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Top-Talent Riola Xhemaili verzichtet für den Fussball auf ihre komplette Freizeit. bild: watson

FCB-Toptalent Riola Xhemaili imitiert einen Weltmeister und will hoch hinaus

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Als 15-Jährige ist sie von zu Hause ausgezogen Richtung FCB-Campus in Münchenstein. Heute, drei Jahre später, wird sie umworben von Europas Topklubs. Hinter Riola Xhemaili steckt eine reflektierte, selbstbewusste Frau, die sich sogar ein geschicktes Markenzeichen ausgedacht hat.

An einem sonnigen Sonntagnachmittag treffe ich Riola Xhemaili in ihrem zweiten Zuhause, dem FCB-Campus. «Du bist extra für mich aus dem Aargau angereist?», fragt sie unaufgeregt mit einem Lächeln im Gesicht. Was direkt auffällt: Die 18-Jährige wirkt definitiv reifer und entschlossener als vorgestellt. In diesem jungen Alter strahlt die Fussballerin viel Selbstvertrauen und Selbstsicherheit aus. Das macht Eindruck.

An gefühlt unendlich vielen, aneinandergereihten Fussballplätzen vorbei gehend, setzt sich Xhemaili auf eine freie Bank. Im FCB-Pullover, schwarzen Sportleggins und Shorts könnte sie umgeben von FussballerInnen authentischer nicht wirken. Gleich nebenan macht sich das U18 Männer-Team des FC Basel warm. «Zwei Mal pro Woche trainiere ich mit diesen Jungs. Das ist wichtig, damit ich mich verbessern kann. Rein körperlich sind es gigantische Unterschiede im Vergleich zu den Frauen – davon profitiere ich extrem», erzählt die FCB-Kapitänin. Nachvollziehbar, woher sie diese Kopfball- und Zweikampfstärke hat.

Das Ding mit den Stulpen

Wer die FCB-Spiele schaut, erkennt Xhemaili auch ohne zu wissen, wer sie eigentlich ist, denn sie macht durch ein gelungenes Markenzeichen auf sich aufmerksam: Die Stulpen trägt sie weit unten wie Bayern-München-Star Thomas Müller. «Da ich auf dem Platz viel grätsche, rutschen meine Stulpen immer herunter. Irgendwann dachte ich mir: ‹Was soll's, ich lasse sie unten, anstatt sie immer wieder vergebens hochzuziehen.› So ist mein Markenzeichen entstanden», erzählt sie stolz und selbstbewusst.

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Und nun zurück zur Story ...

Selbst wenn sie zugibt, dass ihre Kolleginnen auch schon meinten, sie soll doch die Stulpen hochziehen, das sehe unstylisch aus. «Rio», so nennen sie ihre Mitspielerinnen, möchte aber nicht wie alle anderen Frauen sein. Schon gar nicht an ihrem Lieblingsort, dem Fussballplatz.

Style liegt ihr dann am Herzen, wenn es um ihre Frisur geht. «Meine Haare müssen bei Spielen perfekt sein, da darf keine Strähne in die falsche Richtung schauen. Eigentlich bin ich keine Tussi, meine Haare liegen mir aber schon sehr am Herzen.» Reflexartig fasst sie sich an den Hinterkopf und fixiert ihren Pferdezopf. Der Beweis dafür, dass die Frisur eine Herzensangelegenheit ist.

«Ich verzichte komplett auf meine Freizeit»

Die Antwort auf den Rummel

Medial hochgelobt, international umworben und Kapitänin im Klub: Man könnte vermuten, dass sich das Leben des Top-Talents in den letzten Monaten um 180 Grad gedreht hat: «Es sind tatsächlich mehr Interviews geworden. Ich weiss, dass auch dieser Teil zu einer Profi-Karriere gehört, die ich ja anstrebe. Ich mache es gerne», gibt sie zu, wobei sich ihre Mundwinkel beim letzten Satz leicht nach oben bewegen. «Verändert hat sich mein Leben aber nur insofern, dass ich mir neue Ziele gesetzt habe.» Ein Stammplatz im Nationalteam und einen Vertrag in der Premier League, am liebsten beim Chelsea FC, verrät sie.

Wer hoch hinaus will, muss viel opfern. Zurzeit trainiert die Schweizer Nationalspielerin sechsmal die Woche. «Ich verzichte komplett auf meine Freizeit. Zum Glück besteht mein Umfeld aus Menschen, die meine Situation bestens kennen und Verständnis aufbringen.» Während andere 18-Jährige an Wochenenden feiern gehen und ihre Grenzen austesten, verbringt die disziplinierte Mittelfeldspielerin lieber Zeit mit der Familie, die in Solothurn wohnt. Nach den Abschlusstrainings an Freitagen fährt sie direkt nach Hause.

«Schwierig zu sagen, ob ich bereits diesen Sommer den FCB verlasse.»

«Damals bin ich mit 15 Jahren in den Campus ausgezogen. Es hiess von Seiten FCB: ‹Da ist deine Wohnung, da deine Lehre.› Ich war komplett auf mich alleine gestellt.» In diesem jungen Alter musste sie schon kochen, waschen, einkaufen – sich um Erwachsenen-Dinge kümmern.

Riola Xhemaili stellt sich vor:

Video: watson/Aya Baalbaki

«Sag mir, was du essen willst, und ich koche es dir. Das soll nicht heissen, dass ich es gut kann. Aber von einem Curry bis hin zu Spätzli serviere ich alles. Ausgeschlossen sind die Gerichte meiner Mutter – an ihre Kochkünste werde ich wohl nie herankommen», witzelt sie mit ihrer bescheidenen und lockeren Art. Ihr Lieblingsessen kommt aus ihrer Heimat, dem Kosovo, heisst Pide und ist ein Fladenbrot gefüllt mit Schafskäse oder Hackfleisch.

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Ein Ball ist alles, was Xhemaili braucht. bild: watson

Das Profi-Leben im Ausland

Im Sommer schliesst Riola Xhemaili ihre KV-Lehre bei einer Bank ab. «Schwierig zu sagen, ob ich bereits diesen Sommer den FCB verlasse. Dieser Club hat einen grossen Platz in meinem Herzen. Gegenüber anderen Teams in der Schweiz können wir uns hier glücklich schätzen: Wir werden bezahlt, haben eine Top-Infrastruktur und arbeiten mit den besten Physios und Ärzten zusammen. Ausserdem spielt mein Zwillingsbruder auch hier in der U19», antwortet sie in ruhigem, nachdenklichen Ton.

«Rio» hat ihr Herz am rechten Fleck. Den ganzen Rummel um sie herum nutzt sie, um sportlich auf sich aufmerksam zu machen und ihren Traum zu verwirklichen. Sie will einzig und alleine ihre Leidenschaft ausleben. «In der Premier League könnte ich komplett vom Fussball leben und müsste nicht mehr an andere Dinge denken. Das Training und die Spiele wären meine Haupttätigkeiten – so bleibt auch genügend Zeit für Regeneration. Das reizt mich schon.» Egal, für welchen Weg sich Riola Xhemaili entscheiden wird diesen Sommer, eines weiss sie schon jetzt: Die Stulpen bleiben so oder so unten.

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