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Luftaufnahme der Schwingarena Zug am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Samstag, 24. August 2019. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Die Zug Arena direkt neben dem Wohngebiet und mit dem Zugersee im Hintergrund. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Zug 2019 – das Schwingfest, das alle Dimensionen gesprengt hat

Zug hat das grösste Eidgenössische Schwingfest der Geschichte gesehen – und wenn es nach Bundespräsident Ueli Maurer geht, soll das nächste 2022 in Pratteln noch grösser werden.



Ist es die Titanic, aufgebockt in der Werft vor ihrer Jungfernfahrt? Oder eher eine Arche Noah, in die von Zeit zu Zeit ein Stier, ein paar Rinder und Pferde verladen werden?

Die eidgenössische Arena in Zug ist ein gewaltiges, atemberaubendes, irgendwie exotisches Bauwerk. Ein Maracana, ein Kolosseum der Urchigen. Gebaut (und wieder abgebaut) mit Hilfe der Armee, die 4000 Manntage beigesteuert hat.

Das war auch 2013 in Burgdorf und 2016 in Estavayer ähnlich. Und doch anders. Im Burgdorf war es eine Arena auf dem Lande. Idyllisch eingezwängt zwischen Waldsaum und Emme. Und 2016 spürten wir, ein wenig verloren auf den Weiten des Militärflughafens von Payerne, den welschen Charme des Unvollkommenen.

In Zug aber wirkt die Arena im Kontrast zur urbanen Kulisse der Wohnblocks im Hintergrund noch imposanter. Wie ein architektonisches Weltwunder. Gebaut für gerade mal zwei Tage. Mit 56'500 Plätzen.

Und die Perfektion der Organisation ist beinahe unheimlich. Wer ein Ticket kauft, darf gratis mit der Eisenbahn reisen. Verkehrsstaus bleiben aus. Der Reisende mit Benzinkutsche fährt am Samstag und am Sonntag einfacher zum und vom Festgelände als bei einer Darbietung des EV Zug.

In Zug sind sich zudem Brauchtum und Moderne, Stadt und Land, Urchige und Hipster so nahe gekommen wie noch nie

Die Zahl der Besucherinnen und Besucher am Freitagabend, Samstag und Sonntag auf dem Festgelände wird auf insgesamt mehr als 400'000 geschätzt. Zählen war nicht möglich. Jeden Tag mehr als 100'000.

Die Schwinger Fans draengen fuer die Mittagspause zum Ausgang der Schwingerarena am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Sonntag, 25. August 2019. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Wenn das Eidgenössische ruft, kommen die Zuschauer in Scharen. Bild: KEYSTONE

In der ganzen Geschichte unserer Eidgenossenschaft sind bisher nur bei zwei Anlässen noch mehr Menschen für ein einziges Ereignis zusammengeströmt: bei der Street Parade in Zürich und beim Begräbnis von General Henri Guisan im April 1960 in Lausanne.

Zug 2019 geht also als grösstes Schwingfest in die Geschichte ein. Zug nimmt nicht nur durch Rekordzahlen und eine perfekte Organisation den ersten Platz ein. In Zug sind sich zudem Brauchtum und Moderne, Stadt und Land, Urchige und Hipster so nahe gekommen wie noch nie.

Natürlich fehlen die Abhandlungen über die Schönheit des Brauchtums nicht. Die Beschreibungen der Treichler, der Kühe mit Hörnern, der Holztrompeter. Die gehören zu jedem Eidgenössischen. Aber diesmal ist es nicht bloss ein Defilee helvetischen Brauchtums. Es ist eine Durchmischung dieser Folklore mit der Gegenwart des Sportes, die es zuvor so nicht gegeben hat.

Die Arena ist umtost vom Kommerz, umlagert von Krämern. Die Reklametafeln auf der Aussenseite sind nicht zu übersehen. Und nie zuvor hat es ein solches Gedränge rund um die Arena gegeben. Draussen hat Welt also ihre moderne Ordnung, aufgeteilt in oben und unten. Die reichen, wichtigen und mächtigen Besucherinnen und Besucher residieren im grössten VIP-Tempel der eidgenössischen Geschichte: im Zuger Hockeystadion. Dort sind sie unter sich.

