2. Lauf 13.30 Uhr
Bei Halbzeit liegt Federica Brignone in Führung. Die Super-G-Olympiasiegerin aus Italien hat 34 Hundertstel Vorsprung auf die Deutsche Lena Dürr und 46 Hundertstel Vorsprung auf ihre Landsfrau Sofia Goggia. Camille Rast ist als Zwölfte die beste Schweizerin, sie liegt 68 Hundertstel hinter dem Podest.
Die Startliste im 2. Lauf
30 Camille Cerutti FRA +2,75
29 Nina O'Brien USA +2,58
28 Sue Piller SUI +2,33
27 Hanna Aronsson Elfman SWE +2,27
26 Madeleine Sylvester-Davik NOR +2,26
25 Ana Bucik Jogan SLO +2,12
23 Zrinka Ljutic CRO +2,11
23 Vanessa Kasper SUI +2,11
22 Asja Zenere ITA +1,90
20 Britt Richardson CAN +1,74
20 Stephanie Brunner AUT +1,74
19 Doriane Escane FRA +1,59
18 Kajsa Lie Vickhoff NOR +1,42
17 Emma Aicher GER +1,25
16 Nina Astner AUT +1,24
15 Lara Della Mea ITA 1,19
13 Paula Moltzan USA +1,16
13 Maryna Gasienica-Daniel POL +1,16
12 Camille Rast SUI +1,14
11 Julia Scheib AUT +1,13
10 Alice Robinson NZL +1,09
9 Mina Fürst Holtmann NOR +1,05
8 Valérie Grenier CAN +1,03
7 Mikaela Shiffrin USA +1,02
4 Thea Louise Stjernesund NOR +0,74
4 Sara Hector SWE +0,74
4 Lara Colturi ALB +0,74
3 Sofia Goggia ITA +0,46
2 Lena Dürr GER +0,34
1 Federica Brignone ITA
Bei Halbzeit liegt Federica Brignone in Führung. Die Super-G-Olympiasiegerin aus Italien hat 34 Hundertstel Vorsprung auf die Deutsche Lena Dürr und 46 Hundertstel Vorsprung auf ihre Landsfrau Sofia Goggia. Camille Rast ist als Zwölfte die beste Schweizerin, sie liegt 68 Hundertstel hinter dem Podest.
Um 13.30 Uhr geht's weiter mit dem 2. Lauf.
Die Norwegerin schliesst die Top 30 ab. Bei Sylvester-Davik zeigt sich das Muster der vorangegangenen Fahrerinnen: Sie verliert konstant Zeit, klassiert sich mit 2,26 s zwischen den beiden Schweizerinnen Kasper und Piller.
20 Jahre alt ist die Freiburgerin, die erstmals bei Olympia dabei ist. Sie büsst im zweiten Sektor relativ viel Zeit ein, bis ins Ziel summiert sich ein Rückstand von 2,33 s.
Zwischenrang 24 bedeutet, dass sie im 2. Durchgang eine gute Startnummer haben wird. Dann fährt ja die 30. des 1. Laufs als Erste.
Die Französin schafft es nur wenige Fahrsekunden weit. Direz fährt zu direz äh direkt über eine Welle und verpasst das folgende Tor.
Die 29-jährige Engadinerin aus Celerina startet schnell ins Rennen, hält oben mit den Besten mit. Danach schafft sie das nicht mehr. Kasper büsst 2,11 s ein – Zwischenrang 22.
Die Österreicherin zeigt, was die Piste noch alles zulässt. Sie schafft es auf Zwischenrang 16, liegt nur 1,24 s hinter Brignone – und einen Zehntel hinter Rast.
Für die 29-Jährige erfüllte sich mit der Teilnahme an den Heimspielen ein grosser Traum. Der Traum einer Medaille wird sich für Zenere nicht erfüllen, sie verliert im 1. Lauf 1,90 s auf ihre Freundin Federica Brignone.
Nun lässt die Qualität nach. Alphand verliert 2,79 Sekunden.
Hoffen wir, dass die beiden jungen Schweizerinnen gleich zeigen, dass sie mehr können als die Schwedin. Die Piste lässt noch alles zu.
Die Amerikanerin ist die erste Fahrerin, die ausscheidet.

