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Ein Trio mit grossen Chancen: Lara Gut-Behrami, Beat Feuz und Wendy Holdener (von links). Bild: imago, watson

So stehen die Medaillen-Chancen der Schweiz an der Ski-WM in Cortina

Die Schweiz ist aktuell Ski-Land Nummer 1 und führt in der Nationenwertung deutlich vor Erzrivale Österreich. Doch lässt sich diese Dominanz auch an den Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo umsetzen? Wir analysieren, wie gross die Schweizer Medaillenchancen in den einzelnen Disziplinen sind.



Kombination der Frauen

Montag, 8. Februar, 11 Uhr – Titelverteidigerin: Wendy Holdener

Michelle Gisin

Michelle Gisin ist eine der stärksten Allrounderinnen dieser Saison. Im Slalom ist sie so stark wie noch nie zuvor und hat dieses Jahr den ersten Weltcupsieg in dieser Disziplin gefeiert. Auch im Speed-Bereich kann sie aufs Podest fahren, dass die Kombination neben dem Slalom aus dem Super-G statt der Abfahrt besteht, dürfte ihr entgegen kommen. Aber die Konkurrenz in dieser Disziplin ist mit Petra Vlhova, Mikaela Shiffrin, Federica Brignone oder auch Wendy Holdener aus dem eigenen Lager stark.

Medaillenchance: 50 Prozent

Wendy Holdener

Wendy Holdener ist Titelverteidigerin und zweifache Weltmeisterin in der Kombination. Das ist ihre Disziplin und in einer teilweise schwierigen Saison wohl ihre beste Medaillen-Chance an der WM. Auch der Schwyzer Technikerin dürfte entgegenkommen, dass Super-G gefahren ist.

Medaillenchance: 50 Prozent

Switzerland's Wendy Holdener waves her national flag during the medal ceremony for the women's combined race, at the alpine ski World Championships in Are, Sweden, Friday, Feb. 8, 2019. (AP Photo/Gabriele Facciotti)

Wendy Holdener verteidigte in Are in Weltmeistertitel in der Kombination – gelingt das noch ein drittes Mal? Bild: AP

Priska Nufer

2019 wurde Priska Nufer Schweizer Meisterin in der Kombination. Eine Medaille wäre bei der starken Konkurrenz aber eine riesige Überraschung.

Medaillenchance: 1 Prozent

Jasmina Suter

Jasmina Suter fuhr schon mehrfach bei Alpinen Kombinationen in die Weltcuppunkte. Ein Top-Resultat konnte sie aber noch nie herausfahren.

Medaillenchance: 1 Prozent

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Super-G der Frauen

Dienstag, 9. Februar, 10.30 Uhr – Titelverteidigerin: Mikaela Shiffrin

Lara Gut-Behrami

Lara Gut-Behrami ist DIE Topfavoritin im Super-G. Die letzten vier Weltcuprennen in dieser Disziplin hat sie allesamt gewonnen. In Cortina hat sie ebenfalls schon zwei Weltcup-Super-Gs gewonnen. Sie kann sich nur selbst schlagen.

Medaillenchance: 90 Prozent

ARCHIVBILD ZUR ANSTEHENDEN SKI-WM IN CORTINA D'AMPEZZO --- Lara Gut-Behrami of Switzerlansd celebrates during the podium ceremony of the women's Super-G race at the FIS Alpine Ski World Cup in Crans-Montana, Switzerland, Sunday, January 24, 2021. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Lara Gut-Behrami dominierte die letzten Super-G-Rennen. Bild: keystone

Corinne Suter

2019 holte Corinne Suter im schwedischen Are etwas überraschend Bronze im Super-G, danach ging der Knoten auf. Letzte Saison gewann sie die kleine Kugel in dieser Disziplin und auch dieses Jahr ist sie hinter Lara Gut-Behrami die zweitbeste Fahrerin. Doch die Konkurrenz ist gross und der Super-G unberechenbar.

Medaillenchance: 25 Prozent

Michelle Gisin

Gisin stand im Super-G schon auf dem Podest, diese Saison ist allerdings ein achter Platz das beste Ergebnis. Sie bringt grundsätzlich alles mit, was es für ein Podest braucht.