Aber der «Kern» ist ein ganz anderer. Betritt der Besucher die Arena, so ist es, als sei er nach einer Zeitreise auf einem anderen Planeten gelandet. Ruhe senkt sich in die Seele. Keine Werbebotschaften. Keine Hektik.

Die Begeisterung des Publikums ist zu spüren. Die Stimmung sorgt für Gänsehaut. Sie ist diesem Fest aller Feste würdig. Im Anstand einer Oper näher als einer Fussballspiel. Es gibt zwar eine Ehrentribüne. Aber auch dort sind die Bänke aus dem gleichen harten Holz. Keine abgetrennte VIP-Logen hinter Glas. Im Sägemehl sind alle gleich. Bundespräsident Ueli Maurer hält in dieser vaterländischen Atmosphäre seine wohl gelungenste Ansprache.

Bundespräsident Ueli Maurer wurde am Festakt vom Sonntag mit der Kutsche durch die Arena chauffiert.

Mit der Kutsche wird Ueli Maurer in die Zug Arena eingefahren. Bild: KEYSTONE

Der Auftakt mag ein wenig kitschig sein. Unser Staatsoberhaupt wird in einer von vier edlen Pferden gezogenen Kutsche in die Arena gefahren. Wen man weiss, wie leicht Pferde scheuen (Pferde sind Fluchttiere!) eigentlich ein schier unverantwortbares Risiko.

Was, wenn die Rösser in Panik geraten und samt bundesrätlicher Kutsche durchgebrannt wären? Im gestreckten Galopp durch stiebendes Sägemehl? Die TV-Bilder hätten die Runde um den Globus gemacht.

Der einzige Störfaktor des Festaktes und eines Festes, das alle Dimensionen gesprengt hat ist Gölä mit seinen lärmenden Gesangsversuchen.

Natürlich geht alles gut und selten hat ein Politiker mit träferen Worten den Nerv seines Publikums getroffen wie Ueli Maurer. Als roten Faden wählt er die Bezeichnung «Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest». Er sagt, eidgenössisch töne anders als schweizerisch. Eidgenössisch sei auch älter. Er vergleicht die Situation der Schweiz in der Welt mit den Herausforderungen des Schwingers, der sich im Kampf bewähren muss und auch die Schweiz behaupte sich im Wettstreit der erfolgreichsten, kreativsten Länder ganz vorne. Er verweist weiter auf den Begriff «Genossenschaft», die für gleiche Rechte und Pflichten für alle, für die direkte Demokratie stehe.

Schliesslich gelingt es ihm sogar, auch den «Älpler» mit der Moderne zu verknüpfen. Der «Älpler» – es hat einen besonderen Charme, wenn einer mit unverkennbarem Zürcher Akzent «Älpler» sagt – stehe für Freiheit, Leistung und Verantwortung. Und ja, grösser dürfe das Fest künftig durchaus werden. Es gelte nur, eine Lehre des Zürcher Staatschreibers Gottfried Kellers zu beherzigen: «Alles Grosse und Edle ist einfacher Art.» Der Kern müsse gesund bleiben.

Der Schweizer Musiker Goelae waehrend dem Festakt am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Sonntag, 25. August 2019. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Er hat in Zug nicht überzeugt: Musiker Gölä. Bild: KEYSTONE

Ach, es sind schöne Worte, die wunderbar zum grandiosen Fest passen. Der einzige Störfaktor des Festaktes und eines Festes, das alle Dimensionen gesprengt hat ist Gölä mit seinen lärmenden Gesangsversuchen. Er hat bei einem Eidgenössischen höchstens als voll zahlender Zuschauer etwas verloren.

