So sieht es aus, wenn die Meisterschale der Bundesliga wächst
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Bayern München zum 35. Mal Deutscher Meister wird. Fünf Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund zwölf Punkte und 57 Treffer in der Tordifferenz. Wenn Captain Manuel Neuer die Meisterschale in den nächsten Wochen entgegennimmt, wird sie einiges schwerer sein als noch im letzten Mai.
Denn die legendäre Bundesliga-Trophäe wurde vergrössert. Weil nach jeder Saison der neue Meister eingraviert wird, musste neuer Platz geschaffen werden. Deshalb wurde der äussere Ring durch einen neuen mit nun insgesamt fünf Bahnen – zwei mehr als zuvor – ersetzt. Im Zuge dessen wurden darauf alle Deutschen Meister ab 1982 auf dem neuen Ring eingraviert.
Alle 123 Meister seit 1903 sind auf der Schale verewigt. Jene bis 1981 auf der ursprünglichen Trophäe, die von der Kunstprofessorin Elisabeth Trekow in Köln entworfen und gefertigt wurde und 1949 die im Zweiten Weltkrieg verschollene Statue «Victoria» ersetzte. Die späteren Meister befinden sich auf dem äusseren Ring.
Um diesen zu ersetzen, wurde die Meisterschale in ihre Einzelteile zerlegt, grundlegend restauriert und dann wieder neu zusammengesetzt.
Auch die ikonischen Turmaline mussten dabei entfernt und wieder eingesetzt werden.
Zum insgesamt dritten Mal wurde die Schale nun erweitert. Obwohl sich der Durchmesser nur um wenige Zentimeter auf 56 vergrössert hat, bedeutet das wegen des Materials Silber eine Zunahme von zwei bis drei Kilogramm, wie der Schmied sagt. Manuel Neuer und Co. werden also bald über elf Kilogramm in die Höhe recken müssen. Aber wer die Bundesliga so dominiert, sollte auch das schaffen. (nih)
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