2019
SR Bieri war heute völlig überfordert. Statt Ruhe ins Spiel zu bringen, hat er die Emotionen noch geschürt. Ein Schiedsrichter, der in einem durchaus fairen Spiel 13 Karten verteilt, sollte mal eine Auszeit nehmen und sich klar werden, was seine Aufgabe auf dem Spielfeld ist.
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hoi123
27.08.2022 20:46registriert Februar 2014
Bieri soll bitte aufhören zu pfeifen. Unglaublich wie ein faires Spiel so verpfiffen werden kann.
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