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«Siebesiech» – Siebenkämpferin Annik Kälin gewinnt EM-Silber

Bronze medalist Annik Kalin, of Switzerland, gold medalist Nafissatou Thiam, of Belgium, and silver medalist Adrianna Sulek, of Poland, from left to right, pose after finishing the Women's heptat ...
Das Medaillentrio: Kälin, Thiam und Sulek (von links).Bild: keystone

«Siebesiech» – Siebenkämpferin Annik Kälin gewinnt EM-Bronze

18.08.2022, 22:2118.08.2022, 22:58

Die 22-jährige Schweizer Leichtathletin Annik Kälin feiert den grössten Erfolg ihrer noch jungen Karriere. An den Europameisterschaften in München gewinnt sie sensationell die Bronzemedaille.

«Unglaublich! Damit hätte ich vor dem Wettkampf nicht gerechnet», freute sich Kälin im SRF-Interview. Die Bündnerin lag vor dem abschliessenden 800-m-Lauf auf Rang 2. Doch die Kontrahentinnen, die unmittelbar hinter ihr lagen, gelten als bessere Läuferinnen.

Bestleistung über 800 m pulverisiert

Kälin zeigte allerdings zum Abschluss der zwei Wettkampftage im Münchner Olympiastadion ein grossartiges Rennen, in dem sie mit 2:13.73 ihre persönliche Bestleistung um fast vier Sekunden senken konnte. «Ich wusste, dass diese 800 m extrem hart werden», sagte sie. «Die letzte Gerade kam mir unendlich lange vor und ich war so froh, als es vorbei war.»

Switzerland's Annik Kaelin, back, after the 800 m competition of the Women's Heptathlon at the 2022 European Championships Munich at the Olympiastadion in Munich, Germany, on Thursday, Augus ...
Kälin im Ziel des besten Wettkampfs ihres Lebens.Bild: keystone

Hinter der belgischen Topfavoritin Nafissatou Thiam und Adrianna Sulek aus Polen gewann Kälin Bronze. Mit 6515 Punkten stellte sie zudem einen neuen Schweizer Rekord auf.

Diese Marke hatte Kälin bereits vor wenigen Wochen verbessert. Damals überraschte sie an der WM im amerikanischen Eugene (Oregon) als Sechste. Den dort aufgestellten Rekord schraubte sie nun noch einmal um 51 Punkte in die Höhe.

Die Gunst der Stunde genutzt

Kälin hatte sich am zweiten Tag in den 2. Zwischenrang vorgearbeitet. Sie lancierte den Kampf um die Medaillen mit einer persönlichen Bestweite von 6,73 m im Weitsprung. Der Speerwurf (46,72 m) war dann solid, mehr aber nicht.

Damit es mit der Medaille klappte, hat Kälin womöglich auch Anouk Vetter zu verdanken. Die Niederländerin, Olympia- und WM-Zweite, gab den Wettkampf auf. Dadurch wurde wahrscheinlich ein zusätzlicher Podestplatz neben Thiam frei. (ram)

Kambundji souverän im Final
Mujinga Kambundji zeigte im Halbfinal über 200 m einen souveränen Auftritt und erreichte mit der Zeit von 22,76 Sekunden den Final problemlos. Sie gehört zu den Topfavoritinen im Kampf um die Medaillen.

Eine tolle Leistung zeigte am Vormittag der 400-m-Hürdenläufer Julien Bonvin. Der Walliser senkte seinen persönlichen Bestwert auf 49,10 Sekunden und steht im Final. Dies schaffte auch Stabhochspringer Dominik Alberto mit 5,65 m. (ram/sda)
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