Medaillenchance: 5 Prozent

Priska Nufer

In den letzten drei Rennen hat Nufer mit den Plätzen 6 und 8 die besten Super-G-Ergebnisse ihrer Karriere herausgefahren. Viel fehlt da nicht aufs Podest, aber es muss natürlich alles perfekt aufgehen.

Medaillenchance: 3 Prozent

Super-G der Männer

Dienstag, 9. Februar, 13 Uhr – Titelverteidiger: Dominik Paris

Marco Odermatt

Im Super-G ist Marco Odermatt ein Geheimfavorit. Dieses Jahr fuhr er zweimal knapp in die Top 10 und zweimal – in Kitzbühel als Zweiter und in Garmisch als Dritter – auf das Podest. Er weiss, dass er nicht immer perfekt auf der Linie sein muss und kann die Ski laufen lassen. Odermatt ist die beste Chance auf eine Schweizer Medaille im unberechenbaren Super-G der Männer.

Medaillenchance: 25 Prozent

Mauro Caviezel

Mauro Caviezel war der beste Super-G-Fahrer der Saison, ehe ihn eine Verletzung ausgebremst hat. Wenn er zu 100 Prozent gesund ist, gehört er zu den Topfavoriten, doch am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen war er noch nicht bereit für einen Rennstart. Es ist nicht sicher, ob der Bündner überhaupt an die WM fahren wird. Falls er beschwerdefrei und mit Selbstvertrauen fahren kann, sind seine Chancen intakt, doch danach sieht es momentan nicht aus.

Medaillenchance: 10 Prozent

ARCHIVBILD ZUR VERLETZUNG VON MAURO CAVIEZEL, AM DONNERSTAG, 7. JANUAR 2021 - epa08878686 The first placed Mauro Caviezel of Switzerland celebrates on the podium of the Men's Super G race at the FIS Alpine Skiing World Cup event in Val d'Isere, France, 12 December 2020. EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Vor seiner Verletzung war Mauro Caviezel hervorragend in Form – wie sieht es jetzt aus? Bild: keystone

Beat Feuz

Der Super-G ist die deutlich schwächere Disziplin von Beat Feuz. Aber der Emmentaler ist ein Speed-König, an einem guten Tag kann er auch in den etwas engeren Kurven überzeugen. In der aktuellen Form wird es gegen die Konkurrenz aus dem In- und Ausland aber schwierig.

Medaillenchance: 5 Prozent

Loic Meillard

Von den restlichen Super-G-Kandidaten hat Loic Meillard die besten Ergebnisse vorzuweisen. In Kitzbühel und Garmisch fuhr er in die Top-10, in Bormio knapp dahinter. Zudem ist der Romand Medaillenanwärter in der Kombination, die aus Super-G und Slalom besteht. Ein zusätzliches Rennen auf der Piste wird ihm da gut tun.

Medaillenchance: 2 Prozent

Gino Caviezel

Fährt Gino Caviezel statt seines Bruders Mauro den Super-G? Er hat in seiner Karriere schon drei Top-10 Ergebnisse vorzuweisen, jüngst auch am vergangenen Samstag in Garmisch.

Medaillenchance: 1 Prozent

Kombination der Männer

Mittwoch, 10. Februar, 10 Uhr – Titelverteidiger: Alexis Pinturault

Loic Meillard

Meillard ist Weltklasse im Slalom und im Super-G trennt ihn auch nicht sehr viel von den Besten. Dass in der Kombination keine Abfahrt gefahren wird, kommt dem Techniker entgegen. Konkurrenz droht vor allem aus Frankreich mit Alexis Pinturault und Victor Muffat-Jeandet.

Medaillenchance: 33 Prozent

Luca Aerni

Der Kombinations-Weltmeister von 2017 hat seine Form wieder gefunden. Im Slalom ist er so gut wie seit Jahren nicht mehr, im Super-G fuhr er vor einem Jahr in Hinterstoder in die Top-15. Aernis Erfolgsrezept: Im Super-G nicht zu viel Zeit verlieren und dann mit einer guten Startnummer im Slalom angreifen.

