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Poisson prallte gegen einen Baum: «Als wir am Unfallort ankamen, war er bereits tot»



Am Tag nach dem tödlichen Unfall von Skirennfahrer David Poisson im Skigebiet Nakiska kommen erste Details über das Unfall-Drama ans Licht. Gemäss der Royal Canadian Mounted Police der nahen Ortschaft Kananaskis starb der 35-jährige Franzose, weil er nach einem Sturz durch die Sicherheitsnetze flog und dann gegen einen Baum prallte. Noch seien die Untersuchungen aber im Gang.

Adam Loria, Sprecherin vom Rettungsdienst Calgary, führt gegenüber dem kanadischen TV-Sender CBC aus: «Als wir am Unfallort ankamen, konnten wir nur noch feststellen, dass die Person bereits tot war. Der angeforderte Helikopter landete deshalb nicht. Es gab keine Verlegung in ein Spital.»

David Poisson

Poissons grösster Erfolg: 2013 gewann er WM-Bronze in der Abfahrt. bild: Keystone

Dem Blick schilderte ein Insider, der am Montag im Skigebiet Nakiska war, den fatalen Sturz des Franzosen wie folgt: «Poisson ist kurz vor dem Ziel mit rund 100 km/h ausgerutscht und ist dann durch zwei sogenannte B-Fangnetze hindurch in den Wald hineingeschossen. Dort dürfte er ziemlich frontal mit einem Baum kollidiert sein. Ein Rettungsteam hat danach rund eineinhalb Stunden erfolglos versucht, David wiederzubeleben.» 

Laut Augenzeugen sei die Strecke nicht ausreichend gesichert gewesen. Anstatt widerstandsfähigeren A-Fangnetzen seien in Nakiska nur B-Netze installiert gewesen, die teilweise nur einen Meter vom Wald entfernt gestanden hätten. Wegen der schlechten Sicherheitsvorkehrungen will das Schweizer Ski-Team gemäss «Blick» nicht mehr in Nakiska trainieren.

Der französische Trainer Patrice Morisod zeigte sich zutiefst betroffen: «Beim Ausüben seiner Leidenschaft zu sterben, ist ungerecht. Für die ganze Mannschaft ist es einfach nur schrecklich», erklärte er in der Equipe. (pre)

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