Wenn die Zuger mit ihrem grandiosen Fest Gewinn machen sollten, dann wird in einem der Zentren des Weltkapitalismus einem Sozialismus gehuldigt, der sogar Zug Kult-Intellektuellen Josef Lang beschämt. Zuerst unten, dann oben: Wird Geld verdient (was bei einem Budget von etwas über 35 Millionen wohl der Fall sein wird), geht ein Betrag in die Nachwuchs-Kassen der Schwingklubs im Kanton. Üben ist ja in der Innerschweiz nötig, sonst gibt es nie einen zweiten König nach Harry Knüsel.

In der Arena des Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfests 2019 in Zug liefern die Helfer Feldschloesschen nach und sorgen fuer Erfrischung bei heissen Temperaturen. Aufgenommen am 24. August 2019. (PPR/Feldschloesschen)

Die Helfer versorgten die Zuschauer mit genügend Bier. Bild: KEYSTONE

Bleibt dann noch Geld, wird die Stundenentschädigung der rund 6000 Helfer von 8 auf 10 Franken angehoben. Und nur wenn dann noch etwas Münz in der Festkasse ist, werden die gut 120 Mitglieder des OK um den Vorsitzenden Heinz Tännler bezahlt.

Wieder kein König für die Innerschweiz, aber immerhin Geld und Geist in Zug. Und darauf kommt es ja beim Eidgenössischen an.

Das ESAF 2019 in Zug in Bildern

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 26.08.2019 19:18
    Highlight Highlight Mit dieser Infrastruktur könnte man noch andere Events durchführen. Beach Volleyball, Ringen, Judo, Bike Shows, Skate Shows, Musikkonzerte usw. Sicher würde es für die verschiedenen Events Umbauten brauchen. Ich finde, die Anlage sollte beim nächsten mal ein paar Tage länger stehen bleiben und noch für andere Events genützt werden.
  • Knety 26.08.2019 13:36
    Highlight Highlight Gölä ist echt der nervigste Schweizer aller Zeiten!
    Es wirkt auch schon sehr verzweifelt wie er sich erst beim den Tigerfans und nun bei den Schwingfreunden einzuschleimen versucht.
    Das Verfallsdatum ist bei Mr. Pfeuti längst überschritten.
  • sottosopra 26.08.2019 12:27
    Highlight Highlight Und an den regionalen Schwingfesten dümpeln dann die üblichen bekannten Gesichter umher. Esaf ist in etwa vergleichbar mit YB-Juve vom vergangenen Dezember: Die Gloryhunter kommen aus ihren Löchern hervor und kaufen den Fussballfans (bzw. in diesem Fall den Schwinginteressierten) - denjenigen also, die an jeder hundsverlocheten teilnehmen und den Sport "tragen" - die Tickets weg.
    • DerHans 26.08.2019 13:14
      Highlight Highlight Sottosopra du weist als Ultra Super Mega Schwingfan sicher dass der grösste Teil der Tickets an die Verbände gehen und nur wenige in den freien Verkauf kommen oder?
    • sottosopra 26.08.2019 14:07
      Highlight Highlight Ich ging (als nicht Schwingfan) davon aus, dass analog wie bei einer Fussball-WM, ein Grossteil der Tickets an die Verbände gelangt (beim Fussball: UEFA, FIFA, nationale Verbände) und von dort an Sponsoren und Privatpersonen weitergereicht werden (wo sie dann über Wettbewerbe, Gefälligkeiten und Ricardo) an den Fan gelangen.
  • Nick Name 26.08.2019 11:26
    Highlight Highlight Was hat hier die Armee zu suchen?

