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Auch Spanien überprüft Djokovic-Einreise

Defending men's champion Serbia's Novak Djokovic practices on Rod Laver Arena ahead of the Australian Open tennis championship in Melbourne, Australia, Wednesday, Jan. 12, 2022. AP Photo/Mar ...
Die Situation bleibt für Novak Djokovic angespannt.Bild: keystone

Er hatte keine Sondergenehmigung – auch Spanien überprüft Djokovic-Einreise

Für den Tennisstar bahnen sich offenbar weitere Probleme an. Medienberichten zufolge überprüft nun auch Madrid, ob seine Einreise nach Spanien um den Jahreswechsel herum legal gewesen ist.
13.01.2022, 03:2813.01.2022, 09:49
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Ein Artikel von
t-online

Die Kontroverse um Novak Djokovic geht weiter: Neuen Berichten zufolge ermitteln nun auch die spanischen Behörden gegen den Tennisstar. Wie die spanische Zeitung «Cope» berichtete, werde untersucht, ob der ungeimpfte Tennisstar Ende Dezember illegal ins Land eingereist ist.

«Seit dem 20. September benötigen Bürger aus Serbien ein Impfzertifikat oder eine Sondergenehmigung, um in das spanische Hoheitsgebiet einzureisen, aber bisher haben die Behörden nach eigenen Angaben noch keinen Antrag von Djokovic erhalten», schrieb der Tennis-Journalist Gaspar Ribeiro Lança dazu auf Twitter. Auch «Cope» berichtet, dass der Sportler keine Sondergenehmigung beantragt habe.

Djokovic' Spanien-Aufenthalt war zuerst dadurch in den Mittelpunkt gerückt, weil es bei seiner Einreise nach Australien im Januar einen Fehler auf dem offiziellen Formular gegeben hatte. Sein Agent habe auf die Frage, ob er in den 14 Tagen vor seiner Abreise nach Australien verreist sei, fälschlicherweise «nein» angekreuzt, hatte Djokovic später dazu erklärt.

Auch Serbien und Australien ermitteln

Tatsächlich war er in dieser Zeit von Serbien nach Spanien gereist, wo er vor dem ersten Grand Slam des Jahres trainierte. Die «Soto Tennis Academy» im spanischen Marbella hatte ein Video mit Djokovic und seinem Sohn auf einem Trainingsplatz gepostet – obwohl dieser zu dem Zeitpunkt eigentlich noch immer in Quarantäne in Belgrad hätte sein müssen.

Sollten die Berichte sich bestätigen, würde nun gegen Djokovic in drei Ländern ermittelt: Australien, Serbien und Spanien. Serbien untersucht, ob er gegen die Corona-Quarantäne verstossen hat. Der 34-Jährige hatte zugegeben, an einem Interview teilgenommen zu haben, nachdem er positiv getestet wurde.

(t-online)

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
Novak Djokovic (2008 bis 2023): 24 Grand-Slam-Titel (10-mal Australian Open, 7-mal Wimbledon, 4-mal US Open, 3-mal French Open).
quelle: keystone / thibault camus
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71 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nightwitch
13.01.2022 06:04registriert August 2020
Ich wage mal zu behaupten, dass hier die Karriere von ND mal den Bach runter geht. Wie kann man sich nur so daneben benehmen und x Regeln brechen? Und nur weil er unbedingt RF und RN überholen wollte. Tja, da sieht man, wohin sich falscher Ehrgeiz entwickeln kann.
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Phteven Phtiz
13.01.2022 06:13registriert Oktober 2016
Novax’s Eisscholle schmilzt mit jedem Tag weiter dahin - mal schauen, wann er ins eiskalte Nass der Realität fällt (oder doch noch auf magische Weise gerettet wird).
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Findolfin
13.01.2022 06:36registriert Februar 2015
Ich verstehe nicht, wie er überhaupt einreisen konnte, ohne Sondergenehmigung. Privatjet oder schlampige Kontrollen bei der Einreise?
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Gottéron schreibt eben doch die besten Geschichten und inszeniert eine Trainer-Entlassung wie aus einem Shakespeare-Drama. Christian Dubé muss in dem Augenblick gehen, in dem er gedacht hat, er könne bleiben.

Er ist der erste Trainer unserer Hockey-Geschichte, der von dem Mann gefeuert worden ist, den er beim Club angestellt, den er gefördert und dem er geholfen hat, sein Chef zu werden. Gottérons Trainer-Entlassung ist ein klassischer «Königsmord». Nein, ums Leben ist niemand gekommen. Im übertragenen Sinne werden Personen, die zum Sturz ihres Vorgesetzten beigetragen haben, als «Königsmörder» bezeichnet.

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