Medaillenchance: 15 Prozent

Gold medalist Luca Aerni of Switzerland reacts during the flower ceremony after the men's combined competition at the 2017 Alpine Skiing World Championships in St. Moritz, Switzerland, Monday, Feb. 13, 2017. (Peter Schneider/Keystone via AP)

2017 wurde Luca Aerni in St.Moritz Weltmeister in der Kombination. Bild: AP/Keystone

Gino Caviezel

Gino Caviezel hat in Garmisch mit einem überraschend starken Super-G überzeugt. Wenn er das auch in der Kombination abrufen kann, könnte eine Überraschung möglich sein. Doch Super-G und Slalom sind eigentlich nicht seine Kerndisziplinen.

Medaillenchance: 5 Prozent

Justin Murisier

Er hat schon gute Resultate gezeigt in Kombinationen, aber für eine Medaille müsste schon extrem viel aufgehen.

Medaillenchance: 2 Prozent

Mauro Caviezel

Caviezel hat schon eine WM-Medaille in der Kombination geholt und vor einem Jahr wurde er in der Kombination von Hinterstoder Zweiter. Doch wegen seiner Verletzung wird er in der WM-Kombi wohl leider eher nicht am Start sein.

Medaillenchance: 2 Prozent

Abfahrt der Frauen

Samstag, 13. Februar, 11 Uhr – Titelverteidigerin: Ilka Stuhec

Lara Gut-Behrami

In der Abfahrt ist sie nicht gleich stark in Form wie im Super-G, gehört aber dennoch zu den Favoritinnen – insbesondere nach dem Ausfall von Sofia Goggia. Gut-Behrami hat die Weltcup-Abfahrt von Cortina auch schon gewonnen.

Medaillenchance: 60 Prozent

Corinne Suter

Letzte Saison gewann Suter die Abfahrtskugel, diese Saison eröffnete sie mit zwei Podestplätzen in Val d'Isère. Seither ist ihr Lauf aber etwas ins Stocken geraten, in Crans-Montana fuhr sie auf die Ränge 14 und 8. Dennoch gehört sie zu den Medaillenkandidatinnen.

Medaillenchance: 45 Prozent

Switzerland's Corinne Suter celebrates her second place in a alpine ski, women's World Cup downhill, in Crans Montana, Switzerland, Saturday, Feb. 22, 2020. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Was zeigt Corinne Suter in Cortina? Bild: AP

Michelle Gisin

Das letzte Abfahrtspodest von Gisin liegt nur ein Jahr zurück. In Cortina fuhr sie schon die Ränge 5 und 7 heraus. Ein Podest ist möglich, wenn alles aufgeht.

Medaillenchance: 7 Prozent

Jasmine Flury

Jasmine Flury riskiert gerne viel. Oft geht das nicht auf, aber wenn es aufgeht, ist es auch sehr schnell. Ein Podest ist aber nur bei einer absolut fehlerfreien Fahrt möglich. Sie wird in den Trainings noch um den vierten Startplatz kämpfen müssen.

Medaillenchance: 5 Prozent

Priska Nufer

Nufer war in der Abfahrt zuletzt ziemlich konstant. Auch sie wird in der Qualifikation um den vierten Startplatz kämpfen müssen. Eine Medaille wäre eine Sensation.

Medaillenchance: 3 Prozent

Jasmina Suter

Suter liess mit einem 6. Rang in Crans-Montana aufhorchen. Auch sie wird im Kampf um den vierten Startplatz mit dabei sein. Eine Medaille darf man aber nicht erwarten.

Medaillenchance: 3 Prozent.

Abfahrt der Männer

Sonntag, 14. Februar, 11 Uhr – Titelverteidiger: Kjetil Jansrud

Beat Feuz

In der Abfahrt ist Feuz die Konstanz in Person und er hat nach einem für seine Verhältnisse verhaltenen Saisonstart seine Form mit zwei Siegen in Kitzbühel nun definitiv wieder gefunden. 2017 wurde er Weltmeister, 2019 gab es nur Leder. Jetzt ist wieder Zeit für eine Medaille!