    Und was ist eine «vaterländische Atmosphäre»?
    • Fulehung1950 26.08.2019 12:27
      Highlight Highlight Nun, die SVP, der ja auch OK-Präsi Tännler angehört, hat schon oft den Einsatz von Soldaten am Lauberhorn und am Kuonisbärgli kritisiert, und zwar mit scharfen Worten. Das sei nicht Aufgabe der Armee. Wenn es allerdings um das Schwingen geht, ist alles anders. Nicht dass ich etwas dagegen hätte, dass Soldaten die Arena auf- und wieder abbauen. Im Gegenteil: de mache si wenigschtens öppis gschyds! Aber dann bitte bei Lauberhorn und Kuonisbärgli „Schnaize Fury“!
    • Nick Name 26.08.2019 14:16
      Highlight Highlight In meinen Augen sind weder Schwingfest noch Skirennen (Kuonisbergli war ich selbst als Zivilschützer, war u.a. sicherheitstechnisch eine Katastrophe) noch irgendwelche anderen Sport- und Kulturanlässe Gelegenheiten, an denen der Bevölkerungsschutz und die Landesverteidigung eingesetzt werden dürften (und wo die Angehörigen der Organisationen notabene dazu gezwungen sind).
      Warum auch? «Öppis Gschyds mache» zieht m.E. als Argument nicht wirklich ...
      Und den Begriff Vaterland könnten wir langsam aber sicher (insbesondere unter Journis) auf der Sondermülldeponie der Geschichte entsorgen.
  • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 26.08.2019 11:21
    Highlight Highlight "Der einzige Störfaktor des Festaktes und eines Festes, das alle Dimensionen gesprengt hat ist Gölä mit seinen lärmenden Gesangsversuchen."

    Made my day ! 🤣🤣🤣
    • Fulehung1950 26.08.2019 12:29
      Highlight Highlight Stimmt! Polo sel. hätte man die „Alperose“ abgekauft, aber Gölä den Alpenrocker - ich weiss nicht....
  • Satan Claws 26.08.2019 09:55
    Highlight Highlight Es ist vielleicht keine populäre Meinung: Sport ist gesund aber Sport zu schauen nichts anderes als Ressourcenverschwendung.
  • PlayaGua 26.08.2019 09:41
    Highlight Highlight Die Aussagen zu Gölä bringen es auch den Punkt. Danke!
  • Gubbe 26.08.2019 09:30
    Highlight Highlight Der Artikel ist nicht soo schlecht, beinahe gut. Die letzten 2 Sätze gehören nicht da rein, sie zeugen von Neid und Unverständnis.
    • Korrekt 26.08.2019 10:10
      Highlight Highlight Geld und Geist ist ein Buch von Jeremias Gotthelf.
  • estrella5 26.08.2019 09:27
    Highlight Highlight Es war ein top organisiertes Fest. Die Helfer waren sehr freundlich und die Stimmung super. Was mir am besten gefallen hat, war das Publikum. Jung & Alt, Stadt- & Landleute, F-CH, D-CH & I-CH, alle haben zusammen gefeiert.
  • Satan Claws 26.08.2019 09:27
    Highlight Highlight "Gebaut für gerade mal zwei Tage." Am besten macht man solche Dinge noch grösser und etwas weniger lang. Brot und Spiele für die Massen.
  • lilie 26.08.2019 09:15
    Highlight Highlight Habe das Schwingfest nicht wirklich verfolgt, aber der Artikel ist sehr schön geschrieben und würdigt die Leistung aller Beteiligten.

    Toll finde ich, dass Überschüsse zuerst an die Nachwuchsschwinger und die Helfer ausbezahlt werden, das ist sehr sympathisch.

    Vielleicht könnte man das mal in der einen oder anderen Firma einführen, wo Boni in der Regel zuerst an die Führungsriege ausbezahlt werden...
  • GraveDigger 26.08.2019 09:11
    Highlight Highlight Welch ein Kommerz. Schade drum..
    • snowleppard 26.08.2019 09:39
      Highlight Highlight Dann bleib mal schön da unten im Schatten bei deinen Toten.
      Wir haben da einen riesengrossen, friedlichen Spass bei tollstem Wetter und Sport gehabt.
      Chrüzgamälle Riämächaib isch das geil gsii!
  • _Lucky Luke_ 26.08.2019 09:02
    Highlight Highlight Zweifellos ein grandioses Fest. Trotzdem erstaunt es, dass der "einfache Bürger" das Schwingfest als Steuer- und Gebührenzahler zwar ungefragt mitfinanzieren muss, aber seine Chancen auf ein Ticket (nur 1000x4 Tickets im freien Vorverkauf) verschwindend klein sind.
    Zudem würde ich mal behaupten, dass eine klare Mehrheit der 56'000 Zuschauer wohl für No Billag gestimmt hat. Und dabei wird kaum jemandem klar sein, dass das ESAF ohne SRF nicht annähernd so gross und populär wäre.

