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Bronze medal and Silver medal winner Wendy Holdener of Switzerland poses at the House of Switzerland at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Thursday, February 22, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Zweite und dritte Plätze hat Wendy Holdener schon viele geholt. Diesen Winter will sie auch im Slalom mal zuoberst auf dem Podest stehen. Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Slalom-Cracks starten in die Saison – und träumen von Weltcupsiegen

Die Schweizer Slalom-Fahrer wollen auch im WM-Winter ein Faktor sein. Der stete Fortschritt soll bald ganz nach oben führen. Den längst fälligen ersten Sieg hat auch Wendy Holdener im Visier.

david bernold / ch media



Trotz anhaltender Aufbruchstimmung herrschen vor der am Wochenende in Levi in Finnland beginnenden Weltcup-Saison im Slalom bei den Verantwortlichen von Swiss-Ski Klarsicht und Realität vor. Anlass zu Veränderungen besteht nicht. Die Richtung, die nach der von Wendy Holdener angeführten Frauen-Equipe auch das Team der Männer eingeschlagen hat, stimmt. Der Slalom ist in unserem Land salonfähig geworden. Die langjährige Aufbauarbeit beginnt Früchte zu tragen.

Der steinige Weg

Die schrittweise Annäherung der Schweizer Slalom-Fahrer an die Spitze lässt sich anhand der Ergebnislisten dokumentieren. Positive Signale hatte die Equipe vor knapp fünf Jahren gesendet. Luca Aerni und Daniel Yule bestätigten im Januar 2014 mit den Plätzen fünf und sieben in Kitzbühel mit Nachdruck die Fortschritte in der einstigen Kummerdisziplin.

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Ramon Zenhäusern feiert beim City-Event in Stockholm seinen ersten Weltcup-Sieg. Danach steigt er auch im Slalom erstmals aufs Podest. Video: YouTube/FIS Alpine

Klassierungen in den ersten Zehn waren fortan keine Seltenheit mehr, doch bis zum Vordringen aufs Podium sollte es bis zur letzten Saison dauern. In Madonna di Campiglio war es schliesslich so weit. Aerni wurde Zweiter und sorgte für den ersten Schweizer Podestplatz seit beinahe acht Jahren. Die Leistung des Berners schien für seine Kollegen wie eine Initialzündung zu wirken. Yule wurde danach in Kitzbühel und in Schladming Dritter, genauso wie Ramon Zenhäusern, der zehn Tage nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille in Kranjska Gora auch in einem Weltcup-Slalom erstmals unter die ersten Drei fuhr.

Die Stufe von den Top-Ten-Klassierungen aufs Podest war hoch, der Weg ganz nach vorne wird nicht minder steinig sein – allein schon wegen des zuletzt übermächtigen Spitzenduos Marcel Hirscher / Henrik Kristoffersen. Will einer der Fahrer von Swiss-Ski Marc Gini als letzten Schweizer Slalom-Gewinner im Weltcup ablösen, bedarf es einer weiteren Steigerung. Der Bündner hatte vor elf Jahren überraschend auf der Reiteralm unweit von Schladming seinen einzigen Sieg auf höchster Ebene errungen.

Ankunft von Daniel Yule, links, (Gold, Ski alpin Team Event) Ramon Zenhaeusern, Mitte, (Gold, Ski alpin Team Event; Silber, Ski alpin Slalom) und Luca Aerni, rechts, (Gold, Ski alpin Team Event ) auf dem Flughafen Zuerich in Kloten am Montag, 26. Februar 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri) 
(KEYSTONE/Walter Bieri)

Daniel Yule, Ramon Zenhäusern und Luca Aerni: drei potentielle Schweizer Podestfahrer. Bild: KEYSTONE

Die Bedingungen für die erforderliche Verbesserung dürften gegeben sein. In der Schweizer Equipe hat sich eine Eigendynamik entwickelt, die jeden Einzelnen zu Höchstleistungen antreibt. Wettkampf findet schon im Training statt. Vergleichswerte gibt es dank Fahrern wie Zenhäusern, Yule, Aerni und Loïc Meillard zur Genüge. Daneben sorgen Athleten wie Reto Schmidiger oder Marc Rochat für eine noch nie da gewesene Breite im Slalom-Kader.

Zumindest die nominell besten vier Fahrer sind für Spitzenklassierungen gut, was den Druck auf jeden Einzelnen minimiert. Dass es sich auf diese Weise befreiter antreten lässt, ist in einer risikobehafteten Disziplin wie dem Slalom ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Der überfällige Sieg

Das Slalom-Team der Frauen ist nicht derart breit abgestützt. Wendy Holdener ist die uneingeschränkte Leaderin, umso mehr Mélanie Meillard in der kommenden Saison keine Rennen wird bestreiten können. Die jüngere Schwester von Loïc Meillard musste sich nach ihrem im Februar im Training auf der Olympia-Piste in Yongpyong erlittenen Kreuzbandriss im linken Knie einer weiteren Operation unterziehen. Dazu hat Denise Feierabend, in der Weltcup-Startliste als zweitbeste Schweizerin die Nummer neun, ihre Karriere beendet.

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Wendy Holdeners Fahrt zu WM-Silber in St.Moritz. Video: YouTube/michael malli

Wie Kombinations-Olympiasiegerin Michelle Gisin den ständigen Wechsel zwischen Slalom und den Speed-Disziplinen verkraftet, wird sich zeigen.

Wendy Holdeners Vorgabe ist unmissverständlich. Die Schwyzerin will endlich ihren ersten Sieg in einem Weltcup-Slalom erringen. Für eine Fahrerin, die schon neunmal Zweite und achtmal Dritte und zudem Zweite im WM- und im Olympia-Slalom war, ist Platz eins längst überfällig.

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Video: watson/Angelina Graf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 17.11.2018 08:24
    Highlight Highlight Cracks, so ein doofes Wort!
  • schneeglöggli 16.11.2018 21:05
    Highlight Highlight Bin schon sehr gespannt auf die kommende Skisaison. Hoffe die Männer-Slalomtruppe kann die starke letzte Saison bestätigen und Wendy schafft es endlich, Mikaela Shiffrin zu schlagen.
    Hopp Schwiiz🇨🇭🥳

So feiern unsere Skistars ihren Goldsegen

Das Märchen im Team-Wettkampf wiederholte sich für die Schweiz dank Wendy Holdener und Ramon Zenhäusern. Nach Gold bei der olympischen Premiere vor einem Jahr in Südkorea reichte es dem Swiss-Ski-Quartett in Are erstmals auch an Weltmeisterschaften zum Triumph.

Wendy Holdener und Ramon Zenhäusern erwiesen sich in den vier Duellen über knapp 25 Sekunden als unschlagbar. Dabei lief das Szenario ab den Viertelfinals exakt gleich ab. Holdener brachte jeweils den ersten Punkt für die Schweiz ins Trockene. Danach geriet die Schweiz durch die Niederlagen von Daniel Yule und Aline Danioth in Rücklage. So stand schliesslich Zenhäusern im vierten und letzten K.o.-Duell gegen renommierte Gegner immer unter Siegeszwang. «Ramon hat einen super Job gemacht und …

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