DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Formel E will aus Fehlern lernen und Bern ins beste Licht rücken



Der Berner Gemeinderat Reto Nause, informiert ueber das geplante Formel-E-Strassenrennen im Juni 2019 in Bern, am Montag, 15. Oktober 2018 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause. Bild: KEYSTONE

«More than a race»: Unter diesem Motto steigt am 22. Juni 2019 das Formel-E-Rennen in Bern. Die Veranstalter wollen die Bundesstadt ins beste Licht rücken, wie sie am Montag vor den Medien erklärten.

Ein Rennen durchs Stadtzentrum kommt allerdings nicht in Frage. Das würde den öffentlichen Verkehr zum Erliegen bringen, wie der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) ausführte. Der Swiss E-Prix 2019 führt stattdessen durch das Gebiet des Obstbergs, «also vor der einmaligen Kulisse der Berner Altstadt».

Tolle Bilder erhofft sich Nause beispielsweise vom Aargauerstalden beim Bärengraben. Der Hang eignet sich auch bestens als natürliche Zuschauertribüne, wie sich schon 2016 beim Gastspiel der Tour de France zeigte.

Die Stadtregierung hatte das Rennen am letzten Freitag bewilligt. Im Tourkalender der Formel E finde sich Bern nun neben Weltstädten wie Paris, New York und Hongkong, freute sich Nause. Der Bundesstadt biete sich die Chance, einen publikumsträchtigen Grossanlass mit einem Nachhaltigkeitsdiskurs zu verknüpfen.

«Mobilität der Zukunft»

Denn die Stadtregierung sieht die Formel E nicht einfach als Autorennen mit Boliden, die mit über 200 km/h durch die Gegend rasen. Das Rahmenprogramm werde vielmehr dafür sorgen, dass Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt und die Mobilität der Zukunft ausgiebig zur Sprache kämen.

Das erste Schweizer Formel-E-Rennen fand im vergangenen Juni in Zürich statt und zog nach Angaben der Organisatoren über 150'000 Zuschauer an. Für eine Neuauflage 2019 bot die Zürcher Stadtregierung nicht Hand, sie verwies auf andere geplante Grossanlässe. Die Promotoren wandten sich deshalb an Bern.

Weniger Lärm

Aus den Zürcher Erfahrungen wollen sie lernen, wie Pascal Derron, Chef der Swiss E-Prix Operations AG, beteuerte. So wird die lärmintensive Boxengasse diesmal ausserhalb der Rundstrecke, beim Expo-Gelände, aufgebaut.

Die im März beginnenden Aufbauarbeiten sollen zeitlich möglichst straff gehalten werden. Nachtarbeiten darf es keine geben. Die Anwohner sollen regelmässig über den Stand der Dinge informiert und frühzeitig über Sperrungen orientiert werden.

Die Stadt Bern rang den Veranstaltern überdies das Versprechen ab, dass die Durchführung des Rennens zu keinen permanenten Erweiterungen oder Verbreiterungen des Strassenraums führen darf. Die Strassen auf der vorgesehenen Rennstrecke seien grundsätzlich schon breit genug, sagte Derron, es brauche bloss kleinere, temporäre Umbauten.

Gemischte Reaktionen

In Bern war der Entscheid des Gemeinderats am Wochenende auf ein geteiltes Echo gestossen, nicht nur bei betroffenen Anwohnern. Teils harsche Kritik kam von Grünen, Skepsis äusserten auch etwa SP-Politiker.

Nause liess am Montag auf Anfrage offen, ob sich die rot-grün dominierte, fünfköpfige Stadtregierung einig war. «Wir haben jetzt alle Freude, manche mehr, andere weniger», sagte Nause.

Ob die Bundesstadt über 2019 hinaus Formel-E-Rennen austragen wird, steht noch nicht fest. Nause kann sich auch einen Turnus mit Zürich und einer Westschweizer Stadt vorstellen. (sda)

Neuer Asphalt für besseren Gripp

Video: srf

Unvergessene Formel-1-Geschichten

01.05.1994: Sennas tödlicher Unfall in Imola: «Als hätte man Jesus live ans Kreuz genagelt»

Link zum Artikel

J.J. Lehto rast im ersten Formel-1-Rennen von Sauber gleich in die Punkte

Link zum Artikel

14.09.2008: Vettel wird im unterlegenen Toro Rosso der jüngste GP-Sieger aller Zeiten – weil sein Team «Eier hatte»

Link zum Artikel

01.08.1976: Niki Lauda überlebt die 800 Grad heisse Feuerhölle und kehrt sagenhafte 42 Tage später wie durch ein Wunder zurück

Link zum Artikel

02.11.2008: In der Ferrari-Box feiern sie schon Massas Titel – doch Hamilton crasht die Party und wird jüngster Champ aller Zeiten 

Link zum Artikel

22.10.1989: Alain Prost schiesst Ayrton Senna ab und wird Weltmeister – der Beginn der grössten Formel-1-Feindschaft aller Zeiten

Link zum Artikel

07.04.1968: Teufelskerl Jim Clark stirbt in Hockenheim als Nichtraucher wegen Tabak

Link zum Artikel

21.03.1960: Zu Sennas Geburtstag: 17 Fakten über «den Magischen» und wohl besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten

Link zum Artikel

11.06.1955: Die grösste Katastrophe des Motorsportes beendet auch die goldene Ära der Auto- und Töffrennen in der Schweiz

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

«Gibt es das im Busch nicht?» – Nati-Spielerinnen über ihre Erfahrungen mit Rassismus

Coumba Sow und Eseosa Aigbogun wissen bestens, was es heisst, aus der Menge herauszustechen – nicht nur wegen ihres Talents, sondern auch aufgrund ihrer Hautfarbe. Wie die beiden im Gespräch mit watson erklären, war und ist Rassismus ein grosser Bestandteil in ihrem Leben.

Die Profi-Fussballerin Coumba Sow ist 26 Jahre alt, geboren ist sie in der Schweiz, ihr Vater ist aus dem Senegal, die Mutter aus den Niederlanden. Die offensive Mittelfeldspielerin läuft für die Schweizer Nationalmannschaft auf und steht beim Paris FC unter Vertrag. Erfahrungen mit Rassismus machte sie schon früh.

Eseosa Aigbogun ist 27-jährig, hat schweizerisch-nigerianische Wurzeln und war die erste dunkelhäutige Schweizer Frauennationalspielerin. Auch sie schnürt sich die Schuhe für den …

Artikel lesen
Link zum Artikel