Die Österreicherin fährt der Form ihrer besten Tage hinterher. Brunner gelingt kein Exploit, sie büsst 1,74 s auf Brignone ein.
Laut SRF-Co-Kommentatorin Tina Weirather haben sich die Windverhältnisse geändert. Camille Rast habe Gegenwind gehabt, nun sei es eher windstill.
Fürst Holtmann nutzt die Bedingungen und reiht sich mit 1,05 s Rückstand auf Rang 9 ein.
Mit 1,42 s Rückstand belegt die Norwegerin Zwischenrang 16. Fürs Podest fehlt Lie Vickhoff rund eine Sekunde.
Weil Wendy Holdener auf einen Start verzichtete, sehen wir keine Startnummer 18. Stattdessen geht es mit Emma Aicher weiter, die 1,25 Sekunde verliert.
Kein Riesenslalom für die Speed-Spezialistin. Aber Goggia macht das sehr stark – sie reiht sich mit 0,46 Rückstand auf Zwischenrang 3 ein.
Das hätte wohl fast niemand erwartet: Lena Dürr brilliert. Sie rast mit 34 Hundertstel Rückstand auf Brignone auf Zwischenrang 2. Die Piste lässt noch alles zu – so soll es sein.
«Ich spürte unterwegs genau, wo ich die Zeit verlor. Oben war ich gut, unten auch, der zweite Durchgang wird nochmals spannend. Es ist, wie wenn nochmals alles auf Null gestellt wäre. Federica Brignone hat einen grossen Vorsprung, aber hinter ihr ist alles möglich.»
Die Welle, hach diese Welle. Bis dorthin ist Richardson gut unterwegs. Aber sie wirft alles weg, büsst 1,74 s ein.
Nun die Super-G-Olympiasiegerin. Brignone legt stark los, oben war nur Rast noch schneller als sie. Bei Kurshälfte hat sie ihren Vorsprung auf 0,76 s ausgebaut! Auch unten zieht die Italienerin durch und die schwierige Welle meistert sie hervorragend. Sie setzt sich mit 74 Hundertstel Vorsprung deutlich an die Spitze.
Bei der letzten Zwischenzeit führt die Polin noch sensationell. Dann folgt die Welle vor dem Ziel, die viele Fahrerinnen vor grosse Probleme stellt. Zu ihnen gehört auch Gasienica-Daniel. Aber mit 0,42 s Rückstand ist auch sie noch voll dabei, das ist Zwischenrang 9.
Mamma mia! Auch Della Mea kann sich bei Halbzeit Chancen aufs Podest ausrechnen. Mit 0,45 Sekunden Rückstand reiht sie sich auf Rang 10 ein.
Die Amerikanerin ist mehr als ein Geheimtipp. Sie hält bis Rennhälfte mit, aber dann unterläuft ihr ein gewaltiger Fehler. Er beraubt sie aller Chancen, O'Brien verliert bis ins Ziel 1,84 Sekunden und ist damit Letzte.
Der Doppeladler fliegt rasant über die Tofana und landet an der Spitze. Colturi genau gleich schnell wie Hector und Stjernesund. Drei Fahrerinnen zeitgleich an der Spitze – wow, ist das spannend!
Die Kanadierin meldet ihre Ambitionen auf eine Medaille an. Mit dem Rückstand von 0,29 Sekunden wird sie am Nachmittag ein Wort mitreden. Zwischenrang 4 für Grenier.
Die formschwache Kroatin ist nun die erste Fahrerin, die keine Rolle mehr spielen wird, wenn ab 13.30 Uhr um die Medaillen gekämpft wird. Ljutic kämpft mit der Piste und büsst 1,37 Sekunde ein.
Die Österreicherin startet als Topfavoritin. Wie Rast fährt Scheib oben stark und büsst dann etwas ein. Die letzte Welle vor dem Ziel, mit der viele Fahrerinnen Mühe hatten, wirft sie beinahe ab. Scheib rettet sich mit 0,39 Sekunden Rückstand über die Ziellinie.
Dieser zweite Lauf verspricht Hochspannung. Robinson verliert nach einem Fehler vor einem Flachstück zwar Zeit, die Neuseeländerin liegt aber mit 0,35 Sekunden Rückstand weiterhin in Schlagdistanz.
Bis jetzt ein Rennen der knappen Abstände. Auch für Moltzan scheint noch alles offen bei Halbzeit. Die Amerikanerin mit 0,42 Sekunden knapp hinter Rast auf Zwischenrang 5.
Nun der grosse Schweizer Trumpf in diesem Rennen. Camille Rast muss wie alle anderen mit wechselnden Windverhältnissen umgehen.
Rast legt los wie die Feuerwehr, hat bei der ersten Zwischenzeit schon einen Vorsprung von 0,39 Sekunden.
Ein grober Schnitzer kostet sie aber einen Spitzenplatz. Im Ziel liegt sie 0,40 Sekunden hinter der Spitze.

Die Amerikanerin zeigt eine kontrollierte Fahrt, lange liegt sie praktisch gleichauf mit den beiden Führenden. Doch im unteren Teil verliert Shiffrin etwas, sie büsst 0,28 Sekunden ein.
Eine enge Kiste zwischen den beiden Nordländerinnen. Oben hat Hector noch einen Rückstand auf Stjernesund, dann holt sie auf – und im Ziel sind beide genau schnell.
Bei den Männern triumphierte gestern mit Lucas Pinheiro Braathen die Startnummer 1. Ein gutes Omen für Stjernesund? Fehlerfrei war die Fahrt nicht – mal schauen, was ihre Zeit von 1:03.97 wert ist.
Offenbar stimmt mit der Zeitnehmung etwas nicht. Am Start wird geflickt.

