DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss-Ski kassiert mit rund 4.9 Millionen Franken die meisten Fördergelder.  
Swiss-Ski kassiert mit rund 4.9 Millionen Franken die meisten Fördergelder.  Bild: MIKE SEGAR/REUTERS
Förderbeiträge stagnieren

Swiss Olympic fordert massiv mehr Geld für den Schweizer Sport

Swiss Olympic präsentierte heute sein überarbeitetes Verbandsfördermodell. Dieses Jahr werden 22,3 Millionen Franken an die Mitgliederverbände verteilt. Laut Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild reicht dies aber bei Weitem nicht. 
17.09.2014, 19:5018.09.2014, 11:26

Die Vielseitigkeit der 84 Mitgliedsverbände von Swiss Olympic kommt nun auch im Verbandsfördermodell zum Ausdruck. Mit den dem Dachverband des Schweizer Sports angeschlossenen Verbänden wurden individuelle Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. 

Der Zugang zu den verschiedenen Fördergefässen von Swiss Olympic variiert je nach Strategie, Strukturen, Ausrichtung auf den Leistungssport und Einstufung der Sportarten durch Swiss Olympic.

Vierjährige Beiträge und mehr Transparenz

«Das neue System ist nachvollziehbar, fair und von den Verbänden breit abgestützt», erklärte Swiss-Olympic-Direktor Roger Schnegg. Neu werden die Verbandsbeiträge über vier Jahre gesprochen, was den Verbänden mehr Planungssicherheit bietet. 

Die hierfür abgeschlossenen Leistungsvereinbarungen werden jährlich einer Prüfung unterzogen. Im Sinne der Transparenz werden auf der Website von Swiss Olympic die jeweiligen Unterstützungsbeiträge publiziert.

Swiss-Olympic-Direktor Roger Schnegg bei der heutigen Pressekonferenz in Lausanne.
Swiss-Olympic-Direktor Roger Schnegg bei der heutigen Pressekonferenz in Lausanne.Bild: KEYSTONE

Fussball und Eishockey werden von der Sport-Toto-Gesellschaft gefördert

Mit durchschnittlich knapp 4,9 Millionen Franken jährlich erhält Swiss-Ski den grössten Beitrag aller Verbände. Der Skiverband mit seinen verschiedenen Disziplinen gehört zweifellos zu den Gewinnern des neuen Modells, wobei er nicht zuletzt auch von der höheren Einstufung der Sparten Langlauf und Ski Freestyle (jeweils neu höchste Kategorie) profitiert. Mit 1,56 Millionen Franken auf Platz 2 folgt der Schweizerische Turnverband vor Swiss Cycling (rund 1,27 Millionen Franken).

So viel Franken kassieren die einzelnen Verbände pro Jahr
1. Swiss-Ski: 4'897'500 
2. Turnverband: 1'561'000 
3. Cycling: 1'268'333 
4. Athletics: 1'055'000 
5. Volley: 970'000 
6. Tennis: 870'000 
7. Schwimmen: 822'500 
8. Triathlon: 772'500 
9. Pferdesport: 635'000 
10. Schiesssport: 635'000 
11. Eishockey: 615'000*
Ferner:
21. Fussball: 615'000 Franken**

* Swiss Ice Hockey Federation erhält zusätzliche Direktzahlungen von der Sport-Toto-Gesellschaft (jährlich rund 2,3 Mio. Franken)
**Schweizerischer Fussballverband erhält zusätzliche Direktzahlungen von der Sport-Toto-Gesellschaft (jährlich rund 4,6 Mio. Franken)

«Durch die Änderung des Systems gab es keine Verlierer. Bei gleicher Einstufung bekommt kein Verband weniger Geld als bis anhin», betonte Schnegg. Der Eishockeyverband erhält von Swiss Olympic 615'000 Franken, der Fussballverband 416'000 Franken im Schnitt pro Jahr. Beide Verbände profitieren jedoch von zusätzlichen Direktzahlungen von der Sport-Toto-Gesellschaft in der Höhe von jährlich rund 4,6 Millionen (Fussball) beziehungsweise 2,3 Millionen Franken (Eishockey).

Der Schweizer Fussballverband bekommt von der Sport-Toto-Gesellschaft 4.6 Millionen Franken jährlich.
Der Schweizer Fussballverband bekommt von der Sport-Toto-Gesellschaft 4.6 Millionen Franken jährlich.Bild: KEYSTONE

Forderung nach mehr Geld

Anlässlich der Mediengespräche in Lausanne und Zürich tat Jörg Schild, der Präsident von Swiss Olympic, wiederholt seine Forderung nach mehr öffentlichen Geldern für den Schweizer Sport kund. Er sprach dabei von mindestens 30 Millionen Franken, welche Swiss Olympic zusätzlich für die jährliche Verbandsförderung einsetzen will. 

«Wir wollen kein zweites Innsbruck 1964 und den Worst Case gar nicht erst eintreten lassen.»
Jörg Schild, Präsident Swiss Olympic

Dies sei nötig, «wenn wir im internationalen Vergleich künftig überhaupt noch mithalten wollen.» In diesem Jahr sieht das Budget eine Verteilung von 22,3 Millionen Franken an die Mitgliedsverbände vor.Schild erwähnte in diesem Zusammenhang die Olympischen Winterspiele vor 50 Jahren in Innsbruck, die für die Schweizer Delegation ohne Medaillengewinn endeten. 

«Wir wollen keines zweites Innsbruck 1964 und den Worst Case gar nicht erst eintreten lassen.» Derweil im Ausland kräftig in den Leistungssport investiert werde, hätten die Förderbeiträge für die Schweizer Sportverbände in den letzten Jahren stagniert, so der ehemalige Regierungsrat von Basel-Stadt. (si/cma) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Einer überstrahlt selbst Brady und Mahomes – 5 Erkenntnisse aus den Wild-Card-Playoffs
Gleich drei Quarterbacks liefen in der ersten Playoff-Runde der NFL zu absoluter Höchstform auf. Der grosse Hoffnungsträger der New England Patriots hielt dem Druck dagegen nicht stand.

Fünf der sechs Wild-Card-Duelle gingen am Wochenende über die Bühne. Für die einzige grössere Überraschung sorgten die San Francisco 49ers, die sich bei den Dallas Cowboys mit 23:17 durchgesetzt haben.

Zur Story