Sport
Ski

«Unglaublich!» Jasmine Flury gewinnt in St.Moritz ihr erstes Weltcup-Rennen

Super-G der Frauen in St. Moritz
1. Jasmine Flury (SUI) 1:02,59
2. Michelle Gisin (SUI) +0.10
3. Tina Weirather (LIE) +0.16
9. Corinne Suter (SUI) +1.26
16. Denise Feierabend (SUI) +1.24
19. Wendy Holdener (SUI) +1.33
Out: Lara Gut (SUI)
epa06378618 Winner Jasmine Flury of Switzerland, reacts during the podium ceremony after the women's Super-G race at the FIS Alpine Ski World Cup, in St. Moritz, Switzerland, Saturday, December 9 ...
Triumph beim Heim-Super-G in St.Moritz: Jasmine Flury kann ihr Glück kaum fassen.Bild: EPA/KEYSTONE

Jasmine Flury nach 1. Weltcupsieg: «Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Unglaublich!»

Die Schweizerinnen feierten im ersten der beiden Weltcup-Super-G einen nie erwarteten doppelten Erfolg. Die Bündnerin Jasmine Flury gewann einen Zehntel vor Michelle Gisin.
09.12.2017, 15:2509.12.2017, 16:48
Mehr «Sport»

Mit diesem Ergebnis hatte nun wirklich niemand gerechnet. Vor allem nicht zu dem Zeitpunkt, als Lara Gut nach einem Sturz im Schnee lag. Die Tessinerin, in der Vorwoche in Kanada noch hervorragende Zweite, landete mit Nummer 9 im Fangnetz. Die Tessinerin dürfte sich bei diesem Zwischenfall aber nicht verletzt haben. Letzten Winter hatte sie bekanntlich in St. Moritz einen Kreuzbandriss zugezogen.

Der Sturz von Lara Gut:

Video: streamable

Die Stimmung des Heimpublikums sank durch den Ausfall von Lara Gut merklich, doch dann ereignete sich völlig Unerwartetes, überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst stellte die Engelbergerin Michelle Gisin mit Nummer 12 Bestzeit auf, und wenig später fuhr Jasmine Flury mit Nummer 14 gar noch schneller.

Sicher hatten die beiden Schweizerinnen auch von den Verhältnissen profitiert, die sich bei ihnen besser präsentierten als bei vielen Gegnerinnen. Der wechselhafte Wind beeinträchtigte das Rennen markant. Aber man muss die Bedingungen eben auch nutzen können, und dies taten die Schweizerinnen eindrücklich.

Wie im Dezember 2009

«Ich weiss nicht was ich sagen soll. Unglaublich – mega cool», sagte Jasmine Flury in einer ersten Reaktion gegenüber dem Schweizer Fernsehen, «alles war super bei mir, kein Wind, gute Sicht, Sonne.» Jasmine Flury hatte in der Vorwoche in Lake Louise den 7. Platz belegt, womit sie ihr Potential ein weiteres Mal andeutete. Ihre bisher beste Leistung war ihr letzten Winter bei der Olympia-Hauptprobe in Südkorea gelungen. Dort war die 24-Jährige aus Davos Fünfte geworden. Ganz aus dem Nichts kam ihr Erfolg sicher nicht.

Michelle Gisin hatte in Lake Louise als Dritte der zweiten Abfahrt überrascht, ihrem ersten Podestplatz im Speed-Bereich. Im Super-G steigerte sie ihren Bestwert deutlich. Im Dezember des letzten Jahres hatte die Engelbergerin in Val d'Isère Platz 8 belegt.

epa06378620 Jasmine Flury, of Switzerland, right, first place, and Michelle Gisin, left, of Switzerland, second place, celebrate on the podium in the finish area at the women's Super-G race at th ...
Yasmine Flury und Michelle Gisin posieren für die Fotografen.Bild: EPA/KEYSTONE

Das Ganze erinnerte an den bisher letzten doppelten Schweizer Erfolg im Super-G. Den hatte es vor acht Jahren in Val d'Isère gegeben. Im Dezember 2009 errang damals Fränzi Aufdenblatten vor Nadia Styger ihren einzigen Sieg im Weltcup.

Mit Corinne Suter erreichte auch noch eine dritte Schweizerin die Top 10. Die Schwyzerin belegte Platz 9, mit 77 Hundertsteln Rückstand auf Siegerin Jasmine Flury. Die Sarganserländerin Rahel Kopp fuhr mit Nummer 40 auf den 12. Schlussrang, womit sie im Super-G erstmals punktete. Stark fuhren zudem auch die beiden Technikerinnen Denise Feierabend (16. mit Nummer 59) und Wendy Holdener (19.). (pre/sda)

Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

1 / 13
Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup
Abfahrt Männer: Marco Odermatt trumpft in Wengen gross auf und gewinnt am 11. und 13. Januar 2024 sowohl die verkürzte als auch die Original-Abfahrt.
quelle: keystone / jean-christophe bott
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Das Ende einer Ära – Luka Modric sorgt für das traurigste Foto der EM
Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Italien ist klar: Kroatien wird den Einzug ins Achtelfinal der Europameisterschaft wohl verpassen. Mit dem wahrscheinlichen Ausscheiden geht beim WM-Dritten von Katar eine Ära zu Ende, die von keinem so geprägt wurde wie von Luka Modric.

Luka Modric. Selten lagen Euphorie und bodenlose Enttäuschung für den 38-Jährigen wohl so nahe beieinander wie am gestrigen Abend in Leipzig. Denn was wunderbar begann, endete in einem Fiasko.

Zur Story