    • FrancoL 26.08.2019 09:40
      Highlight Highlight Nicht zu kritisch sein nach den Lobliedern, das mag man nicht.
      Es ist eine "heile" Welt und soll es bleiben, auch wenn viele aussen vor blieben.
  • Scrj1945 26.08.2019 08:48
    Highlight Highlight Schade, dass man das mit den gratis zugtickets nicht auch für die hockey wm in der schweiz hinkriegt. Habe von viele hockey fans aus dem ausland gehört, dass sie es überteuert finden
    • Satan Claws 26.08.2019 09:29
      Highlight Highlight Mir wäre es recht meine Steuergelder etwas sinnvoller zu verschleudern.
  • Mova 26.08.2019 08:36
    Highlight Highlight Tolle Sache. Kleiner Verbesserungsvorschlag, für die Kinder hätte es ein bisschen mehr Spiel und Spass geben können.
  • WID 26.08.2019 08:30
    Highlight Highlight Kann ich dei Armee künftig auch für meine Feste engagieren?
    • Lümmel 26.08.2019 09:04
      Highlight Highlight Vielleicht... wenn du ein Fest von nationaler Bedeutung organisierst.
    • Galippo 26.08.2019 09:10
      Highlight Highlight Wenn dein fest
      ,,National bedeutend,, oder Militärnah ist, darfst du eine Anfrage stellen.
  • mstuedel 26.08.2019 08:29
    Highlight Highlight Süffig geschriebener Artikel! Als Fernsehzuschauer hab ich vom Sportlichen zwar wohl mehr mitgekriegt als die meisten Zuschauer mit ihren Feldstechern. Aber das ganze Drumherum zu sehen, reizt mich schon irgendwie, auch als Linker und Netter.
    • Leckerbissen 26.08.2019 08:41
      Highlight Highlight Ist ja kein Problem - man darf auch als Linker und Netter eine etwas andere Schweiz kennenlernen und sich mit unseren Brauchtümern auseinandersetzen - alles in Ordnung also :)
    • Jacques #23 26.08.2019 09:36
      Highlight Highlight Die linken und netten sind ja eindeutig auch Schweizer... Bald gar in der Mehrheit 😊

      Zeit dafür, die rechten sind mir nicht mehr recht, sondern nur noch rechts und unflätig.

      Gruss aus der grünen Mitte.
      🇨🇭🇨🇭🇨🇭
  • Nasi 26.08.2019 08:22
    Highlight Highlight Was mich persönlich interessiert:
    Hat es eigentlich auch viele Junge an diesen Schwingfesten? In meinem Umkreis kenne ich nur ältere (40+) die sich dafür interessieren und auch schon da waren.
    Oder anders gefragt: Gibt es ein Nachwuchsproblem (von den Fans) oder sieht die Zukunft rosig aus?
    • Hallo22 26.08.2019 08:53
      Highlight Highlight Die Zukunft sieht sehr rosig aus. Waren unglaublich viele Leute im U30 und U20 Alter Vorort.
    • Nasi 26.08.2019 09:28
      Highlight Highlight Man stellt eine Frage und wird wie wild geblitzt. Die Watson-Community, Ladies & Gentleman.
    • Satan Claws 26.08.2019 10:14
      Highlight Highlight @Nasi

      Eine Frage bewerten ist ohnehin komisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tr3 26.08.2019 08:18
    Highlight Highlight „Der welsche Charme des Unvollkommenen“ - Echt jetzt?

