Sport
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Super League, 27. Runde

Zürich – Basel 0:2 (0:0)
St. Gallen – Grasshoppers 0:0
Lugano – Xamax 0:0

Grasshopper Caiuby Francisco Da Silva, links, und Grasshopper Trainer Tomislav Stipic, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem Grasshopper Club Zuerich, am Mittwoch, 3. April 2019, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Gesprächsbedarf bei Caiuby und Trainer Tomislav Stipic. Bild: KEYSTONE

GC taumelt nach Nullnummer weiter dem Abstieg entgegen – Basel schlägt den FCZ



St.Gallen – GC 0:0

– Die Grasshoppers unter Trainer Tomislav Stipic weiter auf einen Sieg. Beim ebenfalls angeschlagenen FC St. Gallen reicht es den Zürchern mit Glück zu einem torlosen Remis. Die 11'683 Zuschauer in St. Gallen bekamen in der ersten Halbzeit keinen Leckerbissen serviert. «Es war das erwartet Kampfspiel. GC war extrem aggressiv», meinte St. Gallens Offensivspieler Tranquillo Barnetta. Das Team mit dem Schweizer Ex-Internationalen steigerte sich nach der Pause aber enorm und hätte den Sieg nach 90 Minuten verdient gehabt. Doch das Team von Peter Zeidler, das zuletzt dreimal ohne Punkte geblieben war, fand die entscheidende Lücke in der GC-Hintermannschaft nicht.

– Trotz zwei Drittel Ballbesitz und deutlich mehr Cornern und Schüssen als der Gegner, rannten die Ostschweizer bis zuletzt vergeblich auf das Tor von Heinz Lindner an. Österreichs Nationalgoalie rettete in der 88. Minute mit einer Glanzparade seiner Mannschaft einen Punkt. Der 28-Jährige war wie in den Wochen zuvor eine der funktionierenden Konstanten im Spiel der Zürcher.

– Die Grasshoppers standen defensiv gut organisiert und spielten erstmals seit 15 Partien wieder zu null. Es war für GC erst das dritte Unentschieden aus den letzten zwölf Spielen. Ihre Karten im Abstiegskampf konnten sie aber trotz viel Einsatz und Kampf nicht verbessern. Der Rückstand auf das zweitletzte Neuchâtel Xamax, das in Lugano ebenfalls 0:0 spielte, beträgt neun Runden vor Schluss weiterhin sechs Punkte. Während man bei GC von einem Punktgewinn sprechen konnte, trauert man in den Reihen der St. Galler einem verlorenen Sieg hinterher. «Wir sind enttäuscht, nur einen Punkt geholt zu haben. Der letzte öffnende Pass hat gefehlt. Wenigstens waren wir defensiv stabiler als in den letzten Spielen», resümierte Barnetta.

Grasshopper Bujar Lika, links, gegen St. Gallens Dereck Kutesa, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem Grasshopper Club Zuerich, am Mittwoch, 3. April 2019, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

FC Zürich – FC Basel 0:2

– Der FC Basel setzte seine Erfolgsserie in der 27. Super-League-Runde problemlos fort. Dank Toren in der zweiten Halbzeit gewann er beim FC Zürich mit 2:0. Nachdem der FC Basel reihenweise Chancen vergeben hatte, zeigte er in der 53. Minute wie simpel das Toreschiessen sein kann, wenn man über die Spieler mit den nötigen Qualitäten verfügt. Eray Cömert spielte mit einem perfekten 50-Meter-Pass Samuele Campo an, der mit dem Innenrist einen Lob über Goalie Yanick Brecher zauberte. Albian Ajeti belohnte den überlegenen FCB in der 89. Minute ein zweites Mal für seine vielen guten Offensivaktionen.