Vor vier Jahren in Peking ging Gold an
Sara Hector. Die Schwedin zählt auch heute zu den Favoritinnen – sie gewann den letzten «Riesen» vor Olympia. Hector steigt mit der Startnummer 2 ins Rennen.

Die letzte Schweizer Goldmedaille im Frauen-Riesenslalom liegt schon 38 Jahre zurück. In Calgary triumphierte
Vreni Schneider (Bild). Vor ihr wurden
Marie-Theres Nadig (1972) und
Yvonne Rüegg (1960) Olympiasiegerin in dieser Disziplin.

Federica Brignone aus Italien kann nach dem Olympiasieg im Super-G unbefreit ans Werk gehen. Dazu ist auch mit Camille Rast zu rechnen, in den letzten sieben Riesenslaloms fuhr sie immer in die Top 5 und gewann einen davon. Die Schwedin Sara Hector fährt konstant stark in diesem Winter.
Und wenn Mikaela Shiffrin am Start einer technischen Disziplin steht, gehört sie fast automatisch zum Kreis der Siegesanwärterinnen. Allerdings hat die Amerikanerin zuletzt mit Olympischen Spielen keine guten Erfahrungen gemacht. Ob das noch im Kopf ist?
Der Sieg führt wohl über
Julia Scheib. Die Österreicherin hat im Weltcup vier von acht Riesenslaloms in diesem Winter gewonnen, zwei Mal wurde sie Zweite. Die Hauptprobe verpatzte Scheib allerdings: Beim letzten Rennen vor Olympia in Spindlermühle schied sie aus.

Das Schweizer Frauen-Team ist im olympischen Riesenslalom nur mit einem Trio am Start:
Wendy Holdener verzichtet kurzfristig auf die Teilnahme. Die Schwyzerin fokussiert sich auf den Slalom vom Mittwoch. Sie wird heute ein zusätzliches Training in ihrer besten Disziplin absolvieren.

1 Thea Louise Stjernesund NOR
2 Sara Hector SWE
3 Mikaela Shiffrin USA
4 Camille Rast SUI
5 Paula Moltzan USA
6 Alice Robinson NZL
7 Julia Scheib AUT
8 Zrinka Ljutic CRO
9 Valérie Grenier CAN
10 Lara Colturi ALB
11 Nina O'Brien USA
12 Lara Della Mea ITA
13 Maryna Gasienica-Daniel POL
14 Federica Brignone ITA
15 Britt Richardson CAN
16 Lena Dürr GER
17 Sofia Goggia ITA
19 Emma Aicher GER
20 Kajsa Lie Vickhoff NOR
21 Mina Fürst Holtmann NOR
22 Stephanie Brunner AUT
23 AJ Hurt USA
24 Estelle Alphand SWE
25 Asja Zenere ITA
26 Nina Astner AUT
27 Vanessa Kasper SUI
28 Clara Direz FRA
29 Sue Piller SUI
30 Madeleine Sylvester-Davik NOR
Nach dem 1. Lauf

Federica Brignone strahlt als Leaderin.Bild: keystone
Federica Brignone hat nach Gold im Super-G auch den Sieg im Olympia-Riesenslalom im Visier. Nach dem 1. Lauf führt die Italienerin deutlich. Camille Rast büsst viel Zeit ein – darf aber trotzdem aufs Podest schielen.
15.02.2026, 13:1815.02.2026, 13:18
Auf dem nicht allzu steilen, aber mit vielen Wellen versehenen und daher tückischen Hang in Cortina d'Ampezzo entwickelte sich ein Rennen, in dem die hinteren Startnummern das Klassement ordentlich durcheinanderwirbelten. Bis Brignone als 14. ins Rennen stieg, führten Lara Colturi, Sara Hector und Thea Stjernesund zeitgleich.
Dann lancierte Brignone das Rennen neu. Die 35-jährige Italienerin legte dann mit einer fehlerfreien Fahrt eine Differenz von 0,74 zwischen sich und das Trio. In die Lücke stiessen in der Folge überraschend die Slalomspezialistin Lena Dürr (0,34 Sekunden zurück) aus Deutschland und Brignones Landsfrau Sofia Goggia (+0,46), die in den Speed-Disziplinen stärker einzuschätzen ist als im Riesenslalom.
Brignones Fahrt an die Spitze.Video: SRF
Rast braucht einen Traumlauf
Camille Rast war im ersten Streckenteil die Schnellste, büsste unten mit einer fehlerhaften Fahrt aber viel Zeit ein und liegt mit 1,14 Sekunden Rückstand im 12. Zwischenrang, direkt hinter Julia Scheib. Der Saisondominatorin aus Österreich, die vier von acht Riesenslaloms gewinnen konnte, hatte wie so viele andere Fahrerinnen über die letzte Welle vor dem Ziel eine falsche Richtung und verlor viel Zeit. Den beiden fehlen rund sieben Zehntel auf das Podest.
Vanessa Kasper (23.) und Sue Piller (28.) büssten mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit ein. Wendy Holdener verzichtete kurzfristig auf einen Start. Die Schwyzerin konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf den Slalom vom Mittwoch. (ram/sda)