Medaillenchance: 66 Prozent

ABD0155_20210125 - KITZBÜHEL - ÖSTERREICH: Beat Feuz (SUI) mit den beiden Siegertrophäen am Montag, 25. Jänner 2021, anl. eines Fototermins im Rahmen des 81. Hahnenkammrennens in Kitzbühel. - FOTO: APA/EXPA/JOHANN GRODER

Doppelsieg in Kitzbühel, Podest in Garmisch: Beat Feuz ist in Form. Bild: keystone

Carlo Janka

Carlo Janka hat in Kitzbühel, Gröden und Garmisch gezeigt, dass er es in der Abfahrt immer noch drauf hat. Die Abfahrt in Cortina findet auf einer neuen Strecke statt – wie schnell findet der Bündner den Rhythmus und hält der Rücken der Nation?

Medaillenchance: 15 Prozent

Mauro Caviezel

Sein letztes Abfahrts-Podest liegt schon ein Jahr zurück und die Vorbereitung war aufgrund der Verletzung alles andere als ideal. Dennoch bringt Caviezel alles mit, um auch hier aufs Podest zu fahren.

Medaillenchance: 10 Prozent

Niels Hintermann

Auch Niels Hintermanns Vorbereitung auf die WM war alles andere als perfekt, kämpfte der Zürcher doch ähnlich wie Mauro Caviezel seit Bormio mit einer Verletzung. Aber in den Rennen zuvor hatte Hintermann sein Talent angedeutet, vielleicht geht es ihm ja an der WM perfekt auf? Er kämpft mit Marco Odermatt um den letzten Startplatz.

Medaillenchance: 3 Prozent

Marco Odermatt

Zwei Top-15-Klassierungen aus Bormio und Kitzbühel und einen achten Platz in Garmisch bringt der Nidwaldner mit, doch in der Abfahrt scheint er noch zu jung für einen Platz auf dem Podest. Falls Mauro Caviezel noch nicht fit genug für einen Start in der Abfahrt ist, hat es auch Platz für einen Start von Odermatt und Hintermann.

Medaillenchance: 3 Prozent

Parallel-Riesenslalom der Frauen

Dienstag, 16. Februar, 14 Uhr – keine Titelverteidigerin

Wendy Holdener

Parallel-Rennen liegen Holdener eigentlich – der Slalom aber noch eher als der Riesenslalom. Zu den Topfavoritinnen gehört sie nicht, aber zum erweiterten Favoritenkreis.

Medaillenchance: 15 Prozent

Lara Gut-Behrami

Gut-Behrami fuhr in dieser Saison beim Parallel-Rennen von Lech-Zuers aufs Podest. In Kronplatz fuhr sie zudem auch im gewöhnlichen Riesenslalom wieder aufs Podest. Wenn sie startet, könnte einiges drinliegen.

Medaillenchance. 15 Prozent

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Beim Parallel-Riesenslalom von Lech-Zürs stand Lara Gut-Behrami auf dem Podest. Bild: keystone

Michelle Gisin

Die Form stimmt bei Gisin bestens, doch sie hat noch nie in ihrer Karriere einen Parallel-Riesenslalom bestritten. Es ist möglich, dass sie sich für den normalen Riesenslalom und den Slalom später in der zweiten Wettkampfwoche schont. Wenn sie das Rennen fährt, hat sie vielleicht die besseren Medaillenchancen als Gut-Behrami oder Holdener. Da wir aber glauben, dass sich die Engelbergerin eher eine Pause gönnt, ist die Chance auch entsprechend tiefer.

Medaillenchance: 5 Prozent.

Melanie Meillard

Melanie Meillard stand schon in Parallel-Rennen auf dem Podest, allerdings waren das Parallel-Slaloms an City Events. Im Riesenslalom ist sie nach ihrer langen Verletzungspause noch nicht die Alte.

Medaillenchance: 1 Prozent

Camille Rast

Wenn Camille Rast im Parallel-Riesenslalom startet, dann wohl eher, um Erfahrungen zu sammeln.

Medaillenchance: 1 Prozent.

