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Ski-Weltcup: Kristoffersen triumphiert in Schladming, Meillard out

Slalom der Männer, Schladming
1. Henrik Kristoffersen (NOR) 1:53,80
2. Atle Lie McGrath (NOR) +0,34
3. Clement Noel (FRA) +0,54

9. Tanguy Nef (SUI) +2,40
17. Daniel Yule (SUI) +3,40
20. Ramon Zenhäusern (SUI) +4,07

Out: Loic Meillard (SUI), Paco Rassat (FRA), Eduard Hallberg (FIN), Armand Marchant (BEL), Johannes Strolz (AUT), Istok Rodes (CRO), Dominik Raschner (AUT), Dave Ryding (GBR), Adrian Pertl (AUT).
Norway's Henrik Kristoffersen celebrates at the finish area of an alpine ski, men's World Cup slalom, in Schladming, Austria, Wednesday, Jan. 28, 2026. (AP Photo/Marco Trovati)
Henrik Kristo ...
Henrik Kristoffersen ist der grosse Sieger in Schladming. Bild: keystone

Kristoffersen knackt Schladming-Rekord und sagt: «Das ist Skifahren, nicht Eishockey»

Zum bereits fünften Mal gewinnt Henrik Kristoffersen den Slalom von Schladming. Der 31-jährige Norweger feiert damit seinen insgesamt 34. Weltcup-Sieg. Loïc Meillard scheidet im 2. Lauf aus.
28.01.2026, 16:4528.01.2026, 22:39

Premiere oder Quintett? Das war die Frage, als Atle Lie McGrath als letzter Fahrer den Hang in Schladming in Angriff nahm. Der Norweger trat gegen seinen Landsmann Henrik Kristoffersen an, der den alleinigen Rekord auf der Planai vor Augen hatte. Und McGrath verlor tatsächlich immer mehr von seinem knappen Vorsprung. Am Ende fuhr er mit 34 Hundertstel Rückstand ins Ziel, was immerhin Platz zwei bedeutete.

«Es bedeutet sehr viel. Ich glaube trotzdem, dass wir auf solchen Bedingungen wie heute nicht fahren sollten. Es ist Skifahren, nicht Eishockey. Aber heute ist es mir egal. Ich habe auf allen Bedingungen und Kurssetzungen gewonnen. Ich bin noch nicht fertig mit Skifahren. Ich sage das nicht nur, wenn ich ein schlechtes Ergebnis habe, ich sage das einfach, wenn ich es so empfinde.»
Henrik Kristofferen

Der grosse Sieger jedoch war Kristoffersen, der den Nacht-Slalom bereits 2014, 2016, 2017 und 2020 gewonnen hatte. Nun steht er bei fünf Siegen – und dies, nachdem er sich tags zuvor noch sehr über die eisige Piste aufgeregt hatte. Auf Platz 3 folgte der Franzose Clément Noël, der dank Bestzeit im zweiten Lauf fünf Ränge gutmachte.

Ärgerlicher Nuller für Meillard

Aus Schweizer Sicht verlief der Abend enttäuschend: Loïc Meillard, der Sieger des Riesenslaloms vom Dienstag, lag nach dem ersten Lauf auf Rang 3 und hatte gute Aussichten, zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden auf das Podest zu steigen. Dieses Vorhaben war jedoch bereits nach wenigen Fahrsekunden zunichte. Meillard rutschte in einer Kurve zu weit hinaus und fand nicht mehr in die Spur zurück. Es war nach Gurgl und Adelboden sein dritter Ausfall in diesem Slalom-Winter.

«Ein Nuller tut immer weh», sagte Meillard im Interview mit SRF. «Die Kurssetzung hat schlicht keine Fehler erlaubt.» Nach dem intensiven Programm im Januar werde er nun ein bisschen runterfahren und Energie für Bormio sammeln. Dort will der Slalom-Weltmeister seine erste Olympia-Medaille gewinnen.

Ärgerlicher Bremser von Nef

Auch die weiteren Schweizer Olympiafahrer zeigten durchzogene Leistungen. Der Beste war Tanguy Nef, der als Neunter zum sechsten Mal in dieser Saison in die Top 10 fuhr. Allerdings verpasste der Genfer durch einen kostspieligen Fehler im Schlusshang eine noch bessere Klassierung.

Daniel Yule, der sich am Sonntag in Kitzbühel den letzten der vier Startplätze für Bormio gesichert hatte, musste sich mit Rang 17 begnügen. Matthias Iten gehört trotz der Ränge 10 in Val d'Isère und 6 in Wengen noch immer zu den Fahrern mit hohen Startnummern (44 in Schladming) und schied bereits im ersten Lauf aus.

Ramon Zenhäusern, der vor drei Jahren im Nacht-Slalom noch zwischen Clément Noël und Lucas Braathen Rang 2 belegt hatte, fuhr diesmal immerhin in die Punkte – erst zum dritten Mal in dieser Saison. Obwohl er im zweiten Lauf überhaupt nicht auf Touren kam, machte er dank der neun Ausfälle noch einige Ränge gut und klassierte sich am Ende auf Platz 20. (abu/sda)

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