– Der eingewechselte Ajeti schoss schon sein zwölftes Saisontor, Campo hingegen war ein eher unerwarteter Matchwinner. Der 23-jährige Mittelfeldspieler fiel den Grossteil der Hinrunde mit einer Knieverletzung aus und wurde in diesem Jahr meistens eingewechselt. Zum zweiten Mal durfte er von Beginn weg spielen und erlöste mit seinem dritten Saisontor den FC Basel. Der frühere Schweizer U21-Internationale hätte - wie einige andere Basler - schon früher treffen können. Nur schon in der ersten halben Stunde vergaben die Gäste fünf hochkarätige Torchancen. Speziell Ricky van Wolfswinkel war glücklos und scheiterte mehrmals am eigenen Unvermögen oder am starken Brecher.

– Obwohl nicht ganz schuldlos beim Gegentreffer verdankte es der FC Zürich seinem Goalie, dass er lange Zeit auf einen «Lucky Punch» hoffen konnte. Sehr nahe kam die Mannschaft von Ludovic Magnin dem Punktgewinn in der letzten halben Stunde nicht mehr. Die beste Torchance vergab der FCZ durch Assan Ceesay unmittelbar vor dem Gegentreffer. Der Lattenschuss von Grégory Sertic in der 59. Minute von der Cornerfahne aus, war zu überraschend und glückhaft, um wirklich als gefährlich zu gelten. Der FC Zürich war nach der Pause etwas mutiger, aber in Abwesenheit von einigen Leistungsträgern zu wenig präzis und sicher, um seine enttäuschende Rückrunden-Bilanz aufzubessern. Der FC Basel hingegen ist seit nunmehr elf Partien ungeschlagen (8 Siege, 3 Remis). (zap/sda)

Sie Basler jubeln im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Basel im Letzigrund, am Mittwoch, 3. April 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Lugano – Xamax 0:0

– Neuchâtel Xamax setzt seinen Aufwärtstrend unter Stéphane Henchoz zumindest punktemässig fort. In Lugano gewannen die Neuenburger keinen Schönheitspreis, beim 0:0 dafür einen weiteren Punkt im Kampf gegen den Abstieg.

– Im Prinzip genügte im Stadio di Cornaredo ein kurzes Beobachten von Xamax-Coach Stéphane Henchoz, um zu erfahren, mit welchen Vorgaben die Neuenburger ins Tessin gereist waren: Nur kein Tor kassieren, nur nicht verlieren. War Lugano in Ballbesitz dirigierte Henchoz die Abwehrreihe, tänzelte er in der Coaching-Zone auf und ab und meldete sich lautstark zu Wort, wenn ihm etwas nicht passte. Hatten die Xamaxiens hingegen den Ball, war Henchoz am Rand ähnlich unauffällig wie seine Spieler auf dem Platz.

– Allerdings machten die Xamaxiens ihre Aufgabe in der Defensive so gut, dass Lugano zwar das Spiel diktierte, seinerseits aber kaum zu Tormöglichkeiten kam. Die gefährlichste Szene in der ersten Halbzeit hatte Luganos Armando Sadiku in der 36. Minute, als er nach starkem Pass in die Tiefe von Mattia Bottani am Tor vorbei zielte. Ja die Neuenburger erledigten ihre Defensivaufgaben sogar so gut, dass Henchoz seine Spieler nach der Pause geringfügig offensiver spielen liess.

– Aber auch Lugano, das mittlerweile seit Oktober auf einen Heimsieg in der Meisterschaft wartet, setzte nicht alles auf die Karte Sieg. «Für ein Team das zuhause spielte nahm Lugano extrem wenig Risiko», resümierte Xamax-Stürmer Raphaël Nuzzolo gegenüber dem TV-Sender Teleclub nach der Partie. Xamax könne gut mit dem einen Punkt leben, der den Abstand auf die Grasshoppers bei sechs Punkten hielt. «Er bereitet uns wohl auch mehr Freude als den Zuschauern dieses Spiel bereitet hat», so der 35-Jährige. (sda)

Lugano's player Bálint Vécsei, right, fight for the ball with Xamax's player Mike Gomes, left, during the Super League soccer match FC Lugano against FCS Neuchatel Xamax, at the Cornaredo stadium in Lugano, Wednesday, April 03, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die Tabelle

