
Achtung Wellenberg: Die Surf-Wettbewerbe auf Tahiti sorgen für Spektakel. Bild: keystone
Die olympischen Surf-Wettbewerbe auf Teahupo'o bei Tahiti sind so spektakulär wie erhofft. Gabriel Medina sorgt für ein Foto für die Ewigkeit.
30.07.2024, 10:2120.12.2024, 13:53
Nicht unumstritten, gefährlich, aber eben auch extrem spektakulär. So wurden die Surf-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen angekündigt, die auf der Südpazifikinsel Tahiti und nicht auf Festland-Frankreich stattfinden. Und dieses Versprechen wurde bislang eingehalten – auch wenn man in Europa nicht viel davon mitbekommt.
Gestern gingen in Teahupo'o die Achtelfinals der Männer über die Bühne – am Morgen Lokalzeit und damit erstmals zur europäischen Primetime. Die Bilder waren spektakulär – weil ein Sturm im Anmarsch war, wurden die Wellen grösser und grösser.
Darum wird auf Tahiti gesurft:
Den besten Ritt des Tages zeigte der Brasilianer Gabriel Medina. Der 30-Jährige erwischte eine besonders grosse Welle perfekt, blieb lange in der Tube und schoss mit viel Tempo aus dem Tunnel hinaus.
Die Punktrichter bewerteten den Ritt mit 9,9 (von maximal 10) Punkten – die beste Welle der olympischen Surfgeschichte. Beim Abgang über den Wellenkamm jubelte Medina bereits und es entstand ein Bild für die Sportgeschichte.
Der französische AFP-Fotograf Jérôme Brouillet drückte im perfekten Moment ab. Medina scheint in der Luft zu schweben, daneben an der Leine sein Surfbrett auf gleicher Höhe. Es sei nicht schwierig gewesen, dieses Foto zu machen, es sei einfach darum gegangen, den Moment zu antizipieren, in dem Medina über die Wellen fliegt, gibt sich Brouillet gegenüber dem «Guardian» bescheiden. Die Wellen seien grösser als erwartet und die Bedingungen deshalb perfekt gewesen, meinte der Fotograf.
Die guten Bedingungen sorgten dafür, dass auch weitere viele gute Bilder entstanden – aber auch für eine Absage. Die Achtelfinals der Frauen mussten wegen des stärker werdenden Sturms und starkem Regen auf heute Abend (Schweizer Zeit) verschoben werden.
Die besten Bilder vom Surfen auf Teahupo'o

Alonso Correa zog in den Viertelfinal ein.Bild: keystone

Lucca Mesinas aus Peru am anderen Ende des Regenbogens.Bild: IMAGO/Xinhua

Auch die Funktionäre freuen sich bei gelungenen Ritten mit.Bild: keystone

Der Japaner Connor O'Leary fliegt ab.Bild: keystone

Die Zuschauer vor Ort stehen auf Booten, nicht auf Tribünen.Bild: keystone

Vor dem Start des Wettbewerbs schauen sich die Surfer die Bedingungen an.Bild: keystone

Ein aufziehender Sturm sorgt am Montag für grosse Wellen.Bild: keystone

Joao Chianca fliegt durch die Luft.Bild: keystone

Lokalmatador Kauli Vaast erwischt die perfekte Welle. Bild: keystone
Der Zwischenstand beim olympischen Surfen
Die Achtelfinals der Frauen:
Caroline Marks (USA) vs. Siqi Yang (CHN)
Tyler Wright (AUT) vs. Anat Lelior (IRS)
Vahine Fierro (FRA) vs. Johanne Defay (FRA)
Carissa Moore (USA) vs. Sarah Baum (RSA)
Nadia Erostarbe (ESP) vs. Shino Matsuda (JAP)
Caitlin Simmers (USA) vs. Tatiana Weston-Webb (BRA)
Luana Silva (BRA) vs. Taina Hinckel (BRA)
Brisa Hennessy (CRC) vs. Yolanda Hopkins (POR)
Die Viertelfinals der Männer:
Alonso Correa (PER) vs. Reo Inaba (JAP)
Kauli Vaast (FRA) vs. Joan Duru (FRA)
Gabriel Medina (BRA) vs. Joao Chianca (BRA)
Jack Robinson (AUS) vs. Ethan Ewing (AUS)
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