Sport
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Claudia Laesser, Leiterin Teleclub Sport, der neue Teleclub Moderator Roman.Kilchsperger, Wilfried Heinzelmann, CEO der CT Cinetrade AG und der Teleclub AG, Dirk Wierzbitzki, Leiter Products & Marketing und Mitglied der Swisscom Konzernleitung und die Teleclub Experten Urs Meier, Marcel Reif, Gilbert Gress, Mladen Petric, Rolf Fringer,.Daniel Gygax und Pascal Zuberbuehler am Medienanlass zum Fussballjahr bei Swisscom und Teleclub fotografiert am Donnerstag, 5. April 2018 in der Labor Bar in Zuerich. (PPR/Manuel Lopez)

Die Teleclub-Experten um Marcel Reif (Fünfter von rechts). Bild: Manuel Lopez

Kommentar

Der ganz grosse Verlierer des CL-Finals heisst Marcel Reif – und damit auch Teleclub



Teleclub hat viel Geld für die Rechte der Champions League bezahlt. Alle Spiele gibt es auf dem Bezahlsender zu sehen, das SRF hatte das Nachsehen und konnte sich bloss die Rechte für die Mittwochsspiele ergattern. Das Finale gestern bot Teleclub eine ganz grosse Chance – in der Schweiz war Liverpools Triumph exklusiv bei ihnen zu sehen.

Man musste für das Finale noch nicht einmal etwas bezahlen. Das Spiel war auf dem Gratissender Teleclub Zoom zu sehen – die Überlegung dahinter ebenso klar wie ausgefeilt: Kunden akquirieren, die sich nächste Saison ein Abo lösen oder zumindest einzelne Spiele mieten wollen.

Doch das Unheil nimmt bereits mit dem Anpfiff seinen Lauf: Marcel Reif liefert einen ersten kleinen, aber feinen Versprecher, als er Shaqiri als Shakira bezeichnet. Nicht deswegen und auch nicht wegen seines gut hörbaren Niesers, für den er sich artig entschuldigt, hat Reif als Kommentator gestern keine Eigenwerbung gemacht.

Viel mehr hat der 69-Jährige in einem schwachen Finale mit einer kaum zu erreichenden Gleichgültigkeit die 90 Minuten durchgeleiert. Das Finale war unspektakulär und ziemlich emotionslos, es gab noch nicht mal eine Verwarnung.

Das war qualitativ und vom Spannungsbogen her definitiv kein Spiel, um welches sich Fussballkommentatoren streiten würden. Und dennoch war Reif gestern so destruktiv, dass er dem Zuschauer damit die letzte Freude an der Partie nahm. Dass man an diesem Spiel denn auch keine Freude haben sollte, das wurde von Reif genügend erwähnt. Seine Performance war enttäuschend, das ist schade – auch für Teleclub.

Teleclub Experte Marcel Reif bei der Medienkonferenz Fussballjahr bei Swisscom und Teleclub in Zuerich am Donnerstag, 5. April 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Marcel Reif konnte beim CL-Final nicht überzeugen. Bild: KEYSTONE

Denn ich bin eigentlich grosser Fan der CL-Berichterstattung von Teleclub. Ich mag das Studio, ich mag die Experten. Teleclub braucht sich nicht vor dem SRF mit seiner langjährigen Erfahrung zu verstecken.

Die gestrige Entscheidung, auf den erfahrensten Kommentator zu setzen, war leider nicht die richtige. Marcel Reif macht als Experte jeweils einen deutlich besseren Eindruck – über 90 Minuten, lieber Teleclub, werdet ihr mit ihm nicht viele neue Kunden gewinnen.

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111 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Thurgauo
02.06.2019 08:04registriert November 2017
Ich schaue eigentlich fast nie Fussball, aber das ist sogar mir gestern negativ aufgefallen.
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pipovic
02.06.2019 08:36registriert June 2014
John Milner & David Origi. Wer kennt sie nicht...
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virus.exe
02.06.2019 08:29registriert October 2014
Was soll man zu diesem Grottenkick denn auch sagen? Dem gingen doch nach 30 Minuten bereits seine Füll-Phrasen aus. Wenn hier jemand versagt hat, dann die Fussballer.
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Kommentar

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