Bild

tabelle: srf

Die Telegramme

St. Gallen - Grasshoppers 0:0
11'683 Zuschauer. - SR Bieri.
St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Vilotic, Mosevich, Lüchinger; Quintilla; Sierro, Ashimeru; Barnetta, Rapp, Kutesa (69. Bakayoko).
Grasshoppers: Lindner; Lika (84. Cvetkovic), Nathan, Rhyner, Pusic; Basic; Ravet (69. Taipi), Mergim Bajrami (57. Diani), Kamber, Caiuby; Djuricin.
Bemerkungen: St. Gallen ohne Itten, Wittwer und Wiss (alle verletzt), Kchouk, Kräuchi, Muheim, Koch und Ben Khalifa (alle nicht im Aufgebot). Grasshoppers ohne Zesiger (gesperrt), Sigurjonsson, Arigoni und Kastrati (alle verletzt), Ajeti, Tarashaj, Ngoy, Pinga und Gjorgjev (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 44. Lika (Foul), 57. Quintilla (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 81. Basic (Foul). 83. Nathan (Foul). 91. Ravet (Reklamieren). 92. Cvetkovic (Foul). (sda)

Zürich - Basel 0:2 (0:0)
10'324 Zuschauer. - SR Klossner. -
Tore: 54. Campo (Cömert) 0:1. 89. Ajeti (Kuzmanovic) 0:2.
Zürich: Brecher; Rüegg, Bangura, Maxsö, Charabadse; Hekuran Kryeziu, Sertic; Khelifi, Zumberi (58. Pa Modou), Domgjoni (83. Mirlind Kryeziu); Ceesay (79. Andereggen).
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Suchy, Petretta; Frei, Zuffi; Kalulu (46. Ajeti), Campo (82. Xhaka), Okafor (62. Kuzmanovic); Van Wolfswinkel.
Bemerkungen: Zürich ohne Kololli, Marchesano, Odey, Winter, Nef, Aliu und Guenouche (alle verletzt). Basel ohne Bua, Stocker (beide verletzt), Balanta und Riveros (beide krank). 59. Lattenschuss von Sertic. Verwarnungen: 28. Rüegg (Foul). 35. Hekuran Kryeziu (Foul). 60. Campo (Foul). 74. Sertic (Foul). (sda)

Lugano - Neuchâtel Xamax 0:0
3655 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Lugano: Baumann; Maric, Kecskes, Sulmoni: Lavanchy, Vecsei (76. Covilo), Sabbatini, Crnigoj; Bottani Sadiku (69. Janko), Gerndt.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Sejmenovic, Oss, Djuric; Gomes, Di Nardo, Pickel (76. Corbaz), Doudin, Kamber; Ademi (86. Karlen), Nuzzolo.
Bemerkungen: Lugano ohne Carlinhos, Macek und Daprelà ( verletzt). Xamax ohne Serey Die (verletzt) und Nimani (krank). Verwarnungen: 88. Di Nardo (Foul). 92. Kamber (Foul). (sda)

Von Hitzfeld bis Stipic – alle GC-Trainer seit 1988

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    Alle Leser-Kommentare
  • aligator2 04.04.2019 08:35
    Highlight Highlight GC hat mich enorm überrascht. Dachte nicht, dass die wirklich soo harmlos sind. Tschüss Floppers!
  • Mr. Wayne 04.04.2019 06:07
    Highlight Highlight Warum sind die GC Spieler nach 60min immer Platt? Was lief hier falsch Herr Fink bei der Vorbereitung?
  • gunner 03.04.2019 23:27
    Highlight Highlight Noch ein blutleerer auftritt. Jungs tut etwas!zum glück gibt es nur zwei abstiegsplätze (einer potenziell).
    Benutzer Bild
    • chnobli1896 04.04.2019 06:56
      Highlight Highlight ich würde den fcz noch nicht als abstiegsgesichert betrachten.. vor allem mit dem trainer.
  • Nelson Muntz 03.04.2019 22:41
    Highlight Highlight Bewusst das Bild mit der Werbung vom Mitbewerber gewählt? 🤣
  • NumeIch 03.04.2019 22:06
    Highlight Highlight Dieser Caiuby was ist der eigentlich von Beruf? Kommt jetzt nicht mit Fussballer, denn das kann es nicht sein.

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