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Dank Alcaraz und Sinner: Tennis bleibt auch ohne die «Big 3» spektakulär

Carlos Alcaraz, of Spain, right, shakes hands with Jannik Sinner, of Italy, after Alcaraz won their match in the quarterfinals of the U.S. Open tennis championships, early Thursday, Sept. 8, 2022, in  ...
Jannik Sinner gratuliert Carlos Alcaraz (rechts) zum Sieg im US-Open-Viertelfinal.Bild: keystone
Kommentar

Die «Big 3» braucht es nicht mehr – dank Spielern wie Alcaraz und Sinner

Interessiert Tennis nach der Ära von Federer, Nadal und Djokovic überhaupt noch jemanden? Ja, dank Spielen wie jenem heute Nacht zwischen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner.
08.09.2022, 13:2810.09.2022, 16:03

Was war das für ein Viertelfinal! Über fünf Stunden und 15 Minuten duellierten sich Carlos Alcaraz (19) und Jannik Sinner (21) im Arthur Ashe Stadion. Als Alcaraz kurz vor drei Uhr morgens seinen ersten Matchball verwertete, war es das am spätesten zu Ende gegangene Spiel der US-Open-Geschichte.

Es ist ein Duell, das beweist, dass der Tennissport auch in Zukunft attraktiv und interessant bleiben wird, wenn Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic mal definitiv nicht mehr dabei sind. Der Beweis, dass es die «Big 3» rein sportlich gesehen nicht mehr braucht.

Das Erbe, das Federer, Nadal und Djokovic hinterlassen, wird natürlich unantastbar bleiben. Vielleicht werden sie auch noch den einen oder anderen grossen Titel holen. Aber die Zukunft gehört Youngstern wie Alcaraz und Sinner – und das ist gut so.

Denn sie sind erstklassige Tennisspieler. Beim dritten Duell der beiden seit diesem Juli jagt ein Spektakelpunkt den nächsten. Mal war es Alcaraz, der scheinbar unmögliche Schläge zeigt. Dann wieder Sinner, der Unfassbares auspackt. Der junge Spanier Alcaraz überzeugt mit seinem Biss, seinem Kampfeswillen, und gibt nie einen Punkt verloren. Der Italiener Sinner dominiert mit seiner Power und seiner Schnelligkeit von der Grundlinie aus. Alcaraz kann noch in New York die Nummer 1 werden. Sinner hat schon bei allen vier Grand Slams die Viertelfinals erreicht.

Die Partie in den frühen New Yorker Morgenstunden war das bislang beste Tennisspiel des Jahres und das gänzlich ohne Beteiligung der «Big 3». Auch Berufskollegen konnten kaum glauben, was sie sahen.

Alcaraz gegen Sinner wird schon etwas zu einer Rivalität. Und wenn beide ihr Talent weiter ausspielen und von Verletzungen mehrheitlich verschont bleiben, wird es nicht mehr lange dauern, bis sie sich auch regelmässig in Grand-Slam-Finals gegenüberstehen.

Die zwei werden kaum in ähnlichem Mass dominieren, wie das bei Federer, Nadal und Djokovic der Fall war, denn Daniil Medwedew, Stefanos Tsitsipas, Alexander Zverev, oder Casper Ruud werden da auch noch ein Wörtchen mitreden. Aber etwas Abwechslung schadet nach fast zwei Jahrzehnten Big-3-Dominanz ja auch nicht.

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
quelle: keystone / christophe petit tesson
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Fan bekommt Tennisschläger von Djokovic geschenkt. Seine Reaktion ist zum Niederknien.

Video: watson

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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jbm-t-mtr
08.09.2022 14:10registriert Juli 2022
Die Big 3 kratzen halt an den 40 Jahren (bzw. Federer drüber) und haben ihre besten sportlichen Tage lange hinter sich.
Was ausserordentlich ist und es so schnell bestimmt nicht mehr geben wird, ist das 3 Spieler das komplette Männertennis während fast 20 Jahren dominierten. Klar hatten Wawrinka, Murray und co. auch ihre Glanzmomente in dieser Zeit. Aber was die drei Herren geleistet haben ist beispiellos und deshalb Chapeau an Federer, Nadal und Djokovic! Ohne Diskussion wer jetzt der GOAT ist – für mich sind alle drei zusammen der GOAT.
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deki777
08.09.2022 13:51registriert September 2022
Nicht gegen die Leistung von Sinner und Alcaraz, aber vor nicht all zu langer Zeit hat man das selbe über Tsitsipas und Zverev gesagt.... Die jungen Spiel haben noch lange nicht die Konstanz wie die BIG 3. :-)
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