Sport
Olympia 2024

Olympia 2024: Simon Ehammer verpasst Medaille im Weitsprung knapp

Simon Ehammer of Switzerland looks disappointed after the men's athletics long jump finals at the 2024 Paris Summer Olympics in Paris, France, Tuesday, August 6, 2024. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Feuchte Augen nach der verpassten Medaille bei Simon Ehammer.Bild: keystone

«Es wäre so viel mehr drin gelegen» – Ehammer nach verpasster Weitsprung-Medaille traurig

Simon Ehammer verpasst an den Olympischen Spielen in Paris im Weitsprung eine Medaille. Als Vierter fehlen dem 24-jährigen Appenzeller 14 Zentimeter zu Bronze.
06.08.2024, 22:4206.08.2024, 23:26

Mit seinem zweiten Versuch kam Simon Ehammer auf eine Weite von 8,20 Meter. Damit steigerte er sich gegenüber der Qualifikation (8,09 m) zwar deutlich, blieb aber weit von seiner persönlichen Bestweite und dem Schweizer Rekord entfernt (8,45 m).

Aus diesem Grund zeigte sich der 24-jährige Appenzeller nach dem Wettbewerb im SRF-Interview enttäuscht. Zwar stellte der Olympia-Debütant klar: «Es ist keine Niederlage. Vierter an den ersten Olympischen Spielen ist super.» Mit feuchten Augen fügte Ehammer aber an: «Nur weiss ich, dass so viel mehr drin gelegen wäre. Ich springe 8,20 m fast ohne Balken.»

Damit sprach er an, dass er bei seiner Bestweite fast 15 Zentimeter verschenkte. Diese Marge verhinderte ein noch besseres Ergebnis und die erste Schweizer Medaille in der Leichtathletik an Olympischen Spielen seit Werner Günthör 1988 in Seoul. «Wäre mir der Absprung besser gelungen, wäre ich auch bei den Jungs vorne gewesen», so Ehammer.

«Im Moment tut es einfach weh, weil ich der erste bin, der ohne Medaille nach Hause geht. Bitter.»
Simon Ehammer

Die Jungs vorne waren Miltiadis Tentoglou, Wayne Pinnock und Mattia Furlani. Der griechische Topfavorit sicherte sich Olympia-Gold mit einem Satz auf 8,48 m zum zweiten Mal in Folge. Tentoglou darf sich auch schon Welt- und Europameister nennen. Am Dienstagabend distanzierte er die Konkurrenz um zwölf und mehr Zentimeter. Pinnock sicherte sich mit 8,36 m Silber, Furlani sprang sowohl im ersten als auch im fünften Versuch auf 8,34 m.

Während diese drei feiern konnten, verdrückte Ehammer hingegen einige Tränen. «Es werden nicht die letzten gewesen sein», sagte er. «Im Moment tut es einfach weh, weil ich der erste bin, der ohne Medaille nach Hause geht. Bitter.» Ehammer zeigte sich jedoch auch kämpferisch: «Ich muss das jetzt so nehmen, zwei Tage reflektieren und dann werde ich stolz sein.»

«Wenn ich den zweiten Versuch auf dem Brett hätte wiederholen können, wäre sehr viel möglich gewesen. Aber ja … wenn, wenn, wenn.»
Simon Ehammer

Mit Blick darauf, was nicht gestimmt hat, sagt er: «Ich habe im zweiten Versuch gut reagiert und gemerkt, dass hier etwas geht. Danach hatte ich aber Mühe, keinen richtigen Rhythmus.» Es seien Kleinigkeiten gewesen, die nicht gepasst hätten, das nötige Quäntchen Wettkampfglück habe gefehlt. In Gedankenspielchen wollte er sich nicht zu sehr verlieren: «Wenn ich den zweiten Versuch auf dem Brett hätte wiederholen können, wäre sehr viel möglich gewesen. Aber ja … wenn, wenn, wenn.» (nih/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2024 in Paris
1 / 100
Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2024 in Paris
Die Französin Marie Oteiza wählt im Modernen Fünfkampf eine eher weniger elegante Variante des Absteigens vom Pferd.
quelle: keystone / mosa'ab elshamy)
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So hast du Snoop Dogg selten erlebt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Roberto Carlos schiesst ein Tor, das noch unmöglicher ist als sein Freistoss
21. Februar 1998: Real Madrid verliert bei Teneriffa trotz zweimaliger Führung mit 3:4. Mehr als das Resultat bleibt der erste Treffer der «Königlichen» in Erinnerung. Aus vollem Lauf hämmert Roberto Carlos den Ball von der Grundlinie mit spektakulärem Effet ins Netz.
Der Brasilianer Roberto Carlos besitzt bis heute Kultstatus. Der Weltmeister von 2002 gilt als der Fussballer mit den dicksten Oberschenkeln der Geschichte und als einer, der dadurch unfassbar wuchtig schiessen konnte. Sein berühmtestes Tor erzielt er 1997 ein Jahr vor der WM in Frankreich: ein Freistoss für die Ewigkeit.
Zur Story