    Erstaunlich, wie der Zaugg es immer wieder schafft, sich selbst zu toppen.
    • Natürlich 26.08.2019 09:21
      Highlight Highlight Warum, was stört dich an dieser Aussage?
    • tr3 26.08.2019 09:58
      Highlight Highlight Schau mal die Welschen, sie probierens wieder mal. Jöö, wie herzig. Klappt halt nicht alles perfekt, aber da können sie ja nix dafür, sind halt trotz allem nur halbe Schweizer. Aber Mühe haben sie sich gegeben, das sieht man schon, das ist ja auch öpis wert. Fröllein, encore un halbe Fendant, merssi bien! Santé!
    • Hierundjetzt 26.08.2019 11:48
      Highlight Highlight Tr3: im Kontext ist es ein Kompliment.

      D-CH Perfektion in der W-CH? 😂😂😂 nein. Gibt es nicht.

      Und das ist auch gut so.

      Das nennt man Vielfalt.
  • Nelson Muntz 26.08.2019 08:12
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
    • fidget 26.08.2019 10:51
      Highlight Highlight Was willst du uns damit sagen? Am ESAF kannst du nicht nur die 56'500 Besucher in der Arena zählen. Etliche kamen auch ohne Ticket nach Zug und verbrachten die Tage vor der Arena und verfolgten das Spektakel mit tausenden anderen im Public Viewing. Während des ESAF waren insgesamt über 400'000 Schwingfans vor Ort.
    • nuhresideeli 26.08.2019 11:45
      Highlight Highlight Eindrücklich, heute ginge das gar nicht mehr, weil zu wenig Polizei verfügbar.
      War das ganze Wochenende in Zug, habe 2 Polizisten gesehen, echt coole Sache.
  • mstuedel 26.08.2019 08:05
    Highlight Highlight Süffig und prägnant geschrieben, dieser Artikel. Vor dem Fernseher hab' ich vielleicht zwar vom Sportlichen mehr mitgekriegt als die meisten Zuschauer mit ihren Feldstechern, aber irgendwie juckt es mich nun auch, mal hinzugehen, auch als Linker und Netter.
  • lasrlasr 26.08.2019 07:58
    Highlight Highlight Architektonisches Meisterwerk? Das sind doch einfach riesige Tribünen aus Plastik, Holz und Metall? Naja sei‘s drum, das witzigste an jedem dieser Feste finde ich, dass die Armee zum Aufbau in den Himmel gelobt wird xD
    • Prodecumapresinex 26.08.2019 08:36
      Highlight Highlight Und eine Arena mit solchen Ausmassen im «Leichtbau» ist für dich keine Meisterleistung? Für mich schon. Ich war schwer beeindruckt sowohl ob der Statik und auch, wie aus einfachen Gerüstrohren (sorry, falls das der falsche Terminus ist) so etwas Impossantes gebaut werden kann. 😲
      Benutzer Bild
    • lasrlasr 26.08.2019 11:36
      Highlight Highlight Es ist durchaus beeindruckend, aber es als architektonisches (ich korrigiere mich) Weltwunder zu bezeichnen lässt mich schmunzeln. No offense und solide arbeit.
  • lynx 26.08.2019 07:56
    Highlight Highlight "In der ganzen Geschichte unserer Eidgenossenschaft sind bisher nur bei zwei Anlässen noch mehr Menschen für ein einziges Ereignis zusammengeströmt"
    Also, bitte, Herr Zaugg: Mit 30 Sekunden Googeln finde ich: Zürichfest 2019 - 2,5 Mio. Besucher. Badenfahrt 2017 - 1,2 Mio. Besucher... Oder sind das keine "einzelne Ereignisse"?
    • SeineEminenz 26.08.2019 08:20
      Highlight Highlight Ist Badenfahrt nicht ein mehrwöchiges Event?

      Es geht hier wohl um am meisten Besucher an einem Moment an einem Ort
    • Ruedi Minder 26.08.2019 13:57
      Highlight Highlight Das Fête des vignerons, welches am 11. August zu Ende ging, hat er schlicht vergessen. Alleine die Vorführungen haben 375000 Zuschauer gesehen, ohne alle Besucher.
  • Dinu14 26.08.2019 07:55
    Highlight Highlight Super Bericht, gratuliere. Bei allen Punkten gebe ich Dir recht, Klaus.