Parallel-Riesenslalom der Männer

Dienstag, 16. Februar, 14 Uhr – kein Titelverteidiger

Loic Meillard

Den bisher letzten Parallel-Riesenslalom (Februar 2020 in Val d'Isère) hat Meillard gewonnen. Allerdings ist kaum eine Disziplin so unberechenbar wie die Parallel-Rennen. Dennoch dürfte der Neuenburger einer der heissesten Anwärter auf eine Medaille sein.

Medaillenchance: 25 Prozent

epa08205640 Loic Meillard of Switzerland celebrates on the podium after winning the Men's Parallel Giant Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Les Houches - Chamonix, France, 09 February 2020.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Hat schon einen Parallel-Riesenslalom gewonnen: Loic Meillard. Bild: EPA

Marco Odermatt

Odermatts Form im Riesenslalom ist in dieser Saison überragend (vier Podestplätze, nie schlechter als Vierter), einen Parallel-Riesenslalom hat er aber letztmals vor zwei Jahren gefahren. Wenn er am Start steht, hat der 23-Jährige definitiv das Zeug, um aufs Podest zu fahren.

Medaillenchance: 10 Prozent

Gino Caviezel

Der jüngere der zwei Caviezel-Brüder hat schon drei Top-10-Ergebnisse im Parallel-Riesenslalom-Weltcup auf dem Konto, aufs Podest hat es ihm aber noch nie gereicht.

Medaillenchance: 5 Prozent

Justin Murisier

Mit zuletzt starken Riesenslalom-Ergebnissen hat sich Justin Muriser auch in den Parallel-Rennen in den erweiterten Favoritenkreis gekämpft.

Medaillenchance: 5 Prozent

Team-Event

Mittwoch, 17. Februar, 12.15 Uhr – Titelverteidiger: Schweiz

Die Schweiz ist Titelverteidigerin im Team-Event, der als Parallel-Rennen gefahren wird. Als bislang erfolgreichste Nation des Winters ist sie auch dieses Jahr Topfavorit auf Gold. Aber die Konkurrenz – insbesondere aus Österreich und Norwegen – ist stark.

Gold medals, Sandro Simonet, Andrea Ellenberger, Aline Danioth, Ramon Zenhaeusern, Wendy Holdener and Daniel Yule of Switzerland, from left to right, celebrate during the medals ceremony after the Alpine Team Event at the 2019 FIS Alpine Skiing World Championships in Are, Sweden Tuesday, February 12, 2019. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Schweiz ist im Team-Wettkampf Titelverteidiger. Bild: KEYSTONE

Medaillenchance: 60 Prozent

Riesenslalom der Frauen

Donnerstag, 18. Februar, 10 Uhr – Titelverteidigerin: Petra Vlhova

Michelle Gisin

Gisin stand in den letzten drei Riesenslaloms zwei Mal auf dem Podest. Beim letzten Auftritt in Kronplatz war sie auf Siegkurs, ehe sie ein grober Fehler noch auf den sechsten Platz zurückwarf. Die Form stimmt, aber mit Bassino, Brignone, Shiffrin, Vlhova und Worley könnte die Konkurrenz kaum grösser sein.

Medaillenchance: 25 Prozent

17.01.2021, Podkoren, Kranjska Gora, SLO, FIS Weltcup Ski Alpin, Riesenslalom, Damen, Siegerehrung, im Bild Second placed in overall classification of Golden Fox 2021 Michelle Gisin SUI, winner Marta Bassino ITA and third placed Michelle Gisin SUI celebrate at trophy ceremony // Second placed in overall classification of Golden Fox 2021 Michelle Gisin SUI, winner Marta Bassino ITA and third placed Michelle Gisin SUI celebrate at trophy ceremony during the winner ceremony for the women Giant Slalom of FIS ski alpine world cup at the Podkoren in Kranjska Gora, Slovenia on 2021/01/17. Pictures 2021, PhotoCredit: / Sportida/ Vid Ponikvar *****ATTENTION - OUT of SLO, FRA***** Kranjska Gora *** 17 01 2021, Podkoren, Kranjska Gora, SLO, FIS Alpine Ski World Cup, Giant Slalom, Women, Award Ceremony, in picture Second placed in overall classification of Golden Fox 2021 Michelle Gisin SUI , winner Marta Bassino ITA and third placed Michelle Gisin SUI celebrate at trophy ceremony Second placed in overall classification of Golden Fox 2021 Michelle Gisin SUI , winner Marta Bassino ITA and third placed Michelle Gisin SUI celebrate at trophy ceremony during the winner ceremony for the women Giant Slalom of FIS ski alpine world cup at the Podkoren in Kranjska Gora, Slovenia on 2021 01 17 Pictures 2021, PhotoCredit Sportida Vid Ponikvar ATTENTION OUT of SLO, FRA Kranjska Gora PUBLICATIONxNOTxINxAUT EP_fil

