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Olympia 2026: Alex Fiva holt im Skicross im Fotofinish Bronze

From left: Gold medalist Simone Deromedis of Italy and Bronze medalist Alex Fiva of Switzerland pose during the medal ceremony of the men's Freestyle Skiing Ski Cross at the 2026 Olympic Winter G ...
Alex Fiva feiert seine Bronzemedaille – und Olympiasieger Simone Deromedis.Bild: keystone

Fiva nach Skicross-Bronze: «Die Italiener haben gesagt, sie haben Freunde beim Fotofinish»

Wie schon vor vier Jahren in Peking gewinnt Alex Fiva eine olympische Medaille im Skicross. Der 40-jährige Bündner sichert sich im Fotofinish Bronze. Titelverteidiger Ryan Regez scheitert im Halbfinal.
21.02.2026, 13:2321.02.2026, 16:07

Alex Fiva hat es wieder getan: Der unverwüstliche Routinier im Schweizer Skicross-Team bewies im entscheidenden Moment Nerven aus Stahl und sicherte sich bei den Olympischen Spielen in Livigno die Bronzemedaille. Im grossen Final musste sich der 40-Jährige nur dem italienischen Duo Simone Deromedis (Gold) und Federico Tomasoni (Silber) geschlagen geben, die vor heimischem Publikum einen Doppelerfolg.

Viel fehlte nicht, und Fiva hätte seine Silbermedaille von Peking 2022 wiederholt. Nach einem packenden Zielsprint musste das Fotofinish entscheiden – mit dem hauchdünn besseren Ende für Tomasoni. Erst habe Fiva gar gedacht, dass er Silber gewonnen habe. «Das habe ich den Italienern gesagt, aber sie meinten, sie haben Kollegen beim Fotofinish und die haben das Bild noch bearbeitet», spasst Fiva im SRF-Interview, «aber nein, es ist super, einfach eine Medaille!»

Dass Fiva überhaupt im Final stand und dort um die Medaillen kämpfte, glich einer physischen Meisterleistung. Die Bedingungen in Livigno verlangten den Athleten alles ab. «Es war Horror», erklärte Fiva nach dem «strengsten Rennen überhaupt» beim SRF. Schon nach der ersten Runde habe er Krämpfe gehabt, weil der Kurs «so langsam» gewesen sei. Dies steigere den Wert der Medaille noch einmal, sagte der 40-Jährige, «es war Wahnsinn!»

In diesen zähen Verhältnissen spielte Fiva seine ganze Routine aus. Seine Taktik, das Feld von hinten aufzurollen, erwies sich als goldrichtig. «Es war gut, von hinten anzugreifen. So konnte ich am Anfang etwas Körner sparen», erklärte er seinen Plan. Ein kleiner Wermutstropfen blieb dennoch: Er ärgerte sich im Nachhinein ein wenig darüber, auf den letzten Metern im Final nicht noch einen konsequenteren Angriff nach ganz vorne probiert zu haben.

Kinder auf dem Helm, 2038 im Blick

Die nötige Kraft für diesen harten Olympia-Tag holte sich Fiva nicht nur aus seiner immensen Erfahrung, sondern auch von seiner Familie. Als besonderer Talisman zierten die Fingerabdrücke seiner Kinder seinen Helm.

Obwohl er mit 40 Jahren zu den absoluten Routiniers im Feld gehört, denkt Fiva noch nicht zwingend ans Aufhören. Auf seine Zukunft angesprochen, liess er sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: «Olympische Spiele in der Schweiz sind 2038, oder?», fragte er. Vorerst stehen aber Erholung und Feiern auf dem Programm: Er wolle nun seine zweite Olympiamedaille mit Familie und Freunden geniessen und vor allem «die Beine hochlagern».

Alex Fiva of Switzerland reacts in the finish area during the men's Freestyle Skiing Ski Cross Big Final at the 2026 Olympic Winter Games in Livigno, Italy, on Saturday, February 21, 2026. (KEYST ...
Auf seinem Helm durften sich Alex Fivas Kinder verewigen.Bild: keystone

Regez im Pech, Baur und Détraz früh out

Für den zweiten grossen Schweizer Trumpf endete der Tag hingegen mit einer Enttäuschung. Simone Deromedis krönte sich zum Nachfolger von Ryan Regez, für den die Mission Titelverteidigung im Halbfinal endete. Der 31-jährige Berner Oberländer kassierte dort eine Gelbe Karte, wurde in der Folge nicht für den kleinen Final zugelassen und beendete den Wettkampf im 8. Schlussrang.

Ebenfalls nicht nach Wunsch verliefen die Rennen für Tobias Baur und Romain Détraz. Beide Schweizer schieden bereits in ihren jeweiligen Achtelfinal-Läufen als Dritte aus und verpassten den Vorstoss in die entscheidenden Runden. (nih/sda)

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Livio Wenger ist untröstlich: Der Schweizer Eisschnellläufer wollte eine Medaille und stürzte schon im Halbfinal. Aus der Traum!

quelle: keystone / salvatore di nolfi
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