    Es war definitiv ein super geiles fest. 💪👍
  • franzfifty 26.08.2019 07:39
    Highlight Highlight Das Thema Kommerz etc ist für mich kein Problem. Wieso soll man diesen Event nicht grösser und mehreren Bevölkerungsschichten zugänglich machen? Mein italienischer Kollege hat gesagt (wir waren aber nicht in der Arena):
    "Einfach genial. Man kommt mit dem Zug, spaziert dorthin, Leute lachen, jeder trägt blaue Hemden. Es ist friedlich. Super Wetter und dann diese unglaublich sympathischen Schwinger! Die Schweiz ist geil. Am Bahnhof waren die Leute total relaxed, ich sah niemand gestresst, trotz 4 Minuten Verspätung!"
    Ich sah das nicht anders! Es war toll!
    • Triple A 26.08.2019 08:14
      Highlight Highlight Womit das Klischee des fröhlich-familär-geselligen Italieners auch wieder einmal bedient wäre!
    • tr3 26.08.2019 08:16
      Highlight Highlight Trotz 4!!!! Minuten Verspätung?! 😳
    • Phrosch 26.08.2019 08:34
      Highlight Highlight tr3: schau mal an einem Montag um 17Uhr, wie die Leute auf vier Minuten Verspätung reagieren 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triple A 26.08.2019 07:29
    Highlight Highlight Alles schön und gut. Wenn sich jedoch im Schlussgang zwei Athleten messen und einer davon ist einen Kopf grösser und 40 schwerer ist dies schlicht unfair.
    • mstuedel 26.08.2019 08:11
      Highlight Highlight Wer's nach Gewichtsklassen getrennt sehen will, soll halt Ringen schauen. Auch beim Sumo Wrestling gibt es diese Trennung nicht, und es ist ja auch dort nicht so, dass immer die Brocken gewinnen. Ein tieferer Schwerpunkt hat auch seine Vorteile und gewisses Quantum an Beweglichkeit, welche mit zunehmendem Gewicht abnimmt, hat auch seine Vorteile.
    • Bündn0r 26.08.2019 08:16
      Highlight Highlight Alleine die Tatsache, dass er es in den Schlussgang geschafft hat widerlegt dein Mimimi.
      Grösse und Gewicht sind nicht automatisch ein Vorteil.
    • virus.exe 26.08.2019 08:18
      Highlight Highlight Keine Ahnung vom Schwingen also?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 26.08.2019 06:50
    Highlight Highlight Grösser, grösser, grösser. 😏
  • iisprinzässin 26.08.2019 06:36
    Highlight Highlight "Und die Perfektion der Organisation" würde ich das nicht nennen wenn ganze Busverbindungen zwischen Ortschaften ersatzlos gestrichen und Bushaltestellen so verlegt werden dass einem die Chauffeure sagen dass sie auch nicht wissen wo man hin müsse und schon froh seien kennen sie den eigenen Kurs.
    Aber alles in allem blieb es auch nachts einigermassen ruhig und das freut mich.
    • iisprinzässin 26.08.2019 07:46
      Highlight Highlight Hört mal, schön wenn ihr eine gute Zeit hattet, aber meine Kommentare waren vor allem das: meine Meinung und meine Erfahrungen. Wenn der Bahnhof Oerlikon gesperrt würde wegen eines Festes wäre der Lärm wesentlich lauter. Aber trotzdem hat das Fest meinen Arbeitsweg verkompliziert. Oder wäre es dir egal wenn du vier Tage lang eine Stunde statt 15 Minuten Arbeitsweg hättest für den du auch noch ein zusätzliches Ticket für 50.- lösen musst weil du via eine andere Stadt in die Nachbargemeinde musst? Alles was ich schrieb ist wahr. Wenn du mir nicht glaubst würde es mich wunder nehmen warum.
    • Amboss 26.08.2019 08:19
      Highlight Highlight @iisprinzässin: Wow, für vier Tage den Arbeitsweg verkompliziert...
      Klar, ich kenne deine Geschichte, deine Situation nicht, aber das scheint mir jetzt mal nicht so das Wahnsinnsdrama zu sein.
      Zudem: Du hast ja gewusst, dass das Fest kommt. hättest genug Zeit gehabt, Abzuklären wie die Busse da fahren oder Alternativen zu suchen. Wieso nicht, zB ein Teil des Wegs per Velo zu gehen? Oder über diese Zeit Ferien nehmen?
      Und das mit den 50CHF glaub ich irgendwie auch nicht recht.