Michelle Gisin ist in Bestform. Bild: imago images/Eibner Europa

Lara Gut-Behrami

Diesen Winter stand Gut-Behrami im Riesenslalom stets in den Top-10, zuletzt in Kronplatz als Zweite gar auf dem Podest. Sie hat definitiv den schnellen Schwung für eine Medaille, gehört aber nicht zu den Topfavoritinnen.

Medaillenchance: 20 Prozent

Wendy Holdener

Vor einem Jahr wäre sie eine Medaillenkandidatin gewesen, doch diese Saison ist im Riesenslalom der Wurm drin. Drei Mal schied sie schon aus. Sie hat es noch immer drauf, im WM-Rennen aber eher Aussenseiterchancen.

Medaillenchance: 10 Prozent

Camille Rast

Auch hier gilt es für Rast, Erfahrungen zu sammeln.

Medaillenchance: 1 Prozent

Riesenslalom der Männer

Freitag, 19. Februar, 10 Uhr – Titelverteidiger: Henrik Kristoffersen

Marco Odermatt

Wie oben bereits beschrieben, war Marco Odermatt in dieser Riesenslalom-Saison noch nie schlechter als auf dem vierten Platz klassiert. Dennoch ist Alexis Pinturault fast etwas besser einzuschätzen und auch neben dem Franzosen besteht starke Konkurrenz. Trotzdem wäre alles andere als eine Medaille von Odermatt schon fast eine Enttäuschung.

Medaillenchance: 50 Prozent

epa08926286 (L-R) Second placed Filip Zubcic of Croatia, winner Alexis Pinturault of France and third placed Marco Odermatt of Switzerland celebrate on the podium of the men's giant slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup event in Adelboden, Switzerland, 08 January 2021.  EPA/PETER SCHNEIDER

Marco Odermatt war dieses Jahr im Riesenslalom noch nie schlechter als auf Rang 4 klassiert. Bild: keystone

Loic Meillard

Odermatt ist aber nicht der einzige Schweizer Trumpf im Riesenslalom, drei andere Fahrer haben diese Saison in dieser Disziplin auch schon Podestplätze herausgefahren. Einer davon ist Loic Meillard, dem das zuletzt in Adelboden gelungen ist. Kommt er fehlerfrei durch, ist er immer schnell.

Medaillenchance: 25 Prozent

Gino Caviezel

Zum Saisonauftakt in Sölden fuhr Caviezel sensationell aufs Podest, danach schied er aber auch zwei Mal aus. Er hat die Technik, um ganz vorne mitzufahren, bringt das aber nicht immer ins Ziel.

Medaillenchance: 10 Prozent

Justin Murisier

In Alta Badia auf dem Podest, in Adelboden zwei Mal in den Top 10. Wer auf den schwierigsten Strecken bestehen kann, kann das auch an der WM.

Medaillenchance: 10 Prozent

Slalom der Frauen

Samstag, 20. Februar, 10 Uhr – Titelverteidigerin: Mikaela Shiffrin

Michelle Gisin

In den letzten fünf Slaloms fuhr Gisin die Ränge 5, 3, 1, 2 und 5 heraus. Die Obwaldnerin hat diverse Medaillenchancen an der WM, jene im Slalom dürfte am grössten sein. Um eine Medaille zu gewinnen, muss sie aber mindestens eine Fahrerin aus dem Trio Mikaela Shiffrin, Petra Vlhova und Katharina Liensberger schlagen.

