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epa07748907 Players of FC Basel (red) and PSV Eindhoven (green) enter the pitch for the UEFA Champions League second qualifying round, second leg soccer match between FC Basel and PSV Eindhoven in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 30 July 2019.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Das Prickeln war wieder da – endlich wieder ein grosser Abend in Basel. Bild: EPA

Kommentar

Die FCB-Sternstunde ist ein Meilenstein für die Zukunft

Der FC Basel schlägt PSV Eindhoven und steht in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation. Mit dem Weiterkommen dürfte vorerst wieder Ruhe einkehren.

Céline feller / CH Media



Die Dämme brechen. Die gesamte Mannschaft rennt auf den Platz. Gefolgt vom Staff. Alle fallen sich in die Arme. Der Druck fällt ab. Dieser so grosse, immense Druck. In den letzten Tagen wurde er immer deutlicher. Er war greifbar in Basel.

Scheidet der FCB an diesem Abend gegen PSV Eindhoven aus – trotz guter Ausgangslage – es würde wieder grosse Unruhe aufkommen im Klub. Das Kader würde auseinanderbrechen. Fragen würden gestellt. Zum Spardruck, dem Trainer, den Rotationen.

Aber all diese Fragen: Sie sind nun zweitrangig. Denn der FC Basel hat es geschafft: Er haut den grossen Favoriten PSV Eindhoven raus in der zweiten Qualifikations-Runde der Champions League. Und er sichert sich damit zeitgleich die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League. Damit kommt der FCB an seine budgetierten rund 8 Millionen Franken. Und er ist wieder dort, wo er sich jahrelang bewegte und auch brillierte: auf der internationalen Bühne.

Es ist ein Ausrufezeichen, das der FC Basel setzt. Ein bedeutenderes als der Cupsieg gegen einen FC Thun – ohne despektierlich sein zu wollen. Er hat einen grossen Namen eliminiert. Er hat gezeigt, dass er noch über sich hinauswachsen kann wie früher. Und ja, dass er gar noch immer für magische Nächte sorgen kann. Diese so lange und schmerzlich vermissten Nächte, die für Emotionen sorgen in Basel wie sonst nichts. Getragen wurde der FCB an diesem Abend auch von seinen Fans. Es wirkt wie eine kleine Versöhnung nach Wochen, Monaten oder gar Jahren der Entfremdung zwischen Klub und Fans.

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Ein Freistoss-Treffer, der in Erinnerung bleiben wird: Cömert nagelt den Ball via Latte ins Tor. Video: streamable

Für den FC Basel ist dieser Abend, dieses 2:1 gegen Eindhoven, ein Meilenstein. Ein wegweisender Moment für die Zukunft. Mit den gesicherten Millionen kann das Monster, zu dem dieser Klub in den goldenen Jahren unter Heusler und Heitz gewachsen ist, weiter gefüttert werden. Das strukturelle Defizit wird nicht weiter anwachsen. Spieler können ihren Wert mindestens in der Europa League steigern und später noch teurer verkauft werden.

PSV's head coach Mark Van Bommel, left, and Basel's head coach Marcel Koller, right, prior to the UEFA Champions League second qualifying round second leg match between Switzerland's FC Basel 1893 and Netherland's PSV Eindhoven in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, July 30, 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Vor dem Spiel waren beide noch gut drauf: PSV-Trainer Mark van Bommel und FCB-Coach Marcel Koller. Bild: KEYSTONE

Nach zwei schwierigen Jahren hat der FCB sein Schicksal auf dem Platz wieder in die Hand genommen und geliefert. Damit kann auch das nötige Selbstvertrauen getankt werden. Und noch wichtiger: Mit dem Weiterkommen wird Ruhe einkehren. Egal, ob man gegen Linz in der nächsten Runde scheitert.

