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Switzerland's goaltender Reto Berra poses during a media briefing at the IIHF 2016, at the IIHF 2016 World Championship at the practice arena of the Ice Palace, in Moscow, Russia, Friday, May 13, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Reto Berra hat sich an der WM zum Rückhalt im Schweizer Tor entwickelt.
Bild: KEYSTONE

Interview

Goalie Reto Berra nach Niederlage gegen Schweden: «Wir sind eben die Schweiz»

Reto Berra (29) sagt, wie er den Fehler aus dem ersten Spiel gegen Kasachstan wettgemacht hat und warum er trotz einer sehr guten Leistung gegen Schweden nicht zufrieden ist.



Sie sind wieder in Form.
Reto Berra: Ich fühle mich jedenfalls gut, ich fühlte mich auch im Spiel gegen die Russen gut. Aber nach meiner zweiten Niederlage im Penaltyschiessen (die erste war gegen Kasachstan – die Red.) kann ich mit mir nicht zufrieden sein.

Sie sind immerhin bei vier Penaltys nur zweimal bezwungen worden.
Was einer Quote von 50 Prozent entspricht. Das ist einfach zu wenig. Ich wollte diesen Sieg für meine Mitspieler unbedingt holen, die einmal mehr so aufopfernd gekämpft haben. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Wir haben, in jedem Spiel, auch gegen die Schweden wieder alles gegeben und alles versucht und nie aufgegeben.​

Sweden’s Jimmie Ericsson, left, Switzerland’s goalie Reto Berra, center, and Patrick Geering, center bottom, in action during the Ice Hockey World Championships Group A match between Switzerland and Sweden, in Moscow, Russia, on Sunday, May 15, 2016. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Für einmal Gefahr durch einen eigenen Spieler.
Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Warum hat es am Ende dann doch nicht gereicht?
Wir sind eben die Schweiz.

Wie meinen Sie das?
Wir haben einfach noch nicht die Kaltblütigkeit und Abgeklärtheit, die grosse Mannschaft wie beispielsweise Schweden auszeichnet. Das zeigt sich bei einer WM gerade in solchen Spielen.

Wie haben Sie es geschafft, nach dem Lapsus im ersten Spiel gegen Kasachstan wieder ihre Form zu finden.
Ich bin ja nicht mehr 18. Ich bin 29.​

Switzerland's players Reto Schaeppi #19, Patrick Geering #4,  goaltender Reto Berra #20, Morris Trachsler #43, Robin Grossmann #77 and Sweden's players Alexander Wennberg #41, Jimmie Ericsson #21 vie for the puck, during the IIHF 2016 World Championship preliminary round game between Switzerland and Sweden, at the Ice Palace, in Moscow, Russia, Sunday, May 15, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Reto Berra wehrt sich gegen Schweden mit allem was er hat.
Bild: KEYSTONE

Das heisst?
Wenn ich nicht gelernt hätte, solche Fehler wegzustecken, dann wäre ich jetzt nicht hier, ja ich dann wäre nicht einmal bis in die NLA gekommen. Es war ja nicht das erste dumme Gegentor. Ich bin im Laufe meiner Karriere schon ein paar Mal von der roten Linie aus oder von noch weiter hinten bezwungen worden. Das gehört einfach dazu und bei meinem zweiten Einsatz haben es die Dänen ein paar Mal mit Fernschüssen versucht. Jeder Goalie bekommt mal so einen Treffer, damit muss man leben lernen. Die Partie gegen Kasachstan war zum Glück das erste Spiel und es blieben noch sechs Chancen, um den Fehler wiedergutzumachen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • leonidaswarmegahappy 16.05.2016 12:54
    Highlight Highlight Berra hat sich wirklich gemacht in diesem Turnier! Rückschläge wegstecken und dann in den wichtigen Spielen voll da sein, das gelingt im hoffentlich auch morgen! Er bringt viel Ruhe aber auch Emotionen ins Spiel, was der Mannschaft gut tut. Ich hoffe er kann sich auch in der NHL wieder in Szene setzen.

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