Medaillenchancen: 50 Prozent

Wendy Holdener

Holdener fuhr in dieser Saison im Slalom immer in die Top-6, aber «nur» einmal aufs Podest. Dennoch ist mit der Schwyzerin in ihrer stärksten Disziplin immer zu rechnen.

Medaillenchance: 25 Prozent

ABD0246_20210112 - FLACHAU - ÖSTERREICH: Wendy Holdener (SUI/3. Platz) am Dienstag, 12. Jänner 2021, anl. der Slalom der Damen-Siegerehrung in Flachau. - FOTO: APA/BARBARA GINDL

In Flachau gelang Wendy Holdener der Sprung zurück auf das Slalompodest. Bild: keystone

Melanie Meillard

Der Slalom ist nach der langen Verletzungspause immer noch die beste Disziplin von Meillard. Ihr Talent ist unbestritten. Wenn alles zusammenpasst, ist vielleicht eine Sensation möglich.

Medaillenchance: 2 Prozent.

Camille Rast

In Flachau setzte sie mit dem sechsten Platz ein Ausrufezeichen und hat gezeigt, was sie mit einer guten Piste machen kann. An der WM ist ihr der Startplatz und damit auch eine bessere Startnummer als im Weltcup sicher.

Medaillenchance: 2 Prozent

Slalom der Männer

Sonntag, 21. Februar, 10 Uhr – Titelverteidiger: Marcel Hirscher

Ramon Zenhäusern

Ramon Zenhäusern ist zum Leader im Schweizer Slalomteam gereift und bringt dieses Jahr die konstantesten Leistungen. Drei Podestplätze hat er in dieser Saison bereits herausgefahren, zuletzt zwei in Serie. Der Slalom ist aber auch die Disziplin, in der die internationale Konkurrenz (Pinturault, Schwarz, Feller, Noël, Kristoffersen, Foss-Solevaag) am grössten ist.

Medaillenchance: 30 Prozent

Switzerland's Ramon Zenhaeusern celebrates after cutting the finish line of an alpine ski, men's World Cup slalom, in Chamonix, Sunday, Jan. 31, 2021. (AP Photo/Marco Tacca)

Ramon Zenhäusern ist das heisseste Eisen im Schweizer Slalomfeuer. Bild: keystone

Loic Meillard

In dieser Saison hat er im Slalom schon die Ränge 4, 5 und 6 herausgefahren. Vielleicht reicht es ja ausgerechnet beim Saisonhighlight zum ersten Mal seit 2018 wieder aufs Podest. Genug gut in Form ist Meillard auf jeden Fall.

Medaillenchance: 10 Prozent

Luca Aerni

Aernis Slalom-Formkurve zeigt steil nach oben. Dass er es nicht nur in 2. Läufen kann, hat er auch schon gezeigt.

Medaillenchance: 8 Prozent

Daniel Yule

Der Seriensieger vom letzten Jahr (Madonna di Campiglio, Adelboden, Kitzbühel) ist in dieser Saison noch überhaupt nicht auf Touren gekommen. Dennoch ist er die logische Wahl für den vierten Startplatz im Slalom. Der Hang in Cortina d'Ampezzo ist steil, das ist Yule-Gelände. Zudem verdient der Walliser aufgrund seiner letztjährigen Leistungen einen Vertrauensvorschuss. Er kann immer noch schnell sein, wenn alles aufgeht – vielleicht ja ausgerechnet im WM-Slalom?

Medaillenchance: 8 Prozent

Sandro Simonet

Simonet hat in dieser Saison schon einen Podestplatz vorzuweisen, fuhr er doch zuletzt in Chamonix sensationell aufs Podest. Dabei profitierte er mit Startnummer 1 im zweiten Lauf von einer hervorragenden Piste, die danach rasch schlechter wurde. Zudem schied er auch schon drei Mal aus und verpasste drei Mal die Qualifikation für den zweiten Lauf. Trotz des Podests wird wohl Yule an seiner Stelle fahren.

Medaillenchance: 1 Prozent

Tanguy Nef

Die Formkurve des jungen Genfers zeigt nach unten. Er wird kaum den Startplatz anstelle von Yule oder Simonet erhalten.

Medaillenchance: 1 Prozent

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