      Oder:Wieso das ganze nicht easy nehmen. Hat man halt mal für 4 Tage 45min länger. Ist das echt so schlimm?
    • Ritter Kunibert 26.08.2019 08:20
      Highlight Highlight @prinzässib
      Wo arbeitest du denn genau im Kanton Zug? Kann mir kaum vorstellen, dass die Einschränkung sooo gross war... Ausser man umgeht denn Bhf sowieso, weil man von Anfang an negativ dazu eingestellt war... Und wenn es so mühsam war, hättest du auch locker ein/zwei Ferientage nehmen können... das Datum und das Ausmass war ja sehr früh schon bekannt... daher: Arrangez-vous🤷🏼‍♂️
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  • Galius Julius 26.08.2019 06:33
    Highlight Highlight Auch wenn ich sonst kein Fan bin von Ueli Maurer, aber die Rede war wirklich gut!
    • Fulehung1950 26.08.2019 12:21
      Highlight Highlight Vor allem bemerkenswert kurz! Wenn ich denke, wie Politiker bei solchen Gelegenheiten sonst schwadronieren....
  • Landei 26.08.2019 06:30
    Highlight Highlight Auf der Strecke blieben die Hornusser für die die Zuger keinen Platz haben wollten. Schwach!
    • hero70 26.08.2019 07:03
      Highlight Highlight Zumindest innerhalb des Kantons Zug wäre es gar nicht möglich gewesen. Zu zugebaut ist die Ebene mittlerweile. Da haben die Organisatoren schon recht. Aber angrenzend in ZH, AG oder LU wäre das meines Erachtens schon machbar gewesen. Der Wille, eine solche Lösung zu suchen, war offenbar tatsächlich nicht allzu gross...
    • c_meier 26.08.2019 09:11
      Highlight Highlight wieviele Hektaren benötigen die Hornusser?
      wahrscheinlich ist es einfach fast nicht mehr möglich eine so grosse Fläche zu finden wo Schwingerarena, Festzelt, Gastronomie für 75'000 Besucher täglich, Gabentempel, Zeltplatz, Infrastruktur usw und zusätzlich noch die Hornusser Platz finden.
    • jimknopf 26.08.2019 12:28
      Highlight Highlight Und die Boccia-Spieler! Synchronschwimmen habe ich auch keins gesehen.
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  • DerRaucher 26.08.2019 06:04
    Highlight Highlight Ja

Verrückt, aber wahr – Stuckis Sieg, der keiner war

Christian Stucki (34) ist König. Eine der schönsten Geschichten der Schwinger-Historie. Sie hat nur einen kleinen Makel: Sein Schlussgang-Gegner Joel Wicki lag gar nicht regulär auf dem Rücken.

Christian Stucki schmettert im Schlussgang Joel Wicki mit einem gewaltigen Wurf nach 41 Sekunden auf den Rücken. Die drei Kampfrichter – einer im Sägemehlring, zwei am Tisch, geben das Resultat. Christian Stucki ist König. Welch wunderbarer Abschluss eines Festes, das alle Dimensionen gesprengt hat!

Aber es gibt einen kleinen Schönheitsfehler. Joel Wicki war nach den Buchstaben des Gesetzes nicht auf dem Rücken. Nicht besiegt. Der Gang hätte weitergehen müssen. Der König verdankt seine …

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