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Super League live: FC Sion gegen FC Luzern in Ticker und TV

Ilyas Chouaref (SIO), gauche, lutte pour le ballon avec Tyron Owusu (FCL), droite, lors de la rencontre de football de Swiss Super League entre le FC Sion et le FC Lucerne ce samedi 24 janvier 2026 au ...
Ilyas Chouaref und der FC Sion knackten die Luzerner Defensive nur einmal.Bild: KEYSTONE

Sion und Luzern teilen die Punkte +++ GC punktet dank Asp Jensen in Lausanne

Sion bleibt im Tourbillon zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen – Luzern kann mit dem Punktgewinn immerhin den Abstand zu GC, das in Lausanne ebenfalls Unentschieden spielt, bei vier Punkten halten. Schlusslicht Winterthur hat in Lugano keine Chance.
24.01.2026, 20:2724.01.2026, 22:39

Sion – Luzern 1:1

Sion und Luzern trennen sich im Wallis 1:1. Beide Tore fielen in der ersten Halbzeit. Adrian Grbic brachte die Gäste in der 19. Minute schmeichelhaft in Führung, der Ex-Luzerner Donat Rrudhani glich eine Viertelstunde später für Sion aus.

Für Luzern, das seit dem 6:0-Schützenfest gegen die Grasshoppers am 2. November nur ein Ligaspiel gewonnen hat und in Sitten überwiegend Defensivarbeit leistete, war es ein gewonnener Punkt – ein Punkt allerdings, der im Kampf um den Anschluss an die Top 6 nur bedingt weiterhilft. Und ein Punkt, dem ein weiteres Mal eine verspielte Führung zugrunde lag. Nicht weniger als 19 Punkte haben die Zentralschweizer in dieser Saison nach Vorsprüngen noch aus der Hand gegeben. «Es war eine reife Leistung. Darauf können wir aufbauen», befand Luzerns Torschütze Grbic im Blue-Interview.

Luzerns Trainer Mario Frick hatte seine Startelf im Wallis nach dem 2:5 gegen Lugano ordentlich durchgemischt. Unter anderem tauschte er drei Verteidiger in seiner Viererkette aus; einzig Bung Meng Freimann, der gegen Lugano das 2:5 erzielt hatte, verblieb in der Startformation. Im Mittelfeld rückte unter anderem Levin Winkler in die Startelf, im Sturm musste Lars Villiger den Platz neben Julian von Moos Grbic überlassen.

Die Massnahmen verfehlten ihre Wirkung insofern nicht, als dass einige der Nachrücker entscheidende Akzente setzten und die Defensive wieder gefestigter agierte. Grbic brachte die Luzerner in Führung, Winkler war es, der beim besagten Angriff über die rechte Seite Grbics Assistent Von Moos bediente.

Allzu lange hatte Luzerns Führung indes nicht Bestand, weil ausgerechnet Rrudhani mit einem frechen Schuss aus spitzem Winkel ausglich. Ein ähnlicher Treffer von Matteo Di Giusto zum vermeintlichen Luzerner 2:1 wurde in der 74. Minute wegen eines vorangegangenen Fouls von Grbic zurückgenommen. Grbic sah dafür die Gelbe Karte, die ihm eine Sperre für das nächste Spiel gegen St. Gallen einbrachte.

Sion - Luzern 1:1 (1:1)
6500 Zuschauer. SR Gianforte.
Tore: 19. Grbic (Von Moos) 0:1. 35. Rrudhani (Baltazar Costa) 1:1.
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Rrudhani (72. Berdayes), Kabacalman, Baltazar Costa; Chouaref (84. Lukembila), Kololli (64. Chipperfield); Nivokazi (72. Boteli).
Luzern: Loretz; Dorn, Knezevic, Freimann, Ciganiks; Winkler, Abe, Owusu; Di Giusto; Von Moos (82. Villiger), Grbic.
Verwarnungen: 51. Abe, 77. Grbic (im nächsten Spiel gesperrt), 86. Dorn, 89. Villiger, 90. Baltazar Costa.

Lausanne – GC 1:1

Die Grasshoppers finden in der Romandie zumindest halbwegs aus dem Tief. Jonathan Asp Jensen sichert dem Tabellenvorletzten beim 1:1 bei Lausanne-Sport einen Punkt. Dem dänischen Leihspieler von Bayern München gelang in der 76. Minute der etwas schmeichelhafte Ausgleich für die (zu?) lange auf eine stabile Defensive bedachten Gäste. Und besänftigte damit die aufgebrachten GC-Anhänger wenigstens teilweise.

Nachdem sich die GC-Kurve unter der Woche in einem schriftlichen Statement von der Klubführung abgewendet und den ihrer Ansicht nach ungenügenden Dialog abgebrochen hatte, brachte die Partie in der Lausanner Tuilière zunächst noch mehr Ungemach. Dies, weil Schiedsrichter Luca Piccolo beim Lausanner Führungstreffer in der 51. Minute seiner grosszügigen Linie treu blieb und einen Schubser von Nathan Butler-Oyedeji an Dirk Abels auch nach Studium der Videobilder nicht ahndete. Gaossou Diakité konnte in der Folge unbedrängt einschieben.

