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«Ich war überrascht, dass es reicht» – Corinne Suter holt in der WM-Abfahrt Silber

Corinne Suter nutzt ihre Hochform zur nächsten Medaille. Nach Bronze im Super-G erringt die Schwyzerin in Are WM-Silber in der Abfahrt.



Das Podest

Die Schwyzerin Corinne Suter holt ihre zweite Medaille an diesen Weltmeisterschaften. Während Bronze im Super-G ziemlich überraschend kam, gehörte sie aufgrund ihrer Trainingsleistungen auf der Abfahrt zu den Mitfavoritinnen. Suter liess sich vom Druck und von der etwas schlechteren Sicht aber nicht beeindrucken und fuhr souverän zu Silber.

«Ich habe mir das so gewünscht. Die Medaille im Super-G kam sehr überraschend, in der Abfahrt wusste ich, dass etwas drinnliegt. Ich nehme die sehr gerne. Am Start versuchte ich, mich etwas zurückzuziehen und einfach meine Fahrt zu fahren. Ich war doch etwas überrascht, dass es so weit nach vorne reicht, weil ich doch einen Fehler drin hatte.»

Corinne Suter

Als bisher letzte Schweizerin hatte Lara Gut-Behrami WM-Abfahrts-Medaillen für die Schweiz errungen, 2009 Silber in Val d'Isère und 2015 Bronze in Vail.

Switzerland's Corinne Suter reacts in the finish area after the women's downhill race, at the alpine ski World Championships in Are, Sweden, Sunday, Feb. 10, 2019. (AP Photo/Marco Trovati)

Corinne Suter jubelt im Ziel über Silber. Bild: AP/AP

Gegen die Weltmeisterin Ilka Stuhec war heute kein Kraut gewachsen. Die Slowenin zeigte eine perfekte Fahrt und verteidigte ihren Titel souverän. Speziell ist dieser Titel auch, weil Stuhec erst in diesem Jahr von einer Verletzung zurückkam. 

«Ich bin schnell Ski gefahren. Ich habe das nicht verlernt. Ich musste nur genug locker sein und mir nicht zu viel Druck machen und das Ganze geniessen. Im Training fahre ich nie mit dem richtigen Rennanzug und ich habe auch noch ein wenig die Linien gesucht. Zum Glück gab es genug Trainings.»

Ilka Stuhec

Lindsey Vonn beendet ihre Karriere ähnlich märchenhaft wie gestern Aksel Svindal. Die Amerikanerin fuhr bei ihrem letzten Auftritt auf der grossen Bühne nochmals aufs Podest und holte sich Bronze in der Abfahrt. 

«Ich habe mir gedacht, wenn Aksel das schafft, kann ich das auch. Ich bin mit Herz gefahren, mein Körper kann nicht mehr. Das war wunderbar. Ich habe heute Spass gehabt und konnte den ganzen Tag geniessen. Heute Abend feiern wir!»

Lindsey Vonn

Die letzte Fahrt von Lindsey Vonn.

Mikaela Shiffrin gratuliert Vonn.

Die Schweizerinnen

Neben Corinne Suter fiel das Schweizer Ergebnis durchzogen aus. Lara Gut-Behrami machte im unteren Streckenteil einige Fehler, klassierte sich aber auf dem achtbaren siebten Rang. Jasmine Flury (20.) und Joana Hählen (16.) konnten ihre guten Trainingsleistungen nicht bestätigen und verloren auf der ganzen Strecke Zeit. 

«Oben war ich nicht schnell, ich konnte meine Linie halten. Natürlich hätte ich mehr herausholen können. Ich musste oft warten, bis der Ski wieder unter dem Körper war und konnte so den Speed nicht mitnehmen. Ich muss weiter dran schaffen. Es gibt nichts anderes zu tun, als weiter zu trainieren.»

Lara Gut-Behrami

epa07358123 Lara Gut Behrami of Switzerland speeds down the slope during the Women's Downhill race at the FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden, 10 February 2019.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Lara Gut-Behrami gelingt keine perfekte Fahrt. Bild: EPA/EPA

Die Enttäuschungen

Ohne Auszeichnung blieben – wie schon im Super-G und in der Kombination – die Österreicherinnen. Fünf der sechs Weltcup-Abfahrten dieses Winters hatten sie für sich entschieden, doch im wichtigsten Rennen kam mit Stephanie Venier die Beste des Teams 'nur' auf Platz 4. Vier Hundertstel fehlten ihr auf Lindsey Vonn. In der Kombination war es Ramona Siebenhofer, welche den Bronzenplatz um vier Hundertstel verpasste.

Tina Weirather kam ebenfalls nicht auf Touren. Die Liechtensteinerin fährt ihrer Form derzeit hinterher und verlor in der Abfahrt über eine Sekunde auf die Bestzeit. «Ich wollte zwar einen Schritt noch vorne machen, leider war es einer zurück. Doch ich werde auch aus dieser Phase wieder rausfinden. Heute freue ich mich vor allem für Corinne», sagt Weirather nach dem Rennen.

Der Medaillenspiegel

Bild

Bild: teletext

(abu/sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 10.02.2019 14:43
    Highlight Highlight Der Kanton Schwyz ist halt einfach super 💪🏻
  • wasylon 10.02.2019 14:04
    Highlight Highlight Danke Corinne!

    Medaillenspiegel:

    1. Kanton Schwyz (1 Gold, 1 Silber, 1 Bronze)
    1. Norwegen (1 Gold, 1 Silber, 1 Bronze)
    3. Italien (1 Gold, 1 Silber, 0 Bronze)
  • Samurai Gra 10.02.2019 13:36
    Highlight Highlight Wieder einmal sind es die Frauen die Medaillen holen

    Danke Corinna Suter dür dad heutige Silberblech

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