Es wird auch Marcel Koller Ruhe bringen. Weil auch er in seinem wichtigsten Spiel beim FC Basel alles richtig gemacht hat. Der Druck, er fällt nicht zuletzt auch von ihm ab. Verdientermassen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • mrgoku 31.07.2019 10:47
    Highlight Highlight verstehe die ganze aufregung nicht?? als ob psv eine übermacht wäre?
    • DrEurovision 31.07.2019 11:00
      Highlight Highlight ein Team, das im letzen Jahr in der Eredivisie mit 3 Punkten rückstand auf Ajax meister geworden ist und diese notabene mit 3:0 aus dem eigenen Stadium gefegt hat, ist sicher ein schwerer gegner, auch wenn PSV wichtige Spieler (De Jong) abgeben musste
  • Switch_on 31.07.2019 10:28
    Highlight Highlight Ich finde es amüsant, dass dieser Kommentar ausgerechnet von Frau Feller stammt. Waren es doch sie (und Herr Weber) die über den FCB so berichtet haben, als wäre er kurz vor dem Zusammenbruch.

    Und dies nur weil man zwei Jahre etwas schlechter war. Nach wohlgemerkt acht Titeln am Stück.

    Spannend wie schnell das Blatt sich wendet ;)
  • de_spy 31.07.2019 10:23
    Highlight Highlight Ich mag keine Spassbremsen und erst recht auch nicht selbst eine sein, doch es war nur EIN Sieg!

    Keine Frage, für den CH Fussball ist das erst einmal gut. Aber bleibt bitte auf dem Teppich. Sollte der FCB nur in die Euroleague kommen und dort früh die Segel streichen, so war auch dieser eine Sieg gegen PSV nur von überschaubarem Wert. Es gilt nun diese Leistung überhaupt erstmal (mehrfach) zu bestätigen. Nichts weiter.
  • Therealmonti 31.07.2019 10:05
    Highlight Highlight Man könnte fast meinen, der FCB habe soeben die Champions League gewonnen...
  • super_silv 31.07.2019 10:04
    Highlight Highlight Tut der schweizer Liga sicher gut 2 teams zu haben die Europäisch konkurenzfähig sind. Auch YB braucht einen starken Gegner in der heimischen Liga, sonst wird das eigene Niveau automatisch sinken.
  • Joe Smith 31.07.2019 09:48
    Highlight Highlight Diesen Grottenkick mit einem Zufallssieg als Sternstunde zu bezeichnen ist ebenso absurd wie van Wolfswikel nach X vergebenen 100%-igen Torchancen als Matchwinner zu feiern.
  • Now 31.07.2019 09:32
    Highlight Highlight In einem heroischen Kampf gegen die übermächtigen Holländer hat der FC Basel den drohenden Untergang einer ganzen Region und vielleicht der ganzen Schweiz vereitelt.

    Nach Jahren des Elends wird nun eine goldene Epoche des Glücks und Wohlstandes ausbrechen.
    • mrgoku 31.07.2019 10:48
      Highlight Highlight übermächtigen holländer.. haha PSV Madrid oder PSV Germain oder wie?
  • MoistVonLipwigMobile 31.07.2019 09:23
    Highlight Highlight Der FCB ist wieder stabiler und Spieler wie Stocker können endlich die Leistung abrufen die man von ihnen erwartet.
    Auf die Doppelbelastung bin ich gespannt. Das Spiel gegen St Gallen zeigt mir allerdings das sie nicht mehr die Kadertiefe von früher haben und das eine oder andere Talent nochmals (oder überhaupt) einen Sprung in der Entwicklung machen muss wenn man an YB dran bleiben will und international gute Leistungen zeigen möchte.
    Hoffen wir auf eine endlich wiedermal spannende Saison und tolle internationale Spiele von YB und dem FCB.
  • c_meier 31.07.2019 08:27
    Highlight Highlight naja für den uefa-koeffizient der Schweiz und die Finanzen des Vereins (uefa-Millionen) war der Sieg schon extrem wichtig.
    Basel hat für mich in diesem Spiel schon ein etwas anderes Gesicht gezeigt gestern als noch letzte Saison, mit dem neuen Verteidiger haben sie in mehr Wasserverdrängung investiert anstatt einfach wie bisher mit Suchy weiterzumachen.
    und... Stocker war wieder überall wo der Ball war und hat Emotionen reingebracht (was wohl sein Job ist), wird spannend sein wie YB-Trainer Seoane damit umgehen wird
  • Real John Doe 31.07.2019 08:17
    Highlight Highlight 1. Ok, es war Eindhoven aber nicht Barcelona oder PSG. Bitte auf dem Boden bleiben.
    2. Man steht jetzt in Runde 3 gegen Linz. Verliert man da, ist Eindhoven schnell vergessen. Ab da sind auch Teams wie Ajax, Olympiakos, Bate, Dynamo Kiev, Porto etc dabei.
    3. Gilt es auch noch die Playoffs zu überstehen. Erst wenn sie das geschafft haben, kann man von einem Erfolg reden.