Auf dem Platz liessen sich die Spieler vom Gegentreffer indes nicht entmutigen. Nachdem die Hoppers zuvor überwiegend aufs Verteidigen bedacht waren und mit Kontern vergeblich versucht hatten, Nadelstiche zu setzen, sicherte ihnen Asp Jensen mit einer feinen Einzelleistung und seinem siebten Saisontor noch einen Punkt. «Wir haben gut verteidigt und liessen hinten wenig zu. Das Gegentor war ärgerlich, aber der eine Punkt ist okay», befand Lovro Zvonarek im Platzinterview bei Blue.

Das Remis brachte den Grasshoppers im Abstiegskampf einen weiteren Punkt Reserve auf das Schlusslicht Winterthur ein. Acht Punkte beträgt die Differenz nun zum direkten Abstiegsplatz. Wobei der Abstiegskampf durch den schwelenden Konflikt zwischen den Fans und der Klubführung eine zusätzliche Note erhalten hat.

Lausanne-Sport - Grasshoppers 1:1 (0:0)
5345 Zuschauer. SR Piccolo.
Tore: 51. Diakité (Butler-Oyedeji) 1:0. 75. Jensen (Zvonarek) 1:1.
Lausanne-Sport: Letica; Soppy, Mouanga, Okoh (63. Poaty), Fofana; Mollet, Custodio (70. Roche), Beloko (87. Ajdini); Diakité; Butler-Oyedeji (70. Lekoueiry), Traoré (70. Janneh).
Grasshoppers: Hammel; Abels, Diaby (29. Mikulic), Stroscio (85. Bettkober); Diarrassouba, Zvonarek, Hassane, Krasniqi; Plange, Tsimba (46. Clemente), Jensen (91. Marques).
Verwarnungen: 17. Stroscio (im nächsten Spiel gesperrt), 45. Butler-Oyedeji, 62. Hassane.

Lugano – Winterthur 4:1

Der FC Lugano setzt seine Aufholjagd in der Super League unvermindert fort. Beim 4:1-Heimsieg gegen das Schlusslicht Winterthur ist die Partie schon in der ersten Halbzeit praktisch entschieden.

Anto Grgic verwandelte nach 13 Minuten einen Freistoss aus rund 20 Metern Entfernung direkt. Auch wenn Renato Steffen acht Minuten später das 2:0 aus bester Position verpasste, waren mit dem frühen Führungstreffer die Weichen für einen ungefährdeten Heimsieg gegen seinen Lieblingsgegner der letzten Jahre gestellt. Noch in der ersten Halbzeit sorgten Kevin Behrens nach mustergültiger Vorarbeit von Daniel Dos Santos und Mattia Zanotti mit dem 3:0 für eine frühe Vorentscheidung.

Zum sechsten Mal in Folge gab es für Winterthur gegen Lugano damit nichts zu holen, zudem setzte es die Gegentore 53 bis 56 in der Meisterschaft ab. Mehr als das 1:3 durch Adrian Hunziker (67. Minute), der in der ersten Halbzeit auch Winterthurs erste gute Gelegenheit auf dem Fuss hatte, lag für die Gäste auch nicht drin, als Lugano einen Gang zurückschaltete. Hadj Mahmoud stellte die Dreitoredifferenz in der Folge wieder her.

Dabei hatte Trainer Patrick Rahmen bei der Wahl seiner Spieler wieder mehr Optionen als zuletzt. Gegenüber dem 0:2 in Sitten vor zehn Tagen wechselte er fast sein ganzes Personal aus. In Abwesenheit des erkrankten Luca Zuffi verblieben neben Goalie Stefanos Kapino einzig Pajtim Kasami und Andrin Hunziker in der Winterthurer Startelf.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/blue Sport

Bei Lugano fiel die Absenz des gesperrten Antonios Papadopoulos in der Innenverteidigung nicht ins Gewicht. Damian Kelvin vertrat Papadopoulos an der Seite von Hannes Delcroix souverän und steuerte seinen Teil zu Luganos fünftem Sieg in Folge bei.

Lugano - Winterthur 4:1 (3:0)
3229 Zuschauer. SR Blanco.
Tore: 13. Grgic 1:0. 42. Behrens (Dos Santos) 2:0. 44. Zanotti (Behrens) 3:0. 67. Hunziker (Sidler) 3:1. 79. Mahmoud 4:1.
Lugano: Saipi; Zanotti (63. Brault-Guillard), Kelvin, Delcroix, Martim Marques (30. Alioski); Bislimi, Grgic; Cimignani, Steffen (81. Bottani), Dos Santos (63. Mahmoud); Behrens (81. Koutsias).
Winterthur: Kapino; Sidler, Arnold, Durrer (46. Citherlet), Diaby (46. Dansoko); Kasami (86. Maksutaj), Stéphane Cueni; Rohner (78. Buess), Schneider (46. Golliard), Maluvunu; Hunziker.
Verwarnungen: 4. Hunziker, 49. Kelvin. (nih/sda)

Die Tabelle

Die Torschützenliste

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