Livio Wengers Medaillentraum platzt im Halbfinal: «Passiert einmal in 100 Rennen»
Der Traum von der Olympia-Medaille platzt für Livio Wenger bereits in den Halbfinals des Massenstart-Rennens. Der Luzerner kommt drei Runden vor Schluss selbstverschuldet zu Fall.
Der 33-jährige Eisschnellläufer, WM-Dritter 2024, schien auf Kurs zu sein. Er ging zunächst nicht auf Punktejagd und setzte auf den Schlussspurt, um in die Top 3 zu fahren. Alles lief nach Plan, bis er auf der letzten Runde einen Verschneider hat und stürzt. Zwar steht Wenger nochmals auf, doch am Ende reicht die Zeit knapp nicht für die Finalqualifikation.
Wenger konnte es nicht fassen. Er habe eigentlich alles im Griff, doch genau das sei am Ende im Kopf das Problem gewesen. «Ich habe mir gedacht, nun muss ich nur noch locker ins Ziel laufen, dann war die Körperspannung weg», erklärt der 32-Jährige den Sturz. Danach seien seine Knie so weich gewesen, dass da nichts mehr gekommen sei.
Das frühe Aus sei umso bitterer, weil ihm das sonst nie passiere. «Das ist ein Missgeschick, das mir einmal in 100 Rennen passiert», ärgert sich Wenger. So bleibe einfach nur ein grosser Schmerz und das Gefühl, das eigene Team im Stich gelassen zu haben: «Das Eisschnelllauf-Team und Swiss Olympics sind eine riesige Familie. Es tut mir mega Leid für alle. Sorry!»
Es ist ein erneuter Olympia-Rückschlag für den Luzerner. 2018 wurde Wenger in Pyeongchang Vierter, 2022 in Peking Siebter. Dabei hätte es in diesem Jahr endlich klappen sollen mit olympischem Edelmetall. «Die Form ist perfekt», sagte er vor den Spielen. Auch die Rückenprobleme, die ihn Anfang Saison noch plagten, hatte er mittlerweile gut im Griff. Wenger bezeichnete die Chance auf Edelmetall als «mehr als nur realistisch». (abu/sda)
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