    Planungssicherheit aufgrund der EuroLeague Millionen ok, ein sportliches Ausrufezeichen hat man damit aber noch nicht gesetzt...
    • matlebleu 31.07.2019 08:32
      Highlight Highlight Das ist ein sportliches Ausrufezeichen. Das Gefühl sich weiterhin in einer Negativspirale zu befinden ist vorerst weg. Auch in früheren Jahren waren es genau solche Erfolge (z.B. Roma), die der Mannschaft Energien freigesetzt haben für die weitere Saison. Mal schauen, was es heuer bringen wird.

      Und: Über Erfolge gegen Barça oder PSG müssen wir derzeit nicht diskutieren. Die sind sicherlich nicht der Gradmesser. PSV war ein hübscher Erfolg.
    • JonathanFrakes 31.07.2019 08:58
      Highlight Highlight @Real John Doe: Basel wird auch in allfälligen CL-Playoffs gesetzt sein und kann darum sicher nicht auf Ajax oder Porto treffen.
    • Fruchtzwerg 31.07.2019 09:04
      Highlight Highlight Bitte nicht vergessen: PSV wurde hinter CL-Finalist Ajax knapp 2. in der Meisterschaft. Natürlich ist das kein Schwergewicht aber trotzdem ein europäischer Topclub. Clubs wie Schalke, Wolfsburg oder Mönchengladbach haben etwa denselben Marktwert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baron von Eberstein 31.07.2019 08:14
    Highlight Highlight Sternstunde? Nur mit der Ruhe😄
  • Jonas Schärer 31.07.2019 07:55
    Highlight Highlight Die Leistung des FCB in ehren und so wichtig ich mind 3 CH Teams europäisch finde: Calm down!

    Der FCB wird das strukturelle Defizit mit den 8 EL Millionen nicht decken können, da brauchts schon die CL.


    Zu PSV: ja, die waren ein starker Gegner, jedoch meilenweit davon entfernt ein europäisches Schwergewicht zu sein.

    Ich mag so unreflektierte Lobhuddelei nicht.
    • Raembe 31.07.2019 08:18
      Highlight Highlight Jonas: Alleine für die Europa League gibts schon ca.6Mio. Da wird das Defizit schon deckbar sein.

      Zum PSV: Ein Schwergewicht vlt nicht, aber trotzdem klarer Favorit gegen Basel.
    • Allion88 31.07.2019 08:27
      Highlight Highlight es war trotzdem kein einfacher gegner für diese stufe, 4-facher marktwert vom FCB und sie waren klarer aussenseiter und mussten das rückspiel gewinnen.

      Sternstunde mag übertrieben sein, trotzdem eine gute leistung und verdient gewonnen. nächste runde gegen LASK ist basel auf dem papier favorit. mal schauen, wie sie sich da schlagen
    • Jonas Schärer 31.07.2019 08:29
      Highlight Highlight Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Die EL gibt fix 8Mio.
      Das strukturelle Defizit des FCB beträgt aber über 20Mio!
      Das reicht also nicht mal für die Hälfte!

      Letztes Jahr wahr die Rechnung des FCb lediglich knapp eine 0 wegen Verkäufen von 51Mio.
      Ist dem Geschäftsbericht und diversen Medienberichten (gut abgstützten nicht Blick!) schwarz auf weiss zu entnehmen.

      Wie gesagt, ich will die Leistung der Basler sportlich nicht schmälern und freue mich auch als YB Fan für den CH-Fussball. Aber es gibt aktuell noch keinen Grund gleich so durchzudrehen!
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