FCZ rettet den Derbysieg über die Ziellinie – St.Gallen lässt Punkte liegen
GC – FCZ 1:2
Die Grasshoppers finden auch im Derby nicht aus ihrem Tief heraus. Der Vorletzte der Super League unterliegt dem FC Zürich mit 1:2.
Beide Zürcher Klubs hatten im 293. Duell den Befreiungsschlag nach schwierigen Wochen angestrebt. GC war mindestens so bemüht wie der FCZ und in der Start- sowie in der Schlussphase sogar die bessere Mannschaft. Aber den Hoppers fehlt in dieser Saison meistens das gewisse Etwas, um sich zu belohnen. Oft sind es eigene Tore: Seit dem letzten Sieg, dem 6:2 bei den Young Boys Mitte Dezember, schoss das Team von Gerald Scheiblehner nur noch in einem Spiel mehr als einen Treffer. Gegen den FCZ traf es erst in der 81. Minute durch Luke Planche zum 1:2 und sorgte damit immerhin noch für Hoffnung bis zum Schlusspfiff.
Der FC Zürich war eine Spur abgeklärter, verhinderte dank des jungen Goalies Silas Huber das mögliche 0:1, nutzte durch Damienus Reverson nach einer halben Stunde die erste gute Offensivaktion zur eigenen Führung und profitierte kurz nach der Pause von einem Fehler des Gegners im Aufbau, um durch Philippe Keny auf 2:0 zu stellen. Keny, der im Sommer gekommene senegalesische Stürmer, traf mit einem schönen Schlenzer und erhöhte seine Ausbeute nach 20 Super-League-Spielen auf 11 Treffer.
Mit den drei Punkten aus dem Derby sind die Aussichten des FC Zürich wieder besser. Der erhoffte Platz in der Meisterrunde ist mit einer Erfolgsserie womöglich noch zu erreichen. Für die Grasshoppers deutet hingegen alles auf einen Abstiegskampf bis zum Saisonende hin. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf das unmittelbar vor GC liegende Servette.
Grasshoppers - Zürich 1:2 (0:1)
14'372 Zuschauer. - SR Piccolo.
Tore: 31. Reverson (Kamberi) 0:1. 51. Kény (Hack) 0:2. 81. Plange 1:2.
Grasshoppers: Hammel; Ngom, Diaby, Mikulic; S. Krasniqi (55. Marques), Köhler (83. Abrashi), Meyer, Ullmann (66. Diarrassouba); Tsimba (55. Plange), Frey (46. Lee Young-Jun), Jensen.
Zürich: Huber; Palacio, Vujevic, Hack; Kamberi, Berisha (66. Reichmuth), B. Krasniqi (86. Bangoura), Kablan; Tsawa (74. Di Giusto); Kény, Reverson (74. Ivan Cavaleiro).
Verwarnungen: 38. B. Krasniqi, 57. Reverson, 64. Mikulic, 73. Kablan, 93. Abrashi.
Servette – St.Gallen 1:1
Der FC St. Gallen kommt dem Leader FC Thun nur wenig näher. Die Ostschweizer spielen in der 26. Runde der Super League bei Servette 1:1.
Genf ist für die Gegner in dieser Saison oft eine Reise wert. Zwölf Punkte aus 13 Heimspielen sind die magere Ausbeute des strauchelnden Zweiten der vergangenen Spielzeit, dessen Chancen auf eine Teilnahme an der Meisterrunde von Woche zu Woche schwinden. Auch gegen St. Gallen brachten die Gastgeber nicht viel zustande. Erst in den letzten Minuten der Partie drängten sie mit mehr Vehemenz auf das 2:1. Die beste Genfer Aktion blieb aber der Freistoss in der 6. Minute, der Steve Rouiller das 1:1 ermöglichte.
St. Gallen zeigte ohne seinen gesperrten Topskorer Alessandro Vogt nach dem Startfurioso nicht viel mehr als Servette. Die Mitte der Woche in Winterthur mit 5:1 siegreichen Ostschweizer konnten nach der ersten starken Aktion der Partie, die Christian Witzig mit seinem ersten Saisontor in der 4. Minute veredelte, kaum mehr Nennenswertes produzieren. Immerhin gehörte die beste Möglichkeit zum Siegtor dem Gast. Aliou Baldé setzte in der 26. Minute einen Kopfball aus idealer Position übers Tor. Danach war dem zuletzt stark geforderten FCSG anzumerken, dass er bereits die siebte Partie in diesem Monat bestreitet.
Für Thun, dessen Spiel in Winterthur erst am Mittwoch stattfindet, bleibt der Abstand zum ersten Verfolger St. Gallen mit elf Punkten komfortabel.
Servette - St.Gallen 1:1 (1:1)
6150 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tore: 4. Witzig (Vandermersch) 0:1. 6. Rouiller 1:1.
Servette: Mall; Houboulang Mendes, Rouiller, Severin, Mazikou; Lopes (57. Kadile), Cognat, Douline (84. Fomba), Njoh (79. Ishuayed); Mir. Stevanovic, Mráz (58. Guillemenot).
St.Gallen: Zigi; Okoroji, Kleine-Bekel, Stanic; Daschner; Vandermersch (72. Ruiz), Görtler, Boukhalfa (93. Weibel), Witzig (84. Ouattara); Besio (72. Verinac), Balde (72. Efekele).
Verwarnungen: 22. Vandermersch, 41. Douline, 86. Ouattara, 91. Daschner, 92. Houboulang Mendes. (abu/sda)
