DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06277532 Swiss Moto2 rider Dominique Aegerter (C) of the Kiefer Racing team speaks with team officials during free practice of the Australian MotoGP Grand Prix 2017 on Phillip Island, Victoria, Australia, 20 October 2017. The Australian motorcycling Grand Prix takes place on 22 October 2017.  EPA/JOE CASTRO AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT  EDITORIAL USE ONLY

Aegerter und sein Manager müssen auf Plan B zurückgreifen. Bild: EPA/AAP

Nix mit den Millionen – Aegerter kriecht einem Hochstapler auf den Leim

Die Millionen aus Russland fliessen nicht. Dominique Aegerter kann die Moto2-WM 2018 nur fahren, wenn er eigenes Geld investiert. Möglich, dass auf «Alteisen» von Eskil Suter gefahren wird.



Der Flug war gebucht. Ein Hotelzimmer reserviert, der Champagner kalt gestellt: Dominique Aegerter und sein Manager Robert Siegrist wollten morgen Donnerstag nach Wien fliegen und dort mit dem ehrenwerten David Pickworth die Verträge unterzeichnen.

Pickworth ist der neue Besitzer des Rennteams von Aegerter und er hatte blühende Landschaften versprochen. Millionen aus Russland, KTM-Höllenmaschinen aus Österreich und auch sonst alles nur vom Feinsten.

Switzerland's Moto2 rider Dominique Aegerter steers his Suter during the second practice session for the Australian Motorcycle Grand Prix at Phillip Island near Melbourne, Australia, Friday, Oct. 20, 2017. (AP Photo/Andy Brownbill)

Aegerter auf seiner Suter im Herbst 2017. Bild: AP

Doch die schöne Reise nach Wien findet nicht statt. «Der Termin ist geplatzt und KTM steigt aus», sagt ein sichtlich zorniger Siegrist. Aegerter und sein Manager sind ganz offensichtlich einem Hochstapler aufgesessen. Pickworth konnte die von KTM geforderte Anzahlung von 300'000 Euro nicht leisten.

Nun kommt Plan B zum Zuge

Natürlich gibt der ehrenwerte Gentleman nicht auf. Hier seine Weihnachtsbotschaft, die letztlich einer Bankrotterklärung gleichkommt und die dazu geführt hat, dass Aegerter und Siegrist nicht nach Wien fliegen:

Bild

Ganz unerwartet kommt die ganze Sache für Robert Siegrist nicht. Er hatte David Pickworth bereits einmal ein Ultimatum gestellt und auf Hochdruck an einem Plan B gearbeitet, um die Karriere seines Klienten zu retten.

Dieser Plan B kommt nun zum Zuge. Siegrist hat die Saison 2018 finanziell abgesichert. Nun wird das finanzielle Notprogramm aktiviert. «Wir müssen 600'000 Franken aufbringen. Das schaffen wir.»

Ein-Mann-Team geplant

Das Geld kommt aus der Schweiz. Von den Unternehmen und Gönnern, die Dominique Aegerter seit Jahren unterstützen. Dazu gehört auch die Motorex-Gruppe aus Langenthal. Das international tätige, erfolgreiche Familien-Unternehmen hat seinen Sitz seit Anbeginn der Zeiten in Langenthal und engagiert sich seit Jahren für Aegerter. Der charismatische Rennfahrer stammt ja aus Rohrbach, sozusagen einem «Vorort» Langenthals. Die starke lokale Vernetzung hat sich für den WM-12. einmal mehr ausgezahlt.

Vorgesehen ist, dass Aegerter im «abgespeckten» letztjährigen Team fährt. Jochen Kiefer bleibt sein Teamchef. Aber es wird kein zweiter Fahrer verpflichtet.

epa06196235 Swiss rider Dominique Aegerter of Kiefer Racing celebrates on the podium after winning the Moto2 Grand Prix of San Marino and Riviera of Rimini at Misano circuit, in Misano Adriatico, Italy, 10 September 2017.  EPA/Fabrizio Petrangeli

Darf Aegerter auch 2018 Champagner verspritzen? Bild: EPA/ANSA

Doch die Sache schmerzt den «Rohrbach-Rossi». Er wird 2018 mehr oder weniger zum «Nulltarif» fahren. Statt rund eine halbe Million Franken (je nach Resultaten) wird er praktisch nichts verdienen. Manager Siegrist sagt: «Nun muss er in die eigene Karriere investieren. Es geht nicht anders.»

Kein konkurrenzfähiger Töff?

Das nächste Problem: KTM ist vorerst ausgestiegen. Nun muss Siegrist seine guten Beziehungen zum österreichischen Werk nützen, damit für nächste Saison doch Bikes geliefert werden. Einen Plan B gibt es auch hier: Eskil Suter ist notfalls bereit, zu Vorzugsbedingungen auch nächste Saison die Maschinen zu liefern. Das Problem: seine Bikes waren schon diese Saison technisch «altes Eisen».

Für Sandro Cortese, der als Teamkollege von Dominique Aegerter vorgesehen war, ist die Karriere möglicherweise zu Ende. Der freundliche deutsche Bruchpilot wird allergrösste Mühe haben, das Geld für die nächste Saison aufzutreiben.

Auf Wiederhören! Oder auch nicht

Video: srf

«Stirb' doch!» – bösartige Tassen für das schicke Teekränzchen

1 / 18
«Stirb' doch!» – bösartige Tassen für das schicke Teekränzchen
quelle: misshavishamscuriosities.com / misshavishamscuriosities.com
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

MotoE-Titel futsch – wegen dieser heiklen Szene wird Aegerter der Sieg aberkannt

Drama um Dominique Aegerter zum Abschluss der MotoE-Saison. Der Berner gewinnt zunächst das Rennen und die Gesamtwertung – und verliert sie nach einer Zeitstrafe wieder.

Aegerter überquerte in Misano die Ziellinie beim siebten und letzten Saisonrennen als Erster. Der Berner hatte in der letzten Runde den Weltcup-Führenden Jordi Torres mit einem harten Manöver ausgebremst, worauf dieser gestürzt war. Es war die einzige Konstellation in dieser Phase kurz vor Rennende, mit der der Spanier den Titel noch verlieren konnte.

Die Jury entschied – in der spanisch kontrollierten Grand-Prix-Szene wenig überraschend – zugunsten von Torres. Sie belegte Aegerter mit einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel